Kulturhighlights 2018



Zukünftige Ballettstars tanzen im Augustinum

Das Bundesjugendballett von John Neumeier

Nijinsky Gala 2017 BJB © Kiran West

Das Bundesjugendballett wurde im September 2011 von John Neumeier gegründet. Es ist beheimatet am Ballettzentrum Hamburg und fördert ein Ensemble aus acht internationalen Tanztalenten zwischen 18 und 23 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung für jeweils maximal zwei Jahre. Die Tänzerinnen und Tänzer sind offen für andere Tanzformen und verstehen sich als Vermittler zwischen Jugendkultur, Hochkultur und Bevölkerung, denn ihr erstes Ziel ist es, Menschen für das Ballett zu begeistern. Hierfür erfindet die Compagnie als kleines Ensemble ohne feste Spielstätte den Tanz stetig neu - an Orten, die fernab von jeder herkömmlichen Ballettgeographie liegen.

 

 

Musik zur Ehre Gottes

Die Bach-Edition des Bayerischen Rundfunks im Augustinum

© Bayerischer Rundfunk
Augustinum Kulturhighlights 2018 - Musik zur Ehre Gottes

„Soli Deo Gloria“ – „Allein Gott zur Ehre“, so unterzeichnete Johann Sebastian Bach seine Kompositionen. Johannes-Passion, Matthäus-Passion, Weihnachtsoratorium und die Messe in h-Moll: Der Chor des Bayerischen Rundfunks hat unter der Leitung von Peter Dijkstra und den beiden renommierten Ensembles für Alte Musik Concerto Köln und Akademie für Alte Musik Berlin die vier Hauptwerke von Johann Sebastian Bach auf DVD aufgenommen.

Was diese Konzertfilme so sehenswert macht, ist ihre je eigene sensible Inszenierung und das herausragende künstlerische Niveau aller Beteiligten: die hervorragenden Vokalsolisten, der immer wieder in höchsten Tönen gelobte „glasklare Klang“ und die „ungeheure Plastizität“ des Chors des Bayerischen Rundfunks und natürlich die beiden Originalklang-Ensembles.

„Bring mir vom Wasser des Lebens…“

Gidon Horowitz erzählt europäische Märchen von Heilung und Erlösung

© B. Walter

Märchen sind Kostbarkeiten aus einem großen Schatz, von dem die Menschen seit Urzeiten schöpfen. Ihre Bilder und Gestalten voller Weisheit und Humor laden ein zu einer inneren Reise durch nicht alltägliche Ebenen der Wirklichkeit. Zudem vermitteln sie das überlieferte Wissen und die Verbundenheit der Kulturen in all ihrer Vielfalt. Das gilt speziell auch für die europäischen Märchen, in denen wir immer wieder ähnlichen Motiven und Handlungsabläufen begegnen. So beginnen viele Märchen mit einer lebensbedrohlichen Krise. Krankheit, Not oder Verzauberung veranlassen die Heldinnen und Helden, sich auf den Weg zu machen, um nach Heilung und Erlösung, nach dem Wasser des Lebens zu suchen. Und die Rettung wird oft dort gefunden, wo sie am wenigsten vermutet wurde…

Gidon Horowitz, Schriftsteller und Psychotherapeut, ist einer der bekanntesten Märchenerzähler im deutschen Sprachraum.

Die 60er-Jahre-Revue

Konzert mit dem Trio Viviparie

© Lianhuheng Dai
Augustinum Kultur Viviparie

Valerie Koning: Gesang
Marian Henze: Gesang
Nikolai Juretzka: Klavier

Die 60er Jahre waren eine aufregende Zeit: Der Mensch eroberte den Weltraum, die Berliner Mauer wurde gebaut, die Röcke wurden kürzer, die Haare länger, die Beatles prägten mit ihren Hits den Soundtrack einer ganzen Generation und in Deutschland erfreute sich jeder, vom Kind bis zur Großmama, an der Stimme von Heintje.

Valerie Koning, Marian Henze und Nikolai Juretzka, bekannt aus dem „Traumschiff“, unternehmen mit Ihnen eine nostalgische Reise in die 60er Jahre. Beste musikalische Unterhaltung ist mit Schlagern von „Ich will keine Schokolade“ bis „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ garantiert!

Lebenslänglich frohlocken

Skurriles aus dem Alltag einer Harfenistin - Gelesen und gezupft von Silke Aichhorn

© Markus Aichhorn

Sie gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Harfenistinnen in Europa, nun bringt Silke Aichhorn ihre skurrilen Erfahrungen aus dem Konzertbusiness auf die Bühne. „Lebenslänglich frohlocken“ ist ein Programm, das von missglückten Beerdigungen, Hochzeiten mit organisationswütigen Bräuten und Schwiegermüttern, über die jährliche vorweihnachtliche Bethlehemralley bis zu absurden Harfentraporten in entlegene Burgen und Kirchtürme reicht. Mit dem ihr eigenen Humor, eloquent und charmant, erzählt die Harfenistin wahre Begebenheiten, die sie mit virtuosem Harfenspiel umrahmt.

Die als Solistin wie Kammermusikerin konzertierende Musikerin gehört zu den gefragtesten und vielseitigsten Harfenistinnen ihrer Generation; ihre Ausbildung erhielt sie am Conservatoire de Lausanne und an der Hochschule Köln, sie ist mehrfache Preisträgerin internationaler Wettbewerbe sowie mehrerer Kulturpreise. Silke Aichhorn hat bisher 24 CDs eingespielt, ist Hospizbotschafterin der Caritas, wohnt am Chiemsee und begeistert für ihr Leben gerne Menschen mit ihrem Instrument.