Kulturhighlights 2019



Das Europa der Sprichwörter

Ein heiteres Erzählprogramm mit Rolf-Bernhard Essig

© Rolf-Bernhard Essig

Was meinen Italiener, wenn sie „Die Katze und der Fuchs“ sagen? Oder Schweden mit dem Gruß „Guten Tag, Axtstiel“? Warum bezeichnet man in Irland die Napfschnecke als den gefährlichsten Fisch in der See? Oder warum wartet man in Finnland mit dem Bart im Briefkasten? Was geschah wirklich bei Waterloo und wieso wurde es für eine Niederlage sprichwörtlich?

Kurz und prägnant spiegeln Sprichwörter aus ganz Europa Lebensweisheiten und -erfahrungen. Hinter ihnen stecken faszinierende Geschichten, die der Historiker und Entertainer Dr. Rolf-Bernhard Essig ausgesucht hat und zum Besten gibt. Dabei klärt er auch unterhaltsam über die Hintergründe auf, die zu identischen Sprichwörtlichkeiten und amüsanten Varianten führten. Und selbstverständlich können Sie den „Sprichwörterpapst“, wie er in der Presse bezeichnet wurde, auch nach Herzenslust mit Fragen löchern.

Music Connects Europe

Konzert und Reiseimpressionen von und mit dem Duo ICstrings

© ICstrings

Ivan Knezevic, Violine
Caroline Busser, Violoncello

Ivan Knezevic, ehemaliger Konzertmeister des Folkwang Kammerorchesters Essen, und Caroline Busser, Solo-Cellistin des Orchesters im Pfalztheater Kaiserslautern, nahmen sich 2018 eine Auszeit von ihren Diensten und reisten ein Jahr lang mit dem Wohnmobil durch Europa. Dabei gaben sie Konzerte, drehten Musikvideos und entdeckten die verschiedenen Musikstile Europas. Trotz aller Unterschiede der europäischen Länder konnten sie beweisen, dass Menschlichkeit, Natur und Musik keine Grenzen kennen.

Bei ihrem Konzert entführen Caroline Busser und Ivan Knezevic mit Klängen, Geschichten und Bildern in die vielseitige Welt Europas.

Zukünftige Ballettstars tanzen im Augustinum

Das Bundesjugendballett von John Neumeier

Nijinsky Gala 2017 BJB © Kiran West

Das Bundesjugendballett wurde im September 2011 von John Neumeier gegründet. Es ist beheimatet am Ballettzentrum Hamburg und fördert ein Ensemble aus acht internationalen Tanztalenten zwischen 18 und 23 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung für jeweils maximal zwei Jahre. Die Tänzerinnen und Tänzer sind offen für andere Tanzformen und verstehen sich als Vermittler zwischen Jugendkultur, Hochkultur und Bevölkerung, denn ihr erstes Ziel ist es, Menschen für das Ballett zu begeistern. Hierfür erfindet die Compagnie als kleines Ensemble ohne feste Spielstätte den Tanz stetig neu - an Orten, die fernab von jeder herkömmlichen Ballettgeographie liegen.

 

 

„Bring mir vom Wasser des Lebens…“

Gidon Horowitz erzählt europäische Märchen von Heilung und Erlösung

© B. Walter

Märchen sind Kostbarkeiten aus einem großen Schatz, von dem die Menschen seit Urzeiten schöpfen. Ihre Bilder und Gestalten voller Weisheit und Humor laden ein zu einer inneren Reise durch nicht alltägliche Ebenen der Wirklichkeit. Zudem vermitteln sie das überlieferte Wissen und die Verbundenheit der Kulturen in all ihrer Vielfalt. Das gilt speziell auch für die europäischen Märchen, in denen wir immer wieder ähnlichen Motiven und Handlungsabläufen begegnen. So beginnen viele Märchen mit einer lebensbedrohlichen Krise. Krankheit, Not oder Verzauberung veranlassen die Heldinnen und Helden, sich auf den Weg zu machen, um nach Heilung und Erlösung, nach dem Wasser des Lebens zu suchen. Und die Rettung wird oft dort gefunden, wo sie am wenigsten vermutet wurde…

Gidon Horowitz, Schriftsteller und Psychotherapeut, ist einer der bekanntesten Märchenerzähler im deutschen Sprachraum.

Streifzug durch Europa

Das WunderWelten-Festival zu Gast im Augustinum

© Marcus Haid

Das WunderWelten-Festival steht für packende Live-Reportagen in fremde Welten und andere Kulturen – oder auch zu scheinbar gewöhnlichen und doch eindrucksvollen Orten. Professionelle, zum Teil mehrfach ausgezeichnete Reisejournalisten zeigen atemberaubend schöne Fotos und begleiten diese mit spannenden Vorträgen und stimmungsvoller Musik. 2019 präsentiert des WunderWelten-Festival sieben Live-Reportagen im Theatersaal des Augustinum Heidelberg und lädt Bewohner und Gäste des Hauses auf einen Streifzug durch Europa ein.

Sankt Petersburg und das Baltikum

Live-Multivision von Dieter Hadamitzky

© Dieter Hadamitzky

Sankt Petersburg wurde im 18. und 19. Jahrhundert nach westeuropäischem Vorbild errichtet. Noch heute sind die Spuren dieser deutschen Vergangenheit allgegenwärtig. Der mehrfach ausgezeichnete Reisefotograf Dieter Hadamitzky bestaunt die prächtigen Bauten und blickt zurück auf die Pracht und das Leid der Zaren in der Stadt an der Newa.

Ebenfalls deutschen Spuren folgt er in Riga und stattet Thomas Mann auf der Kurischen Nehrung einen Besuch ab. Die wechselhafte Geschichte des Baltikums spiegelt er unter anderem mit Episoden über den KGB und einem Rundgang durch das Ghetto von Vilnius. Glauben und Traditionen werden anschaulich in den orthodoxen Kirchen oder beim Mittsommer-Fest. Zu den Höhepunkten der Vortragsreise, die mit einer Ballonfahrt über Vilnius luftig endet, gehören die historische Altstadt von Tallinn und die Jugendstilhäuser in Riga.

Kännchen & Ständchen - Einladung ins Wiener Kaffeehaus

Vortrag und Lesung von Renatus Deckert

© Karsten Thielker

Der Ruf des Wiener Kaffeehauses ist legendär. Seine Blütezeit erlebte es um die Jahrhundertwende; damals gab es in der österreichischen Hauptstadt rund 600 Kaffeehäuser. Sie waren Treffpunkt und Büro zugleich für Literaten, Künstler und Intellektuelle. Hier wurden Nachrichten aus aller Welt mittels der kostenlos ausgelegten Zeitungen gehandelt und diskutiert, Revolutionen geplant, Memoiren, Romane und Symphonien geschrieben. Der Schriftsteller Stefan Zweig nannte das Kaffeehaus „die beste Bildungsstätte seiner Jugend“, der Schriftsteller und Literaturkritiker Alfred Polgar gar „eine Weltanschauung“.

Der Literaturwissenschaftler Dr. Renatus Deckert ist als Schriftsteller und Herausgeber tätig. Er liest Anekdoten und augenzwinkernde Geschichten von passionierten Kaffeehausgängern wie Peter Altenberg, Karl Kraus, Joseph Roth und Arthur Schnitzler.

Musik zur Ehre Gottes

Die Bach-Edition des Bayerischen Rundfunks im Augustinum

© Bayerischer Rundfunk
Augustinum Kulturhighlights 2018 - Musik zur Ehre Gottes

„Soli Deo Gloria“ – „Allein Gott zur Ehre“, so unterzeichnete Johann Sebastian Bach seine Kompositionen. Johannes-Passion, Matthäus-Passion, Weihnachtsoratorium und die Messe in h-Moll: Der Chor des Bayerischen Rundfunks hat unter der Leitung von Peter Dijkstra und den beiden renommierten Ensembles für Alte Musik Concerto Köln und Akademie für Alte Musik Berlin die vier Hauptwerke von Johann Sebastian Bach auf DVD aufgenommen.

Was diese Konzertfilme so sehenswert macht, ist ihre je eigene sensible Inszenierung und das herausragende künstlerische Niveau aller Beteiligten: die hervorragenden Vokalsolisten, der immer wieder in höchsten Tönen gelobte „glasklare Klang“ und die „ungeheure Plastizität“ des Chors des Bayerischen Rundfunks und natürlich die beiden Originalklang-Ensembles.

Die 60er-Jahre-Revue

Konzert mit dem Trio Viviparie

© Lianhuheng Dai
Augustinum Kultur Viviparie

Valerie Koning: Gesang
Marian Henze: Gesang
Nikolai Juretzka: Klavier

Die 60er Jahre waren eine aufregende Zeit: Der Mensch eroberte den Weltraum, die Berliner Mauer wurde gebaut, die Röcke wurden kürzer, die Haare länger, die Beatles prägten mit ihren Hits den Soundtrack einer ganzen Generation und in Deutschland erfreute sich jeder, vom Kind bis zur Großmama, an der Stimme von Heintje.

Valerie Koning, Marian Henze und Nikolai Juretzka, bekannt aus dem „Traumschiff“, unternehmen mit Ihnen eine nostalgische Reise in die 60er Jahre. Beste musikalische Unterhaltung ist mit Schlagern von „Ich will keine Schokolade“ bis „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ garantiert!

Lebenslänglich frohlocken

Skurriles aus dem Alltag einer Harfenistin - Gelesen und gezupft von Silke Aichhorn

© Markus Aichhorn

Sie gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Harfenistinnen in Europa, nun bringt Silke Aichhorn ihre skurrilen Erfahrungen aus dem Konzertbusiness auf die Bühne. „Lebenslänglich frohlocken“ ist ein Programm, das von missglückten Beerdigungen, Hochzeiten mit organisationswütigen Bräuten und Schwiegermüttern, über die jährliche vorweihnachtliche Bethlehemralley bis zu absurden Harfentraporten in entlegene Burgen und Kirchtürme reicht. Mit dem ihr eigenen Humor, eloquent und charmant, erzählt die Harfenistin wahre Begebenheiten, die sie mit virtuosem Harfenspiel umrahmt.

Die als Solistin wie Kammermusikerin konzertierende Musikerin gehört zu den gefragtesten und vielseitigsten Harfenistinnen ihrer Generation; ihre Ausbildung erhielt sie am Conservatoire de Lausanne und an der Hochschule Köln, sie ist mehrfache Preisträgerin internationaler Wettbewerbe sowie mehrerer Kulturpreise. Silke Aichhorn hat bisher 24 CDs eingespielt, ist Hospizbotschafterin der Caritas, wohnt am Chiemsee und begeistert für ihr Leben gerne Menschen mit ihrem Instrument.

Europa: Historische Panoramen

Vorträge von Frank S. Becker

© U. Osterkamp

Frank S. Becker, 1952 in Marburg geboren, arbeitete nach Studium der Physik in Karlsruhe und Promotion in München seit 1981 in einer Reihe von Funktionen in der Industrie. Früh entdeckte er die Lust am Schreiben, verfasste später zahlreiche Fachveröffentlichungen und lieferte Text- und Fotobeiträge für Reiseführer. Die Römerzeit faszinierte ihn seit der Jugend; seit über drei Jahrzehnten reist er individuell auf den Spuren der Antike durch Europa, den Mittelmeerraum und den Nahen / Mittleren Osten. Seit Ende der 1980er Jahre umfasst sein Interessensschwerpunkt zunehmend auch den islamischen Kulturkreis. Die Ergebnisse seiner Reisen bilden die Grundlage für seine Lichtbildervorträge sowie die sorgfältig recherchierten Historischen Romane.

In seinen Vorträgen beleuchtet Frank S. Becker die Geschichte Europas aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

Schlagzeug-Akrobatik

Allround-Jazzdrummer Torsten Zwingenberger zu Gast im Augustinum

© Christa Brockmann

Torsten Zwingenberger hat mit Drumming 5.1 eine sensationelle Technik des Schlagzeugspiels entwickelt, für die er das klassische Drumset um vielfältige Perkussionsinstrumente erweitert und mit artistischer Präzision aller vier Gliedmaßen bespielt. Die beidhändig offene Schlagzeugspielweise mit Handpercussions verzahnt er dabei virtuos mit bis zu fünf gleichzeitig gespielten Fußpedalen, so dass ein ungeheuer dichter Klangteppich entsteht, handmade und ohne jede elektronische Hilfsmittel.

Jazzfreunde können sich auf einen der bekanntesten deutschen Allround-Jazzdrummer freuen: Mit verschiedenen Besetzungen verwöhnt Torsten Zwingenberger sein Publikum technisch virtuos und mit viel Spielfreude mit alten und neuen Jazzstilen.