Kulturveranstaltungen

Theater, Kino, Ausstellungen …

Das kulturelle Herz des Hauses ist der Theater- und Festsaal des Augustinum Kassel. Hier finden regelmäßig hochkarätig besetzte klassische Konzerte und Theateraufführungen statt, aber auch Kinovorführungen, kurzweilige Kabarett- und Unterhaltungsmusik-Abende.

Kontakt zum Kulturreferat:

Anja Eckard (M.A.)
Tel.: 0561 / 93 64 - 807

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Unser aktueller Veranstaltungskalender der Seniorenresidenz Kassel

Grenzgänger in der Kunst
Giotto di Bondone –
Wegbereiter der Renaissance

Dienstag, 24. Januar 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

Giotto di Bondone - Cappella degli Scrovegni. Szenen aus dem Leben Joachims. Nr.5: Joachims Traum, 1304 und 1306
Kaum ein anderer Maler verkörpert den Übergang von der mittelalterlich-gotischen zur Malerei der Renaissance so wie Giotto (um 1266-1337). Die Fresken in Assisi und Padua zeugen von seiner Fähigkeit, Figuren lebendiger und wirklichkeitsnäher darzustellen als seine Vorgänger. Auch im Bereich der Perspektive, der Landschaftsdarstellung und des individuellen Gefühlsausdrucks trat er als Neuerer auf. Kunsthistorisch unterscheidet man Werke „vor Giotto“ und „nach Giotto“.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin

ideenreiches Kassel
Musikstadt Kassel

Donnerstag, 26. Januar 2017

Bebilderter Vortrag mit Hörbeispielen von Musikwissenschaftler Dr. Wolfram Boder

 
Von Kassel gingen im Laufe der Musikgeschichte immer wieder wichtige Impulse aus, die dann allerdings andernorts ihre volle Wirkung entfalteten. So wurde zum Beispiel das Fundament für die große Karriere des Heinrich Schütz zwar in Kassel gelegt, zur vollen Blüte gelangte sie aber erst in Dresden. Immer wieder war Kassel das Sprungbrett für große Musikerinnen und Musiker. Andererseits wirkten aber auch in Kassel selbst viele bedeutende Talente, die hier ihre ganz eigene musikalische Sprache entwickelten. Der Vortrag führt anhand zahlreicher Hörbeispiele in die spannende Geschichte der Musik in Kassel ein. Unterstützt durch reiches Bildmaterial soll so ein neues Gefühl für die Bedeutung der Musikstadt Kassel entstehen.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Bebilderter Vortrag mit Hörbeispielen
Vortragender: Dr. Wolfram Boder

Jugend musiziert

Samstag, 28. Januar 2017

Vorbereitungskonzert für den Regionalwettbewerb der Musikschule Kassel e.V. & der Musikschule Baunatal

 

Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ motiviert Jahr für Jahr Tausende von jungen SchülerInnen zu besonderen künstlerischen Leistungen. Er ist ein Ort der musikalischen Begegnung und Ansporn für diejenigen, die ihr Können einer Öffentlichkeit und der Jury präsentieren wollen. Jährlich wechseln die Ausschreibungen für die verschiedenen Musikbereiche, für die Solo- und Ensemblewertungen.

Sie hören in diesem Konzert eine Auswahl der TeilnehmerInnen des bevorstehenden Wettbewerbs im Alter zwischen 10 und 16 Jahren.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei – Spende erbeten
Veranstaltungsart: Schülerkonzert
Vortragender: TeilnehmerInnen des Wettbewerbs

 
Lebensfreude

Mittwoch, 1. Februar 2017 - 31. März 2017

Ausstellungseröffnung mit Malereien von Ulrike Phyllis Kunde

(c) Ulrike Phyllis Kunde - Frühling, 2015

Lebensfreude benötigen wir alle im Leben! Sie gibt uns Kraft und Mut für alle Unternehmungen. So geht es auch der Kasseler Künstlerin Ulrike Phyllis Kunde beim Malen. Sie sagt „die Lebensfreude entfaltet sich während des Arbeitens. Am liebsten bin ich dabei in der Natur. Schon als Kind bin ich mit meiner Mutter, die ebenfalls Malerin war, zum Freiluftmalen hinausgegangen. Von ihr habe ich gelernt: die Hinwendung zur Natur, die Freiheit und Freude beim Malen, das Einswerden mit dem Gegenüber, das genaue Hinsehen und Beobachten, das Zusammenspiel der Farben, das Entstehen eines eigenen Ganzen – ein kleines Klangtheater und ein freies Arbeiten voller Lebensfreude!“


Nehmen Sie etwas Freude mit durch die Begegnung mit der Künstlerin, ihren Öl- und Aquarellmalereien sowie den Gesprächen bei einem Glas perlendem Sekt!

Ort: Foyer
Uhrzeit: 17:00 - 18:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Ausstellungseröffnung
Vortragender: Ulrike Phyllis Kunde

ideenreiches Kassel
Kassel 2017 – Perspektiven, Pläne und Projekte

Donnerstag, 2. Februar 2017

Ein Dialog mit Bertram Hilgen, Oberbürgermeister der Stadt Kassel

 

Kassel wächst, Kassel entwickelt sich und Kassel hat hervorragende Zukunftsaussichten. Eine dynamische Wirtschaft, eine innovative Universität, eine leistungsfähige öffentliche Daseinsvorsorge  und eine vielfältige und hochkarätige Kulturlandschaft machen Kassel zu einer lebens- und liebenswürdigen Stadt.

Die Zukunft für nachfolgende Generationen vorausschauend zu gestalten, gehört zu der zentralen Aufgabe kommunaler Politik. Solide öffentliche Finanzen und der Abbau von Schulden gehört dabei ebenso dazu wie die Investitionen in wichtige Zukunftsvorhaben. Hier konnten in Kassel in den zurückliegenden Jahren bereits wichtige Weichenstellungen vorgenommen werden. Diesen Weg gilt es mit Weitblick fortzusetzen.

Gleichzeitig gilt es, sich in einer Großstadt den gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit aktiv zu stellen. Dazu gehört es, dass unsere Stadtgesellschaft insgesamt zunehmend älter und internationaler wird. Rund 150 verschiedene Nationalitäten leben in Kassel friedlich zusammen. Das ist nicht selbstverständlich und gemeinsam gilt es den Zusammenhalt und das kulturelle und soziale Miteinander bewusst und in gegenseitigem Respekt zu gestalten. Integration gehört deshalb zu den wichtigen Gemeinschaftsaufgaben, die das Zusammenwirken verschiedener gesellschaftlicher Bereiche braucht.

Nach einer kurzen Einführung steht Herr Hilgen für Gedankenaustausch und Dialog zur Verfügung.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Kurzvortrag mit Gespräch
Vortragender: Bertram Hilgen, Oberbürgermeister der Stadt Kassel

 
Klavier plus zwei

Freitag, 3. Februar 2017

Preisträgerkonzert zum Wettbewerb der Loge Peredur

 
In Zusammenarbeit mit der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ und dem Furore Verlag

Die Loge Peredur will Ideale wie Humanismus, Nächstenliebe, Brüderlichkeit, Toleranz und Menschenrechte durch Bildung, Wissen und Kunst fördern. Dazu verfolgt sie mit ihrem Förderverein ausschließlich und unmittelbar die gemeinnützigen Zwecke der Förderung von Wissenschaft und Forschung, von Kunst und Kultur sowie von Erziehung, Berufsbildung und Studentenhilfe. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Vergabe von Fördergeldern, Preisen und Stipendien an Einrichtungen, Schüler oder Studierende in der Stadt Kassel. Die erste Verleihung eines Förderpreises des Vereins erfolgte am
10. November 1989.

Seit 2014 unterstützt der Furore Verlag den jährlich veranstalteten Wettbewerb für Studierende der Musikakademie Kassel. Mit dieser Zusammenarbeit gibt es erstmalig eine Neuerung: Alle teilnehmenden Ensembles müssen mindestens ein Werk einer Komponistin vortragen. Damit trägt dieser Wettbewerb zur Gleichstellung der Frau in der Musik bei und hat somit Vorbildfunktion. Es ist jeder Ausbildungseinrichtung im musikalischen Feld national wie international zu wünschen, diesem Modell zu folgen.

Die Gewinner des Wettbewerbs 2016 sind in diesem Konzert zu hören und spielen Werke aus ihrem Wettbewerbsprogramm. Vorzutragen waren dabei mindestens zwei unterschiedliche Werke, darunter ein Werk einer Komponistin und eines aus der Epoche der Wiener Klassik (1770-1830). Dann weitere drei Stücke unterschiedlichen Stilepochen, wobei auch Einzelsätze aus einem Werk zugelassen wurden. Die Preise gingen an:

1. Preis der Jury

Lilia Gilmanova, Klavier
Yana Krasutskaja, Violine
Sebastian Kuhn, Violinchello

2. Preis und Preis des Publikums

Samuel Cho, Klavier
Pascal Schwab, Violine
Benja. Brückmann, Violinchello

3. Preis

Yanhui Liu, Klavier
Shushuai Sun, Violine
Haoyan Hsia, Klarinette

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei – Spenden willkommen
Veranstaltungsart: Preisträgerkonzert
Vortragender: Gewinner des Wettbewerbs 2016

 
Blick hinter die Kulissen

Samstag, 4. Februar 2017

Informationstag im Augustinum Kassel

 
Der Standort des Augustinum Kassel-Bad Wilhelms­höhe vereint in besonderer Weise die Vorzüge von Großstadt und Heilbad, die unsere BewohnerInnen genießen. Erleben Sie das Augustinum einmal nicht nur von außen. Wir laden Sie ein, bei uns hinter die Kulissen  zu blicken. Wo kocht unser Küchenchef, wie  sieht ein Appartement aus und welche Angebote stehen den Bewohnern täglich zur Verfügung? Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ort: Foyer
Uhrzeit: 14:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Infotag
Vortragender: Vertriebsreferentin Jutta Wittig

 
Sizilien, Amalfiküste, Capri, Ischia und Neapel –
Italiens schöner Süden

Freitag, 17. Februar 2017

Multivision mit Reisefotograf Michael Stuka

Amalfiküste - Ausblick von Ravello (c) Michael Stuka
Mit nur zwei Worten ließe sich die Amalfiküste zusammenfassend beschreiben: Fels und Meer. Allein die Namen der berühmten Orte Positano und Amalfi entlang der Küstenstraße erwecken Sehnsüchte bei vielen Reisenden. Zahlreiche Künstler und Intellektuelle fühlten sich bereits vom Zauber dieser gesegneten Landschaft inspiriert. Und bis heute zieht die Küste mit absolutem Kult-Status nicht nur das exklusive Publikum aus aller Welt an.

„Wenn bei Capri…“ dieser berühmte Schlager prägte schon früher die Vorstellungen einer ganzen Generation vom sonnigen Bella Italia. Capri - das ist Inselkult und es gibt keinen Zweifel, dass der internationale Jet-Set diese Insel liebt. Doch was macht den Charme dieser Insel aus? Das geradezu unwirklich blaue Meer, die grandiose Blaue Grotte oder die Ruhe auf der Insel, von der die Autos fast völlig verbannt sind. Erleben Sie den Süden Italiens mit all seiner Schönheit!

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 7 Euro
Veranstaltungsart: Ländervortrag
Vortragender: Reisefotograf Michael Stuka

Zeit im Umbruch
Rex virtutem vox gloria

Montag, 20. Februar 2017

Konzert mit Renaissancelaute und Viola da Gamba mit dem Duo Kirchhof

 
Tanzmusik und geistliche Werke
aus der Welt des Leonardo da Vinci und Galileo Galilei

Als Hörer von Lauten- und Gambenmusik bewegt man sich in einem illustren Kreis! So ist Leonardo da Vincis geistige Entwicklung eng mit Lautenmusik verbunden. Ebenso wie Gemälde kann Musik nach seiner Auffassung universelle Prinzipien und Muster der göttlichen Naturgesetze beinhalten und damit eine tiefe Symbolkraft besitzen. Hört man die sehr lichtvolle spirituelle Renaissancemusik, kann man sich dabei die Welt des Leonardo da Vinci bzw. seiner fantastischen Kunstwerke vorstellen. Auch Galileo Galilei wuchs in einer Lautenistenfamilie auf. Diese Persönlichkeiten verfügen über eine verfeinerte geistige Grundhaltung und eine außergewöhnliche, individuelle Genialität.

Beim Hören von stiller Musik für Laute und Viola da Gamba darf man sich solche Menschen und ihre grenzenlose Vorstellungskraft ins Bewusstsein rufen – und vielleicht ein wenig in ihren Sphären schweben...

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 10 Euro
Veranstaltungsart: Konzert mit Renaissancelaute und Viola da Gamba
Vortragender: Martina & Lutz Kirchhof

Grenzgänger in der Kunst
Leonardo da Vinci –
Universalgenie, Erfinder und Maler

Dienstag, 21. Februar 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

Leonardo da Vinci - Mona Lisa, zwischen 1503 und 1505

Der italienische Maler, Bildhauer, Architekt und Naturwissenschaftler Leonardo da Vinci (1452-1519) gilt als Universalgenie, in dessen Werk sich Kunst, Philosophie und Naturwissenschaften auf einzigartige Weise verbinden. Der Schöpfer großer Meisterwerke wie der „Mona Lisa“ und „Das letzte Abendmahl“ machte auch durch seine facettenreichen Studien zur menschlichen Anatomie und technischen Errungenschaften und Erfindungen von sich reden (u.a. Fallschirm und Taucheranzug).

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin

Cinema Augustinum
Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika

Mittwoch, 22. Februar 2017

Historienfilm, Deutschland/Frankreich/Österreich 2016

 

Darsteller:
Josef Hader, Barbara Sukowa, Charly Hübner

Vor der Morgenröte erzählt episodisch aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Die Geschichte eines Flüchtlings, die Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat. Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können. Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der Europa auf der Flucht war.

Spieldauer: 100 Minuten

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 19:00
Eintritt: 6 Euro
Veranstaltungsart: Kino
Vortragender: Regie: Maria Schrader

ideenreich
Die Mutter aller Innovationen –
Eine verblüffend erhellende Kulturgeschichte

Sonntag, 12. März 2017

Beamer-Show von und mit dem Fotografen Thomas Herbrich

 
Eine Frage: Welcher Idee verdanken wir die gesamte Entwicklung unserer Kultur? Vielleicht halten Sie kurz inne, und denken darüber nach, bevor Sie weiterlesen… Die Antwort mag Sie vielleicht verwundern. Es handelt sich um die Kerze. Sie ist das tollste Ding, das je erfunden wurde, sozusagen die Mutter aller Innovationen! Alle Erfindungen, die Wissenschaft, die Kunst und das gesamte Alltagsleben haben von ihr profitiert. Ohne sie sähe unsere Welt völlig anders aus.

Thomas Herbrich hat für seine unterhaltsame und spektakuläre Show nahezu vier Jahre lang recherchiert. Er ist ein weltweit angesehener Fotograf, bekannt für sensationelle Bildbearbeitungen und Special Effects, auch für Hollywood-Blockbuster. Seit Jahren steht er mit Vorträgen über seine Fotografie und über kulturhistorische Themen auf der Bühne, die Jung und Alt faszinieren.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Beamer-Show
Vortragender: Thomas Herbrich

Zeit im Umbruch
Die Reformation – ein unerhörtes Sprachereignis

Dienstag, 14. März 2017

Vortrag von Prof. Dr. Werner Besch,
Professor em. für Sprache und ältere deutsche Literatur

 

Die drei „heiligen Sprachen“ Hebräisch, Griechisch und Lateinisch galten viele Jahrhunderte als allein gültige Bibelsprachen. Die Kirche hatte großes Misstrauen gegenüber Übersetzungen jeglicher Art.

Luther lieferte 1522 das Neue Testament in deutscher Sprache, ein unerhörtes Sprachereignis, Horizonte öffnend für die deutschen Christenmenschen, für persönliches Bibellesen und Bibelverstehen. Die Alleinherrschaft des Latein (Vulgata) und der kirchlichen Deutungsmacht wurde außer Kraft gesetzt. Die christliche Volkskirche hatte ihre Freiheit und ihre eigene Muttersprache (ohne Latein) im Gespräch mit Gott erlangt.

Als weiteres epochales Sprachereignis, nunmehr mit Langzeitwirkung, darf nach der Konfessionsspaltung die gesamtdeutsche Spracheinigung auf der Lutherspur gelten. Beides hat Luther nicht angestrebt – es hat sich so ergeben. Unsere heutige Schriftsprache ist zwar nicht von Luther gemacht, aber in den Grundlagen und in der Entwicklungsrichtung eindeutig von ihm mitbestimmt worden. Nicht weltliche Macht und Autorität hat die Spracheinigung unseres dialektreichen Landes bewirkt, sondern letztlich die Bibelautorität.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag
Vortragender: Prof. Dr. Werner Besch

Grenzgänger in der Kunst
Artemisia Gentileschi –
Malerin im Spannungsfeld

Dienstag, 28. März 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

Artemisia Gentileschi - Susanna und die Ältesten, etwa 1610
Artemisia (1593-1652), die Tochter des Malers Orazio Gentileschi ist eine der ersten namentlich bekannten Künstlerinnen. Sie wird von ihrem Vater zu Agostini Tassi in die Lehre geschickt, der die junge Schülerin vergewaltigt. Dieses Erlebnis verarbeitet sie, indem sie sich auf die Darstellung biblischer Geschlechterkämpfe konzentriert; allein die „Enthauptung des Holofernes“ malt sie sechs Mal. Der Vortrag beleuchtet die bedeutende „Caravaggistin“ im Spannungsfeld zwischen Kunst und Leben.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin

 
Benedictus

Dienstag, 11. April 2017

Geistliches Konzert mit dem Ensemble „Sacralissimo“,
den goldenen Stimmen aus Bulgarien

 
Der ganze Raum wird durchdrungen vom leidenschaftlichen Klang der bulgarischen Opernsänger – jeder hat sein Fach studiert und jeder ist gefragter Solist – für große Rollen auf Opernbühnen und bei namhaften Chören. Sakrale Gesänge, Opernarien oder folkloristisch geprägte Stücke begeistern das Publikum überall, wo Sacralissimo auftritt.

Sacralissimo, das sind: Bariton Dilian Kushev, Tenor Jurii Nikolov und Manol Paskalev am Klavier. Sie präsentieren Ihnen geistliche Werke wie Benedictus, Pieta Signori, Panis Angelicus, Ave Maria, Vater unser,
Ich bete an die Macht der Liebe oder Agnus dei sowie  einige Arien aus den Opern Tosca, La Traviata und Turandot.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Geistliches Konzert
Vortragender: bulgarisches Ensemble „Sacralissimo“

 
Vom Hören

Mittwoch, 19. April 2017

Vortrag mit Hörbeispielen von Autor Jochem Wolff

 
Der Glaube kommt aus dem Hören, sagte schon der Apostel Paulus. Hören ist die vielleicht sinnlichste Erfahrung und somit ein wesentlicher Schlüssel zur Welt. Jedenfalls ist das Ohr das erste funktionierende Organ und in diesem Sinne auch das letzte. Es gelingt uns mittlerweile, Hörbares sogar vom Urgrund unserer Existenz zu erfahren. In der Ordnung der Natur steht das Hören obenan. Hören leitet Handeln, unterschiedlich zwischen einzelnen Kulturen. Hören kann im städtischen Leben zum „pervertierten Vorgang“ werden – gibt es noch „Stille im Kopf“? Aus der Geschichte erfahren wir eine ganze Palette älterer Geräusche aus der Welt der Arbeit und der Kommunikation. Damit verbunden sind beim Einzelnen, vor allem beim älteren Menschen, tiefschlummernde, emotional besetzte Erinnerungen. Der ferne Schrei und andere akustische Signale in der Weite von Landschaftsräumen führten zur Gesangsstimme der Menschen. Das musikalische Hören ist zudem ein subtiler Prozess mit einem hohen Maß an Phantasiebildung. In diesem Zusammenhang entsteht das differenzierte und analytisch musikalische Hören, das erst den Interpretationsvergleich ermöglicht. Letztlich schenkt uns das musikalische Hören noch eine besondere Seite: die schon in Urzeiten im Mythos geborene Seite des Ästhetisch-Schönen.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag mit Hörbeispielen
Vortragender: Jochem Wolff

Grenzgänger in der Kunst
Johann Joachim Winckelmann –
Archäologe und Kunsthistoriker

Dienstag, 25. April 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

Anton Raphael Mengs - Porträt des Johann Joachim Winckelmann, zwischen 1761 und 1762
Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) war Bibliothekar, Antiquar, Kunstschriftsteller und Begründer der Archäologie und Kunstgeschichte. Als Maßstab jeglichen Kunstschaffens galt ihm die griechische Skulptur, deren Kennzeichen „eine edle Einfalt und eine stille Größe“ im krassen Gegensatz stand zur überbordenden barocken Kunst seiner Zeit. Aktuell stellt sich auch die Frage, inwieweit der Beginn der documenta in 2017 in Athen etwas mit Winckelmann zu tun hat!
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin

Zeit im Umbruch
Aventur und Kunst –
Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks

Mittwoch, 3. Mai 2017

Bebilderter Vortrag von Dr. Cornelia Schneider,
Kuratorin Buchkunst 15.-18. Jahrhundert in der Landeshauptstadt Mainz

 
Um 1450 erfand der Mainzer Johannes Gutenberg den Druck mit beweglichen Lettern und revolutionierte mit dieser technischen Neuerung die Medienwelt Europas. Der Vortrag zeigt, mit welchen Problemen der Erfinder zu kämpfen hatte und wie er sie löste. Denn neben technischen Schwierigkeiten musste sich Gutenberg auch mit finanziellen und organisatorischen Themen beschäftigen, um nach Jahre langem Tüfteln und Taktieren der Welt sein Meisterwerk zu präsentieren: die 42zeilige lateinische Bibel.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Bebilderter Vortrag
Vortragender: Dr. Cornelia Schneider

Zeit im Umbruch
„Was Dolmetschen für Kunst und Arbeit sei...“
Vom Übersetzen und von den Übersetzungen der Bibel

Dienstag, 9. Mai 2017

Vortrag von Dr. h. c. Gerrit Noltensmeier, Landessuperintendent i. R.

 

Die Bibel, das meistgelesene Buch der Welt ist ein Bestseller und Longseller. Der Urtext hebräisch und griechisch wurde immer wieder und neu übersetzt. Immer bewegen sich die Übersetzungen dabei in einem Spannungsfeld: Treue zum Urtext – Verständlichkeit heute – Tradition und Modernität – die Zielgruppe – alte und neue Medien...  2016 erschien die revidierte „Lutherbibel“. Der Vortrag soll Prinzipien und Erfahrungen beim Übersetzen der Bibel schildern, aus der Revisionsarbeit berichten und heutige Bibelübersetzungen im Vergleich darstellen.  

Dr. Noltensmeier arbeitet im Lenkungsausschuss Revision der „Lutherbibel“ mit und ebenso im Übersetzungsteam Altes Testament Projekt „Basis Bibel“ der Deutschen Bibelgesellschaft.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag
Vortragender: Dr. h. c. Gerrit Noltensmeier

Grenzgänger in der Kunst
Auguste Rodin –
Impressionistische Elemente in der Skulptur

Dienstag, 23. Mai 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

Auguste Rodin - Der Denker vor dem Musée Rodin in Paris, zw. 1880 und 1882
(c) wikimedia / Daniel Stockman
Der Bildhauer Auguste Rodin (1840-1917) beschäftigte sich intensiv mit den Skulpturen Michelangelos und kam dabei zu ganz eigenen Formulierungen des 'infinito'. Mit seinem berühmten „Höllentor“ hat er in mehrfacher Hinsicht Grenzen überschritten. Die Bronzeplastik ist eine Vision des Jenseits, die durch Dantes Inferno der „Göttlichen Komödie“ inspiriert wurde. Der Vortrag geht u.a. auch der Frage nach, ob Skulpturen als impressionistisch bezeichnet werden können.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin

Zeit im Umbruch
Protestantische Kämpferinnen und streitbare Nonnen

Donnerstag, 1. Juni 2017

Bebilderter Vortrag von Historikerin Nadja Bennewitz M.A.

 
Die Teilnahme von Frauen an den umwälzenden Ereignissen während der Reformation ist zwar wenig bekannt, doch unbestritten. Äußerst umstritten ist dagegen, was die Reformation den Frauen einbrachte: Individuelle Emanzipation oder Festschreibung auf Ehe und Haushalt?
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Bebilderter Vortrag
Vortragender: Nadja Bennewitz M.A.

Zeit im Umbruch
„Wenn Engel lachen“
Die Liebesgeschichte(n) der Katharina von Bora

Freitag, 9. Juni 2017

Musical mit Miriam Küllmer-Vogt & Peter Krausch oder Gernot Blume am Klavier

 

Wittenberg, im Jahr 1524: Die entlaufene Nonne Katharina von Bora hat sich unsterblich verliebt — in den Nürnberger Patriziersohn Hieronymus Baumgartner. Mutig bittet sie den bekannten Professor Martin Luther, der Familie ihres Angebeteten einen Brief zu schreiben. Und der Reformator erklärt sich auch dazu bereit; wenn Katharina ihrerseits ein gutes Wort für ihn bei ihrer Freundin Ava einlegt. In die hat der große Denker sich nämlich verguckt. Doch während die beiden im Atelier von Lukas Cranach versuchen, ihr Beziehungsleben in den Griff zu bekommen, droht die Reformation gerade zu scheitern — an machthungrigen Politikern, aufständischen Bauern, schwärmerischen Splittergruppen und übereifrigen Pfar­rern.

Miriam Küllmer-Vogt, von der Presse als Ausnahmetalent gelobt, bringt die Katharina in die­sem „Reformatorischen Kammer-Musical“ voller Witz und Leidenschaft, temperamentvoll und energiegeladen auf die Bühne. Ein Feuerwerk an Ausdruck und Charisma. Mit brillanter Stimme und mitreißendem Spiel verzaubert sie ihr Publikum, bezieht es charmant in das Ge­schehen mit ein und entführt es auf diese Weise in die aufregende Zeit der Reformation.

Einfühlsam und musikalisch hochkarätig begleitet wird sie von Gernot Blu­me am Klavier.

Eintrittskarten zu dieser Veranstaltung sind ab Mai 2017 erhältlich am Empfang des Augustinum - Telefon 0561 / 9364-0.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 18 Euro - Eintrittskarten erforderlich
Veranstaltungsart: Musical
Vortragender: Miriam Küllmer-Vogt & & Peter Krausch oder Gernot Blume am Klavier

Grenzgänger in der Kunst
Edgar Degas –
Maler und Bildhauer

Dienstag, 27. Juni 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

Edgar Degas - Drei Tänzerinnen in einem Übungssaal,1873
Degas (1834-1917) steht im Kontext dieser Vortragsreihe für die Gratwanderung zwischen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen. U.a. das Motiv der Balletttänzerinnen hat er sowohl plastisch als auch malerisch umgesetzt und zwar in Öl, Pastell und verschiedenen grafischen Techniken. In allen Gattungen und Techniken hat es Degas zu außergewöhnlicher Meisterschaft gebracht. Obwohl er gemeinsam mit Impressionisten ausstellte, ist er höchstens ein Grenzgänger des Impressionismus.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin

Zeit im Umbruch
Luthers ungeliebte Brüder

Donnerstag, 29. Juni 2017

Bebilderter Vortrag von Dr. Lothar Jahn

 
Wir sind es gewohnt, die Reformation am Namen Martin Luthers festzumachen. Doch trotz dessen unbestreitbarer Verdienste hatte er Weggefährten, die mit ihm gegen den Ablasshandel, gegen kirchlichen Prunk und päpstliche Allmachtsvorstellungen kämpften. Thomas Müntzer, Pfarrer in Mühlhausen, war zunächst ein Weggefährte und Freund Luthers, der gemeinsam mit ihm gegen den Ablasshandel kämpfte. Doch die Bauernkriege entzweiten die beiden Reformatoren: Müntzer sah in ihnen den gerechtfertigen Kampf für Gottes Gerechtigkeit, Luther den Aufruhr gegen die gottgewollte Ordnung. Neben Müntzer kommen auch andere vergessene Reformatoren wie Andreas Bodenstein (Luthers Doktorvater), Matthäus Hisolidus und Heinrich Pfeiffer zu Wort. Auch auf das Denken von Zwingli, Melanchthon und die Bewegung der Täufer wird eingegangen.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Bebilderter Vortrag
Vortragender: Dr. Lothar Jahn

Zeit im Umbruch
Le gratie d amore

Mittwoch, 5. Juli 2017

mit dem Ensemble „Musikalisches Tafelkonfekt“

 

Annette John, Blockflöten
Susanne Peuker, Lauteninstrumente

Genießen Sie ein Konzertprogramm mit musikalischen Tänzen der Renaissance! Die beiden Musikerinnen entführen die Hörer in die Welt des 16. und 17. Jahrhunderts und präsentieren kantable und virtuose Kompositionen aus Italien, Frankreich und Deutschland, in der die zarten und melodischen Klänge von Flöte und Laute zu höchstem Hörgenuss verschmelzen. Es erklingen populäre Liedmelodien, die von den Komponisten dieser Zeit für Instrumente bearbeitet und diminuiert, also mit kunstvollen Verzierungen bedacht wurden, sowie instrumentale Tanzmusik von Negri, Isaac, Attaignant, Ortiz, Falconiero u. a. Auch eine eigene Diminution der Künstler im Stile der damaligen Meister wird in diesem Konzert zu Gehör gebracht.

Annette John hat sich als Spezialistin für Alte Musik einen Namen gemacht. Bei Wettbewerben wurde sie mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, so beispielsweise mit dem Solistenpreis beim Alte Musik-Treff Berlin 2006.

Susanne Peuker studierte Laute an der Akademie für Alte Musik in Bremen. Sie konzertiert im In- und Ausland sowohl mit verschiedenen Ensembles als auch als Solistin.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Konzert
Vortragender: Annette John & Susanne Peuker

 
Von Drahteseln und Pedalrittern –
200 Jahre Fahrradgeschichte(n)

Mittwoch, 12. Juli 2017

Lesung mit Stephan Schäfer

 
1817 ließ der badische Forstlehrer Freiherr von Drais in Frankreich seine Laufmaschine als “Vélocipède” patentieren. Seither zeigen sich Autoren der Weltliteratur immer wieder von der „Lust, auf dem eisernen Rosse dahinzujagen“ inspiriert und laden ein zu einer abenteuerlichen LiteraTour auf zwei Rädern.

So erlebt Mark Twain bei seinen ersten Lektionen auf dem Hochrad poetische Aufschwünge und schmerzhafte Abstürze. Der 8-jährige Thomas Bernhard erfährt sich freiheitstrunken das Glück auf seiner ersten Spritztour im Salzburger Land. Egon Erwin Kisch beschreibt die volkstümliche Atmosphäre und „elliptische Tretmühle“ des Berliner Sechstagerennens und Kurt Tucholsky besucht verwaiste Fahrräder auf einer Kopenhagener Polizeistation. Und in Flann O’Briens surrealistisch-satirischem Kultbuch „Der dritte Polizist“ schließlich nehmen Fahrräder, bekanntlich das liebste Fortbewegungsmittel auf der grünen Insel, immer menschlichere Züge an.

Stephan Schäfer studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste. 2001 gründete er das Kölner Künstler-Sekretariat. Seither wurden von ihm über 500 Veranstaltungen moderiert. Seit 2006 ergänzt Stephan Schäfer diese Tätigkeit durch Lesungen. Neben Themenabenden und Autorenportraits (u.a. Robert Walser, Wolfgang Hildesheimer, Elias Canetti, W. G. Sebald) gilt hier seine besondere Leidenschaft historischen und zeitgenössischen Reisebeschreibungen. Mit Schwerpunkten auf Ländern, Städten und Regionen gastiert Stephan Schäfer bundesweit für Reiseveranstalter und Auslandsgesellschaften, in Bibliotheken, Buchhandlungen und Museen. Thematische Klammern wie “Hotelgeschichten” oder “Eisenbahnfahrten literarisch” führen ihn darüber hinaus regelmäßig an für Lesungen eher untypische Orte wie Bahnhöfe und Hotels. Internet: www.lesen-ist-reisen.de

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Lesung
Vortragender: Stephan Schäfer

Grenzgänger in der Kunst
Käthe Kollwitz –
Grafikerin und Bildhauerin des sozialen Umfeldes

Dienstag, 25. Juli 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

Käthe Kollwitz - Frau mit totem Kind, 1903
Am 8. Juli 2017 jährt sich der 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz (1867-1945). Die große deutsche Grafikerin, die seinerzeit noch nicht an der Kunstakademie studieren durfte, hat sich zeitlebens mit den Missständen in der Gesellschaft beschäftigt und mit ihren Werken und Illustrationszyklen gezeigt, was Krieg, Armut, Hunger, Kälte und Tod anrichten. Sie war politisch aktiv, erhielt unter den Nationalsozialisten Arbeitsverbot und erlebte zwei Weltkriege mit schlimmen persönlichen Folgen.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin

 
„Von der Muse geküsst…“
Eine kleine Geschichte der Operette

Donnerstag, 17. August 2017

Multimedialer Vortrag von Autor Jochem Wolff

 
Für die Geburtsstunde der Operette sorgte Jacques Offenbach im Jahre 1855. Und so führt uns die musikalisch-historische Reise zu den Anfängen und damit zu „Orpheus in der Unterwelt“, dann nach Wien, wo Johann Strauß (Sohn) mit der legendären „Fledermaus“ die goldene Ära der Wiener Operette einläutete. Doch schon Ende des 19. Jahrhunderts bekam die Donau-Metropole eine starke Konkurrenz durch Berlin: „Frau Luna“, „Der Vetter aus Dingsda“ oder „Im weißen Rössel“ brachten es zu überwältigenden, langwährenden Erfolgen. Nicht zu vergessen die „Silberne Ära“ mit Fran Léhar oder Robert Stolz – Melodienseligkeit und kleine Fluchten aus dem Alltag inbegriffen. Die großen Traditionen der Operette leben bis heute weiter. Allen Widrigkeiten zum Trotz begleitet uns diese amüsante Kunstgattung durch die Zeiten mit einer faszinierenden Aura voller Charme und Esprit. Dieses Genre der Operette ist jeweils ein vielschillernder, einzigartiger Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Zeit.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Bebilderter Vortrag mit Musikbeispielen
Vortragender: Jochem Wolff

Grenzgänger in der Kunst
Emil Nolde –
Lyrische Landschaft und germanische Kunst

Dienstag, 29. August 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

 
Emil Nolde (1867-1956) gehörte zeitweise zu den Malern der expressionistischen Künstlergruppe „Die Brücke“, die am Beginn des 20. Jahrhunderts in der Kunst neue Maßstäbe setzten. Er malte mit expressiven Farben Blumenbilder, Porträts und religiöse Bilder. Prägend für seinen künstlerischen Stil waren seine Reisen über die Grenzen Deutschlands hinaus in außereuropäische Gebiete. Grenzen überschritt er auch mit den „ungemalten Bildern“ während des Zweiten Weltkrieges.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin

Grenzgänger in der Kunst
Frank Lloyd Wright –
Organische Architektur

Dienstag, 26. September 2017

Vorlesung mit Dr. Ellen Markgraf

The Annunciation Greek Orthodox Church in Wauwatosa. Designed by Frank Lloyd Wright.
© wikimedia / by James Steakley
Der US-amerikanische Innenarchitekt, Architekt, Schriftsteller und Kunsthändler Frank Lloyd Wright (1869-1959) war einer der ersten, der den Begriff einer „organischen Bauweise“ benutzte. Es ging dabei um die Harmonie von Gebäude und Landschaft, eine den Baumaterialien gemäße, aus der Funktion heraus entwickelte Form sowie eine biologische, psychologische und soziale Zweckmäßigkeit der Architektur. Er baute das Guggenheim Museum, seine Prärie Houses – und Luftschlösser.
Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin & Fotografin
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