Kulturhighlights 2018



Die Nachkriegsgeschichte im Spiegel von Schlager, Rock und Pop

Vorträge mit Musik von Lothar Jahn

© pixabay.com

Zeitgeschichte wird normalerweise anhand von Ereignissen erzählt oder mittels herausragender Persönlichkeiten. Der promovierte Musikwissenschaftler, Kulturmanager und Journalist Lothar Jahn rekonstruiert die Nachkriegszeit im Spiegel von deutschen Schlagern sowie internationalem Rock und Pop. Sein Vortrag macht deutlich, wie stark populäre Musik und politische Entwicklung aufeinander bezogen sind.

In weiteren Vorträgen stellt Lothar Jahn zwei Musik-Größen der 60er Jahre vor: Der 2016 verstorbene Songwriter und Poet Leonard Cohen erlebte seinen Aufstieg als Musiker und Sänger; bald schon wurde er zu einer Legende der Folk-Musik, nur noch vergleichbar mit Bob Dylan. Auch die 1965 gegründete britische Rock-Band Pink Floyd prägte den Sound der Zeit mit ungewohnten Klangwelten: Von tickenden Uhren, himmlischen Chören und Synthie-Bässen bis hin zu hysterischem Gelächter – Lothar Jahn nimmt Sie mit auf die dunkle Seite des Mondes.

Die Kunst, Wasser zu fegen. Eine Kindheit in den sechziger Jahren

Rolf-Bernhard Essig liest aus seinem Roman

© Rolf-Bernhard Essig

Ein Dorf im nordbayerischen Zonenrandgebiet Ende der 60er Jahre. Ein Junge versucht, sich zurechtzufinden: in der komplizierten Großfamilie mit einem kriegsversehrten Vater, den schwer durchschaubaren Gesetzen der Dorfgemeinschaft, dem kuriosen Zeitdurcheinander. Fast märchenhaft wirkt auf ihn das pflügende Ochsengespann auf dem Feld nebenan, einschüchternd und faszinierend zugleich die Terroristenjagd im Fernsehen. Die Geschichten von vergangenen Kriegen vermischen sich in seinem Kopf mit den aktuellen in Vietnam oder Israel.

„Mit dem Wasser ist es wie mit den Erinnerungen: Sie sind fließend. Man will sie zurückdrängen, sie verwirbeln sich, sind nicht immer klar und deutlich zu erkennen. Doch sie kommen immer wieder“. In einem bemerkenswerten, autobiographisch geprägten Romandebüt beschreibt der Autor, Essayist und Historiker Rolf-Bernhard Essig eine Kindheit in einer Zeit des Umbruchs, in der alte und neue Schlagworte aufeinander prallen.

Yesterday

The Cavern Beatles – die Beatles-Coverband

© The Cavern Beatles

„The Cavern Beatles“ ist eine der bekanntesten und beliebtesten Beatles-Coverbands. Im Augustinum Mölln präsentieren sie eine Zeitreise durch die verschiedenen Phasen eines der größten Pop-Phänomene unserer Zeit der legendären Beatles. Gleichzeitig fangen die vier Musiker bei ihrem Konzert auch die Energie der Beatle-Mania um Paul, George, John und Ringo ein: die psychedelische Ära von „Sgt. Pepper“ ebenso wie die kreativen Meisterstücke von „The White Album“ oder „Abbey Road“.

Als Musiker haben „The Cavern Beatles“ die Songs der legendären Beatles bis ins Kleinste erforscht, um die Musik so authentisch wie möglich zu spielen. Alle vier Bandmitglieder sind in Liverpool geboren und aufgewachsen. Als Botschafter des berühmten Liverpooler „Cavern Club“, in dem die Beatles zwischen 1961 und 1963 etwa 300 Mal aufgetreten sind, bringen sie die Musik der Beatles live auf die Bühne.

Mehr Informationen auf: www.cavernbeatles.com

1968 als Mythos, Chiffre und Zäsur

Vortrag von Wolfgang Kraushaar

© Valeska Achenbach

In der Erinnerungskultur der Bundesrepublik spielt „1968" inzwischen die Rolle eines Ursprungsmythos und wird von manchen gar als eine Art gesellschaftspolitische Nachgründung der Republik angesehen; die Jubiläen sind zu einem Rückspiegel geworden – sie haben den Status eines Gradmessers bekommen, mit dem das Selbstverständnis der Republik überprüft werden kann.

Wolfgang Kraushaar, Politikwissenschaftler und Chronist der 68er Bewegung, widmet sich in seinem Vortrag der damaligen Protestbewegung und ihrer sozialen, politischen und kulturellen Bedeutung. Dabei kann Kraushaar auf eigene Erfahrungen dieses großen gesellschaftlichen Experiments zurückgreifen. Geboren 1948, war er 1972 Mitbegründer der Sozialistischen Hochschulinitiative und 1974/75 Vorsitzender des AStA in Frankfurt. In seinen Forschungen beschäftigt sich Kraushaar vor allem mit der Untersuchung von Protestbewegungen in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR von 1949 bis 1990. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen u.a. „1968, Mythos, Chiffre, Zäsur“, „Achtundsechzig. Eine Bilanz“, „Frankfurter Schule und Studentenbewegung“ oder „Die RAF und der linke Terrorismus“.

The Grand Hongkong Hotel

Der Chinesische Nationalcircus zu Gast im Augustinum

© Tim Foltin

Der Chinesische Nationalcircus ist mit einer bezaubernden Kammerspielfassung der legendären chinesischen Akrobatik auf Tournee. Circus trifft Asien, Magie lässt staunen, Artisten verzaubern und die Clowns berühren. Die preisgekrönte Akrobatik aus dem Reich der Mitte hebt die Gesetze der Schwerkraft auf. Wunderschöne Schlangenmädchen, elegante Handstandkünstler, charismatische Vasenjongleure, Clowns und Akrobaten finden sich wie Mosaikteilchen zu einem großen Ganzen im Hongkong Hotel zusammen und nehmen den Betrachter mit auf eine Reise.

Das Publikum erlebt eine kompakte, sympathische Weltklasse-Show mit atemberaubender Akrobatik, viel Gefühl, einer guten Prise Humor, Live-Musik, clownesker Poesie und der faszinierenden alten Kultur Chinas auf dem Weg in die Moderne. Ein Erlebnis für die ganze Familie und jeden Circus- und Varieté-Fan.

 

 

Echoes of Swing

Travelin' – Celebrating 20 Years on Tour

© Sascha Kletzsch

Seit nunmehr 20 Jahren konzertiert das Ensemble „Echoes of Swing“ in unveränderter Besetzung – ein in der Jazzgeschichte beinah beispielloses Teamwork: Colin T. Dawson (Trompete/Vocals), Chris Hopkins (Alto Sax), Bernd Lhotzky (Piano) und Oliver Mewes (Drums) beeindrucken mit verblüffenden Arrangements, virtuosen Solobeiträgen und einem abwechslungsreichen Repertoire vom Great American Songbook über Klassikadaptionen bis hin zu ausdrucksstarken Eigenkompositionen – stets mit einer guten Portion Humor gewürzt.

Ausgedehnte Tourneen und unzählige Konzerte führten die Musiker quer durch Europa, über den Atlantik, nach Japan, Neuseeland und sogar auf die Fidschi-Inseln. In diesem Sinne: „Celebrating 20 Years on Tour“ – das neue „Echoes of Swing“ CD-Album Travelin' ist Programm.

The Man for the 60‘s – John F. Kennedys tausend Tage

Vortrag von Andreas Etges

© pixabay.com
Augustinum Kulturhighlights 2018 Kennedy

Im Präsidentschaftswahlkampf trat John F. Kennedy als „Man for the 60's“ an. Doch inwieweit prägte er die 1960er Jahre tatsächlich? Mit Kennedys Amtsantritt im Januar 1961 verbanden sich große Hoffnungen. Andreas Etges zieht in seinem Vortrag eine kritische Bilanz von Kennedys Amtszeit, die in einer Hochzeit des Kalten Krieges von schweren außenpolitischen Krisen geprägt war. Zugleich musste Kennedy eine Antwort auf die immer drängendere Frage nach den Bürgerrechten für schwarze Amerikaner geben. Seine Ermordung nach tausend Tagen Präsidentschaft im November 1963 verstärkte den Kennedy-Mythos, der bis heute mit fast ungebrochener internationaler Faszination anhält. 

Dr. Andreas Etges ist Historiker am Amerika-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat eine Kennedy-Biographie veröffentlicht, größere Ausstellungen zu Kennedy kuratiert und war Berater für mehrere Fernsehdokumentationen. 

Agenda 007

Kabarett-Gastspiel der Leipziger Pfeffermühle

© Maximilian Zwiener

Agenda 007! Der Traum der Stasi ist gesamtdeutsche Wirklichkeit: kein öffentliches WC ohne Kamera, kein privater PC ohne Staatstrojaner. Das Handy hört mit, das Auto sendet die Position und der Fernseher schaut uns ins Schlafzimmer. Das greift bis ins Privatleben: Wir lesen heimlich die E-Mails des Partners, orten die Handys unserer Kinder und checken per WhatsApp, ob sie unter der Bettdecke noch online sind. Die geheimen Dienste sind allmächtig, doch sie agieren im Verborgenen.

Franziska Schneider, Matthias Avemarg und Michael Rousavy bringen mit beißendem Spott, ansteckender Musikalität und einer Prise Investigativität endlich Licht ins geheimdienstliche Dunkel. Freuen Sie sich auf einen nachhaltigen Lachmuskelkater bei gleichzeitigem Erkenntnisgewinn.

 

 

„Wir wollten alles und wir wussten alles besser“: Medien und demokratisches Selbstbewusstsein seit 1968

Medienwissenschaftlicher Vortrag von Klaus Wolschner

© Klaus Wolschner
Augustinum Kulturhighlights Wolschner

1968 hat die Bundesrepublik Deutschland verändert: Dass ein paar hundert Studenten auf die Straße gehen und behaupten, sie wüssten wie die Weltpolitik aussehen müsste, das war sensationell - und wurde anfangs als „Argumente der Straße“ abgetan, „außerparlamentarisch“ bedeutete: ohne demokratische Legitimation. Die Studenten brauchten aber keine etablierten Verbände oder Parteivertretungen als Legitimation - sie konnten sich durch die Medien artikulieren. Die Zeitungen und das Fernsehen berichteten nicht mehr nur, was Parteien und Verbände mitzuteilen hatten, sondern auch das, was wild auf der Straße skandiert wurde.

Für die Geschichte der Bundesrepublik bedeutet die mediale Aufmerksamkeit für unorganisierte Meinungen einen wichtigen Meilenstein innerer Demokratisierung. Mit elektronischen Medien können sich inzwischen tausende von Menschen in ihrer Meinungsbildung koordinieren, ohne dafür Demonstrationen veranstalten zu müssen. Die aktuelle Medienentwicklung stellt eine neue Herausforderung für die Demokratie dar, auf die Klaus Wolschner - Lehrbeauftragter für Politikmanagement und Kultur- und Medienwissenschaften an der Universität Bremen und Mitgründer und langjähriger Redakteur der taz - zum Abschluss seines Vortrags Bezug nimmt.

Die 60er-Jahre-Revue

Konzert mit dem Trio Viviparie

© Lianhuheng Dai
Augustinum Kultur Viviparie

Valerie Koning: Gesang
Marian Henze: Gesang
Nikolai Juretzka: Klavier

Die 60er Jahre waren eine aufregende Zeit: Der Mensch eroberte den Weltraum, die Berliner Mauer wurde gebaut, die Röcke wurden kürzer, die Haare länger, die Beatles prägten mit ihren Hits den Soundtrack einer ganzen Generation und in Deutschland erfreute sich jeder, vom Kind bis zur Großmama, an der Stimme von Heintje.

Valerie Koning, Marian Henze und Nikolai Juretzka, bekannt aus dem „Traumschiff“, unternehmen mit Ihnen eine nostalgische Reise in die 60er Jahre. Beste musikalische Unterhaltung ist mit Schlagern von „Ich will keine Schokolade“ bis „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ garantiert!

Der Kontrabass

Solo-Theater mit Hajo Mans

© Andreas Bücksteeg

Der erfolgreiche Schriftsteller und Drehbuchautor Patrick Süskind, berühmt geworden mit dem Roman "Das Parfüm", hat mit "Der Kontrabass" ein weltweit erfolgreiches Theaterstück für einen spielwütigen Schauspieler komponiert. Wir erleben den tristen Nachmittag eines Mannes, allein in seinem schallisolierten Zimmer mit ein paar Bier und einem Kontrabass. Die Komödie des biederen Orchesterbeamten entpuppt sich im Verlauf eines unterhaltsam sarkastischen Vortrags über die völlig unterschätzte Bedeutung des Instrumentes als der Blues eines zu kurz Gekommenen. Der Schauspieler Hajo Mans führt das Dilemma, in dem der Kontrabassist steckt, eindringlich, traurig, aber dann auch wieder zum Lachen komisch vor Augen.




50. Geburtstag der 68er-Bewegung: Die Situation in Europa und Deutschland

Vortrag von Gregor Gysi

© TRIALON Kläber

Seit 2015 ist er nicht mehr Fraktionsvorsitzender der Linken – aber weiterhin ist Dr. Gregor Gysi das bekannteste Gesicht seiner Partei in Deutschland. Der brillante Rhetoriker und streitbare Politiker vereint Intelligenz, Originalität und Humor und ist daher ein beliebter Referent und Redner. Mit seinem Vortrag im Augustinum Heidelberg schlägt Gregor Gysi eine thematische Brücke von den 1960er Jahren zur Gegenwart. Die 68er-Bewegung steht stellvertretend für die Vielfalt, Intensität, Polarisierung und Widersprüchlichkeit des gesamten Jahrzehnts der 1960er Jahre. Viele politische und gesellschaftliche Umbrüche dieser Zeit sind in ihren Auswirkungen bis heute spürbar. Gregor Gysi nimmt den 50. Geburtstag von „Achtundsechzig“ nicht nur als Anlass für einen Rückblick, sondern betrachtet die aktuelle Situation in Deutschland und Europa.

Nach dem Vortrag steht Gregor Gysi für Buchsignierungen und Gespräche zur Verfügung.

John le Carré: Der Spion, der aus der Kälte kam

Lesung mit Henning Westphal

© pixabay.com

Der Bau der Berliner Mauer ab dem 13. August 1961 war nicht nur eine Zementierung der festgefahrenen Positionen im Kalten Krieg zwischen Ost und West, sondern zugleich auch unübersehbares Symbol der Demarkationslinie zwischen Nato und Warschauer Pakt. Die politischen, aber auch persönlichen Brüche und Verwerfungen verarbeitete John le Carré zu einer der „besten Spionagegeschichten überhaupt“, wie die „New York Times“ den 1964 erschienenen Roman nannte.

Der britische Agent Alec Leamas ist für Ostdeutschland zuständig. Undercover wechselt er die Seiten, um seine Informanten zu schützen. Zu spät erkennt er, dass er Spielball einer Intrige geworden ist. Als die Frau, die er liebt, in Gefahr gerät, nimmt die Entwicklung einen ganz anderen Verlauf … Über das Ende breitet sich zunächst einmal eine Mauer des Schweigens – bis zur Auflösung im Rahmen der Lesung mit dem renommierten Sprecher Henning Westphal.

All You Need Is Love

Ein John-Lennon-Programm mit Achim Amme

© Achim Amme
Augustinum Kultur Achim Amme

John Lennon war der charismatische Kopf der Beatles. Seine musikalische Inspiration und die hintergründigen Texte begründeten den Mythos der Fab Four. Er sang die schönsten Liebeslieder, Songs, die in die Herzen gehen – und in die Beine. Mit Hits wie „All You Need Is Love“, „Strawberry Fields Forever“ und „Lucy In The Sky With Diamonds“ schuf er Klassiker voll poetischer Melancholie. Und noch heute, fast vierzig Jahre nachdem er vor seiner Wohnung in New York ermordet wurde, erreicht seine Stimme die ganze Welt.

Autor, Schauspieler und Musiker Achim Amme liest mitreißend aus der fulminanten Lennon-Biographie von Philip Norman – dem Standardwerk über die Pop-Legende, das zugleich ein Panorama des gesellschaftlichen Umbruchs in den 1960er und 1970er Jahren ist. Begleitet wird er von der Tribute-Band „The Beatles Connection“ bzw. dem Singer-Songwriter Volkwin Müller, der mit kräftig-gefühlvoller Stimme und kunstvollem Gitarrenspiel für knisternde Live-Atmosphäre sorgt.

Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten

Wanderausstellung zum 500. Reformationsjubiläum

© Andreas Kuhn/Sigrid Mohr

Er gehört zu den am häufigsten dargestellten Persönlichkeiten der Weltgeschichte, und bis heute haben nicht nur Protestanten sein Konterfei vor Augen: Martin Luther ist wort- und bildmächtig bis in unsere Tage. Und doch hat sich sein Bild gewandelt – von den Cranach-Darstellungen aus der Frühzeit der Reformation bis hin zur Kommerzialisierung auf Kartenspielen, Schlüsselanhängern und Briefmarken.

Die zur Lutherdekade vom Verband kirchlicher Archive der Evangelischen Kirche in Deutschland konzipierte Schau macht auf 15 Bildwänden deutlich, dass jede Zeit ihren Luther gehabt hat. Die Ausstellung ist eine Einladung, Martin Luther 500 Jahre nach dem Thesenanschlag neu zu begegnen, Klischees zu überdenken und die Originalität des Reformators hinter dem jeweiligen Zeitgeist zu entdecken.

Musik zur Ehre Gottes

Die Bach-Edition des Bayerischen Rundfunks im Augustinum

© Bayerischer Rundfunk
Augustinum Kulturhighlights 2018 - Musik zur Ehre Gottes

„Soli Deo Gloria“ – „Allein Gott zur Ehre“, so unterzeichnete Johann Sebastian Bach seine Kompositionen. Johannes-Passion, Matthäus-Passion, Weihnachtsoratorium und die Messe in h-Moll: Der Chor des Bayerischen Rundfunks hat unter der Leitung von Peter Dijkstra und den beiden renommierten Ensembles für Alte Musik Concerto Köln und Akademie für Alte Musik Berlin die vier Hauptwerke von Johann Sebastian Bach auf DVD aufgenommen.

Was diese Konzertfilme so sehenswert macht, ist ihre je eigene sensible Inszenierung und das herausragende künstlerische Niveau aller Beteiligten: die hervorragenden Vokalsolisten, der immer wieder in höchsten Tönen gelobte „glasklare Klang“ und die „ungeheure Plastizität“ des Chors des Bayerischen Rundfunks und natürlich die beiden Originalklang-Ensembles.

Unerhört!?

Danielle Chlupka über den Umgang mit Schwerhörigkeit und Möglichkeiten der Hörtechnik

© Christian Topp

Fast jeder fünfte Deutsche über 14 Jahre hört schlecht. Ab dem 65. Lebensjahr sind ca. 50% der Männer und 33% der Frauen von Schwerhörigkeit betroffen. Die meisten merken es zu spät, denn der späte Hörverlust verläuft meist schleichend. Oft merken es die Partner, Eltern und Kinder, Freunde und Kollegen eher als die Betroffenen, dass bei ihnen nicht mehr alles ankommt. Irgendwann wird das Verstehen zur Schwerstarbeit.

Das muss nicht sein, weiß Danielle Chlupka aus eigener Erfahrung. Die Hörgeschädigten-Pädagogin aus dem SchulCentrum Augustinum ist selber seit ihrem 3. Lebensjahr zu 50% hörgeschädigt. Sie referiert über Ursachen und Auswirkungen von Hörschädigungen, Möglichkeiten der Hörtechnik sowie über gelungene Hör- und Kommunikationsstrategien für ein aktives und autarkes soziales Leben.

Zukünftige Ballettstars tanzen im Augustinum

Das Bundesjugendballett von John Neumeier

Nijinsky Gala 2017 BJB © Kiran West

Das Bundesjugendballett wurde im September 2011 von John Neumeier gegründet. Es ist beheimatet am Ballettzentrum Hamburg und fördert ein Ensemble aus acht internationalen Tanztalenten zwischen 18 und 23 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung für jeweils maximal zwei Jahre. Die Tänzerinnen und Tänzer sind offen für andere Tanzformen und verstehen sich als Vermittler zwischen Jugendkultur, Hochkultur und Bevölkerung, denn ihr erstes Ziel ist es, Menschen für das Ballett zu begeistern. Hierfür erfindet die Compagnie als kleines Ensemble ohne feste Spielstätte den Tanz stetig neu - an Orten, die fernab von jeder herkömmlichen Ballettgeographie liegen.