Kulturhighlights 2019



Streifzug durch Europa

Das WunderWelten-Festival zu Gast im Augustinum

© Marcus Haid

Das WunderWelten-Festival steht für packende Live-Reportagen in fremde Welten und andere Kulturen – oder auch zu scheinbar gewöhnlichen und doch eindrucksvollen Orten. Professionelle, zum Teil mehrfach ausgezeichnete Reisejournalisten zeigen atemberaubend schöne Fotos und begleiten diese mit spannenden Vorträgen und stimmungsvoller Musik. 2019 präsentiert des WunderWelten-Festival sieben Live-Reportagen im Theatersaal des Augustinum Heidelberg und lädt Bewohner und Gäste des Hauses auf einen Streifzug durch Europa ein.

 

 

 

Europa: Historische Panoramen

Vorträge von Frank S. Becker

© U. Osterkamp

Frank S. Becker, 1952 in Marburg geboren, arbeitete nach Studium der Physik in Karlsruhe und Promotion in München seit 1981 in einer Reihe von Funktionen in der Industrie. Früh entdeckte er die Lust am Schreiben, verfasste später zahlreiche Fachveröffentlichungen und lieferte Text- und Fotobeiträge für Reiseführer. Die Römerzeit faszinierte ihn seit der Jugend; seit über drei Jahrzehnten reist er individuell auf den Spuren der Antike durch Europa, den Mittelmeerraum und den Nahen / Mittleren Osten. Seit Ende der 1980er Jahre umfasst sein Interessensschwerpunkt zunehmend auch den islamischen Kulturkreis. Die Ergebnisse seiner Reisen bilden die Grundlage für seine Lichtbildervorträge sowie die sorgfältig recherchierten Historischen Romane.

In seinen Vorträgen beleuchtet Frank S. Becker die Geschichte Europas aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

 

 

Zeitdeuter. Reporter beschreiben Europa

Ausgezeichnete Reporterinnen und Reporter stellen im Augustinum ihre Texte vor

© Frank Rothe, Die Zeit, privat, Anna Szkoda

"Zeitdeuter. Reporter beschreiben Europa" heißt eine außergewöhnliche Veranstaltungsreihe im Kulturprogramm des Augustinum. Aus unterschiedlichen Perspektiven werden die vier Journalistinnen und Journalisten Jana Simon, Emilia Smechowski, Steffen Dobbert und Malte Henk "Europa!", das Kultur-Jahresmotto des Augustinum, beleuchten und ihre Texte in den Seniorenresidenzen des Augustinum vorstellen. Im Anschluss ist das Publikum zur Diskussion eingeladen. Die Themen reichen von der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA und dem Brexit bis zum Leben polnischer Migranten in Deutschland. So unterschiedlich die Themen, so verschieden die journalistischen Darstellungsformen: Essay, Interview oder Reportage. Allen vier Autorinnen und Autoren ist gemein, dass ihre Arbeiten mit dem Deutschen Reporterpreis prämiert worden sind. Der Reporterpreis, ein Preis von Journalisten für Journalisten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Talente zu fördern und Debatten anzustoßen, wird seit 2010 von der Münchner Augustinum Gruppe unterstützt.

 

 

„Bring mir vom Wasser des Lebens…“

Gidon Horowitz erzählt europäische Märchen von Heilung und Erlösung

© B. Walter

Märchen sind Kostbarkeiten aus einem großen Schatz, von dem die Menschen seit Urzeiten schöpfen. Ihre Bilder und Gestalten voller Weisheit und Humor laden ein zu einer inneren Reise durch nicht alltägliche Ebenen der Wirklichkeit. Zudem vermitteln sie das überlieferte Wissen und die Verbundenheit der Kulturen in all ihrer Vielfalt. Das gilt speziell auch für die europäischen Märchen, in denen wir immer wieder ähnlichen Motiven und Handlungsabläufen begegnen. So beginnen viele Märchen mit einer lebensbedrohlichen Krise. Krankheit, Not oder Verzauberung veranlassen die Heldinnen und Helden, sich auf den Weg zu machen, um nach Heilung und Erlösung, nach dem Wasser des Lebens zu suchen. Und die Rettung wird oft dort gefunden, wo sie am wenigsten vermutet wurde…

Gidon Horowitz, Schriftsteller und Psychotherapeut, ist einer der bekanntesten Märchenerzähler im deutschen Sprachraum.

Das Europa der Sprichwörter

Ein heiteres Erzählprogramm mit Rolf-Bernhard Essig

© Rolf-Bernhard Essig

Was meinen Italiener, wenn sie „Die Katze und der Fuchs“ sagen? Oder Schweden mit dem Gruß „Guten Tag, Axtstiel“? Warum bezeichnet man in Irland die Napfschnecke als den gefährlichsten Fisch in der See? Oder warum wartet man in Finnland mit dem Bart im Briefkasten? Was geschah wirklich bei Waterloo und wieso wurde es für eine Niederlage sprichwörtlich?

Kurz und prägnant spiegeln Sprichwörter aus ganz Europa Lebensweisheiten und -erfahrungen. Hinter ihnen stecken faszinierende Geschichten, die der Historiker und Entertainer Dr. Rolf-Bernhard Essig ausgesucht hat und zum Besten gibt. Dabei klärt er auch unterhaltsam über die Hintergründe auf, die zu identischen Sprichwörtlichkeiten und amüsanten Varianten führten. Und selbstverständlich können Sie den „Sprichwörterpapst“, wie er in der Presse bezeichnet wurde, auch nach Herzenslust mit Fragen löchern.

Musik zur Ehre Gottes

Die Bach-Edition des Bayerischen Rundfunks im Augustinum

© Bayerischer Rundfunk
Augustinum Kulturhighlights 2018 - Musik zur Ehre Gottes

„Soli Deo Gloria“ – „Allein Gott zur Ehre“, so unterzeichnete Johann Sebastian Bach seine Kompositionen. Johannes-Passion, Matthäus-Passion, Weihnachtsoratorium und die Messe in h-Moll: Der Chor des Bayerischen Rundfunks hat unter der Leitung von Peter Dijkstra und den beiden renommierten Ensembles für Alte Musik Concerto Köln und Akademie für Alte Musik Berlin die vier Hauptwerke von Johann Sebastian Bach auf DVD aufgenommen.

Was diese Konzertfilme so sehenswert macht, ist ihre je eigene sensible Inszenierung und das herausragende künstlerische Niveau aller Beteiligten: die hervorragenden Vokalsolisten, der immer wieder in höchsten Tönen gelobte „glasklare Klang“ und die „ungeheure Plastizität“ des Chors des Bayerischen Rundfunks und natürlich die beiden Originalklang-Ensembles.

duo tuba & harfe

Konzert mit Andreas Milder, Harfe, und Andreas Martin Hofmeir, Tuba

© Philippe Gerlach

Das weltweit erste Duo mit der ungewöhnlichen Besetzung von Tuba und Harfe gründete sich 2005. Seither ist es sehr erfolgreich und trat unter anderem bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie dem Schleswig-Holstein Musikfestival auf. Da Stücke für diese Besetzung quasi nicht existierten, präsentiert das Ensemble eine bunte Mischung aus Auftragskompositionen und bearbeiteten Werken, etwa von Robert Schumann, Franz Schubert und Richard Wagner. Beide Instrumente erklingen im Konzert nicht nur gemeinsam, sondern werden auch einzeln vorgestellt, damit der Zuhörer einen besseren Höreindruck bekommt.

Andreas Milder ist Soloharfenist beim WDR Rundfunkorchester Köln. 2005 und 2008 war er einziger Finalist für Harfe beim Deutschen Musikwettbewerb. Daneben ist er Professor an der Musikhochschule in Würzburg. Andreas Martin Hofmeir studierte Tuba an den Musikhochschulen in Berlin, Stockholm und Hannover. Als Solotubist gewann er unter anderem den Preis des deutschen Musikwettbewerbs 2005 als erster Tubist überhaupt, 2016 folgte der Echo Klassik. Seit 2006 ist Andreas Martin Hofmeir Professor an der Universität Mozarteum Salzburg.