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Blickwinkel Licht und Schatten

Sonntag, 9. September 2018 - Sonntag, 28. Oktober 2018

Ausstellungseröffnung mit Werken von 14 Fotografi(nn)en aus Kassel und Umgebung | Leitung: Sabine Große

© Foto: Horst Schmier

Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und
die ganze Schönheit des Lebens setzen sich
aus Licht und Schatten zusammen.”
Leo Tolstoi


Die Fotografie trägt schon im Namen, dass sie so sehr wie kein anderes Medium von der Auseinandersetzung mit Licht und Schatten lebt. Das „Zeichnen mit Licht“ fasziniert bereits seit Jahrhunderten Künstler und Betrachter gleichermaßen. Legendär sind die Schattenbilder von Paul Himmel oder Floris Neusüss, die in doppeltem Sinn kontrastreichen Fotos von Elliott Erwitt oder Josef Koudelka oder die einzigartigen Lichtstimmungen in Michael Kennas Werk.

14 Fotograf(inn)en aus Kassel und Umgebung haben sich über einen Zeitraum von zwei Jahren intensiv mit dem Thema „Licht und Schatten“ auseinandergesetzt und seine Vielschichtigkeit mit der Kamera eingefangen – angefangen von klassischen Schattenbildern über kunstvolles Spiel mit Projektionen und Reflexionen bis hin zum Kontrast zwischen Licht und Schatten im übertragenen Sinne. Entstanden ist eine Ausstellung mit Fotografien in Schwarzweiß und Farbe, in der die ganze Bandbreite dessen zu sehen ist, was das „Zeichnen mit Licht“ ausmacht.

Ein Projekt der Volkshochschule Region Kassel

Leitung: Sabine Große

Fotograf(inn)en: Klaus Biermann, Heinz-Wilhelm Bürks, Marianna Burger, Eva Feyerabend, Reinhold Kilbinger, Erika Koop-Staude, Stefan Reiter, Marcel Sachelli, Walter Schartel, Horst Schmier, Debora Schmidt, Florian Schmidt, Dorle Thiel, Bernhard Tollkötter

Ort: Foyer
Uhrzeit: 17:00 bis 18:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Ausstellungseröffnung
Vortragender: Sabine Große und 14 Fotograf(inn)en aus Kassel und Umgebung

Künstlerpaare
Frida Kahlo & Diego Rivera

Dienstag, 30. Oktober 2018

Vorlesung mit Kunsthistorikerin Dr. Ellen Markgraf

© Illustration: Christian Topp, München

Sie liebten sich, sie hassten sich, sie trennten sich und heirateten ein zweites Mal: Die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo (1907-1954) und der mexikanische Maler Diego Rivera (1886-1957). Während seine Kunst stark politisch orientiert ist, malte Kahlo sich und ihr schwieriges Leben, zu dem sie seit einem tragischen Unfall in ihrer Jugend gezwungen war. Nach dieser Zäsur gab es für diese lebendige und lebenslustige Frau nur noch zwei Körperteile, die sie nie im Stich ließen: ihr Kopf und ihre Hände. Der Vortrag würdigt zwei in ihrer Beziehung gefangene Menschen und das jeweilige so unterschiedliche künstlerische Werk.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung | Bilder-Vortrag
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf

Schicksalsjahre der Stadt Kassel –
eine autobiografische Skizze

Donnerstag, 1. November 2018

Lesung und Buchvorstellung von Günter Boller

Buchcover © Mit freundlicher Genehmigung des Euregioverlags

Als eine der schönsten Städte Europas war Kassel im 18. Jahrhundert ein begehrtes Reiseziel und geistig anregendes Lebenszentrum für Gelehrte aus dem In- und Ausland. Am 22. Oktober 1943 geschah dann der verheerende Bombenangriff, bei dem die Kasseler Altstadt in weniger als 30 Minuten zu 97 % zerstört wurde.

Der Autor Günter Boller war damals acht Jahre alt. Er erlebte die Bombenangriffe in der Nähe der Kasseler Altstadt in einem Keller in der Ysenburgstraße. Er hatte das Glück, die mittelalterlich geprägte Stadt mit ihrem besonderen Flair noch zu erleben und blickt zurück  auf die Zeit der Zerstörung und des Wiederaufbaus.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Lesung und Buchpräsentation
Vortragender: Günter Boller

Cinema Augustinum | Musik zur Ehre Gottes
Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe

Freitag, 2. November 2018

Konzertfilm mit einführendem Kurz-Vortrag von Jürgen Seeger,
Koordinator der BR-Bachedition

© BR Klassik

Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe ist eines der größten Meisterwerke der Musikgeschichte. Auf berührende Weise drückt sie den ewig-menschlichen Zukunftswunsch aus, der in jeder Messe formuliert wird: dass Himmel und Erde, Gott und die Menschen in Einklang kommen. Mit einer differenzierten Lichtregie, der Einbeziehung von Detailaufnahmen markanter Kunstwerke aus der St. Lorenzkirche in Nürnberg sowie einer wechselnden räumlichen Anordnung der Mitwirkenden geht diese Produktion über hergebrachte Konzertdarbietungen weit hinaus. So erstrahlt der Kirchenraum  im „Credo“ erstmals in voller Höhe und in vollem Glanz, während das Licht im folgenden Teil nach und nach schwindet -  das „Cruzifixus“ wirkt irdisch und schwer. Mit jedem Paukeneinsatz des Schlusschores „Dona nobis pacem“ kehrt das Licht zurück, bis die Kirche am Ende wieder in aller Schönheit und Feierlichkeit erstrahlt.

Der Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Peter Dijkstra hat die h-Moll-Messe zusammen mit dem Originalklang-Ensemble Concerto Köln in der gotischen Lorenzkirche Nürnberg aufgeführt. Die Solisten sind Christina Landshamer, Sopran, Anke Vondung, Alt, Maximilian Schmitt, Tenor, und Andreas Wolf, Bass.

Regie: Elisabeth Malzer
Szenische Gestaltung: Folkert Uhde

Eine Kooperation von BR und ARTE mit der Internationalen Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Konzertfilm mit Kurzvortrag von Jürgen Seeger
Vortragender: Filmdauer: 107 Minuten

Neun Schritte TANGO

Sonntag, 4. November 2018

gelesene und gespielte Tangos

mit Andrea Appel & Pedro Soriano, Texte

Maike Gränzdörffer, Violoncello
Ramona Nitsch, Klavier
Dietlind Roll, Flöte
Tobias Scheer, Trompete
Pedro Soriano, Percussion

Argentinien um 1900 – die Stadt Buenos Aires wird von Einwanderungsströmen aus Europa überschwemmt und platzt aus ihren Nähten. Derart mit den Massen von Einwanderern überfordert, stellt sich bei diesen schnell Enttäuschung ein und was bleibt, ist der Ausweg in Kriminalität, das Vergessen in Bordellen und Spielhöllen und … in der Musik. Es entsteht der Tango – ein Tanz, so variationsreich wie die Herkunft seiner Tänzer… erleben Sie Tango in Texten und Musik.

Ort:
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei – Spende für die Künstler erbeten!
Veranstaltungsart: Konzert mit Lesung

Sergej Rachmaninow – Klavierstücke

Dienstag, 6. November 2018

Klavierabend zum 145. Geburtstag des russischen Komponisten

Es musizieren Studierende der Musikakademie „Louis Spohr“ Kassel aus der Klavierklasse von Iwan Urwalow. Zu hören sind Klavierwerke von dem berühmtesten russischen Komponisten und Pianisten Sergej Rachmaninow (1873-1943), u. a. die selten gespielte Suite Opus 11 für das Klavier zu vier Händen.
Fünf junge Pianisten aus Deutschland, Ukraine, Usbekistan und China zeigen ihr Können.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 10:58
Eintritt: frei – Spende erbeten
Veranstaltungsart: Klavierkonzert
Vortragender: Studierende der Musikakademie „Louis Spohr“ Kassel

Farbenrausch in Stoff

Mittwoch, 7. November 2018

Vernissage mit Patchworkarbeiten der
„Seven Patch Quilter“

Scrafiti © Dr. Karin Fürer

Die Patchworkgruppe „Seven Patch Quilter“ besteht jetzt seit 18 Jahren und die Begeisterung für dieses kreative Hobby ist ungebrochen, was sich in den Ideen für traditionelle und moderne Arbeiten manifestiert. Diese sind im Augustinum Kassel bis Mitte Januar zu sehen. Folgen Sie unserer Einladung zu einem kleinen Umtrunk und der Begegnung mit den Stoffkünstlerinnen und ihren Werken!

Ort: Foyer
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Ausstellungseröffnung
Vortragender: Seven Patch Quilter

November-Blues? Nein danke!

Donnerstag, 8. November 2018

Mit dem Duo „Texte und Töne“ – Heidrun Roosen & Hans Dinant

Die letzten Vögel sind gen Süden gezogen, es wird schon am Nachmittag dunkel, ein grauer Regen nieselt durch die Straßen, es ist nun wirklich Herbst! Unsere Gedanken werden trüber, der Novemberblues schleicht sich ein.

Dagegen gibt es ein Mittel: Zwei literarisch-musikalische erfahrene Menschen liefern frei Ohr und Herz die passende Medizin: Heidrun Roosen, Sängerin und Erzählerin sowie der Liedermacher und Geschichtenerzähler Hans Dinant steigen in den Ring, um der Tristesse des Spätherbstes den optimistischen und fröhlichen Kampf anzusagen.

Texte von Tucholsky, Kästner, Loriot und vielen anderen Geistesgrößen helfen, ein wenig Farbe in das Grau des Novembers zu zaubern. Dabei darf natürlich  "Selbstgestricktes" an Texten und Liedern nicht fehlen.
Helle und besinnliche Gedanken für dunkle Tage . . .

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei – Spende für die Künstler erbeten!
Veranstaltungsart: Lesung mit Musik
Vortragender: Heidrun Roosen & Hans Dinant

Der Kontrabass.
Das Erfolgsstück von Patrick Süskind

Montag, 12. November 2018

Solo-Theater mit Hajo Mans

© Hajo Mans

Ein Mann und sein Instrument. Der namenlose und hoffnungslos neurotische Kontrabassist hockt in seiner Wohnung und wartet auf den Auftritt am Abend. Wagners „Rheingold“ wird es geben vor dem Ministerpräsidenten in der ersten Reihe. Aber wichtiger noch: Sarah wird da sein, die Sopranistin, in die er sich verliebt hat. Allerdings weiß die Auserwählte bis jetzt weder von seinen Gefühlen noch von seiner Existenz. Und das ist das Problem. Wer nimmt schon einen Kontrabassisten am dritten Pult in der letzten Reihe eines Orchesters wahr? Die Zeit ist reif für eine Abrechnung, mit den Solisten und Dirigenten, mit rücksichtslosen Komponisten, mit einer Welt, die ihn weder beachtet noch versteht, und vor allem mit diesem monströsen Instrument, das ihn permanent nur behindert. Was der Musiker in seinem schallisolierten Akustikzimmer von sich gibt, ist der sarkastische Aufschrei eines frustrierten Einzelgängers. Hinter seinen kenntnisreichen Ausführungen versteckt sich eine Lebensbeichte, die erschüttern müsste, wenn sie nicht zum Lachen wäre.

Der Schauspieler Hajo Mans verkörpert diesen vereinsamten, mäßig begabten, an seiner Lebenssituation zweifelnden Kontrabassisten mit starker Präsenz und versteht es, die witzigen Momente einfühlsam hervorzuzaubern. Dabei schwankt der Zuschauer zwischen Mitgefühl und Amüsiertheit, zwischen Nachdenken und Neugier, zwischen Empathie und Ablehnung. Hajo Mans versteht es die Spannung im Stück hochzuhalten und macht mit starkem Körpereinsatz die Textvorlage zum spannend, humoristischen Theatervergnügen.

Ein umwerfend komischer, zynischer und süffisanter Monolog eines verbitterten und sehnsüchtigen Kontrabassisten.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Solo-Theater
Vortragender: Hans-Josef (Hajo) Mans

Grebenstein – hessische Stadt des Mittelalters

Mittwoch, 14. November 2018

Ein Filmprojekt von Kameramann Rainer Nagels & Heimatkundler Helmut Rosenkranz

© Rainer Nagels

Die Stadt Grebenstein mit ihrer Burgruine auf dem oberhalb gelegenen Berg gehört mit fünf gut erhaltenen mittelalterlichen Türmen und einigen Fachwerkhäusern, die noch vor dem 30-jährigen Krieg entstanden, zu den eindrucksvollsten Städten in Nordhessen. Besonders sehenswert sind die gotische Stadtkirche, das Ackerbürgermuseum und die Hagenmühle. Von alledem erzählt der Film anschaulich!

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Filmvorführung
Vortragender: Filmdauer: 60 Minuten

Klangwelten –
Vom Ausklang des Barock bis zum Spätklang der Romantik

Freitag, 16. November 2018

Konzert mit dem Kammerorchester ||: chroma
unter der Leitung von Gerhard Förster

(c) ||: chroma

Auf dem Programm des Kammerorchesters ||: chroma stehen kleine Perlen der Streichorchesterliteratur von Joseph Haydn, Gustav Holst, Franz Schubert und einer Romanze für Posaune von Carl Maria von Weber mit dem Solisten Reiner Geißler.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 10 Euro
Veranstaltungsart: Kammerkonzert
Vortragender: Kammerorchester ||: chroma

1918 – Zeit der Hoffnung und Verzweiflung

Montag, 19. November 2018

Bebilderter Vortrag von Kunsthistorikerin Anne Fingerling

Im November 1918 endete der Erste Weltkrieg und mit der Niederlage Deutschlands auch das Deutsche Kaiserreich. Die Monarchie wurde abgelöst von der Weimarer Republik. Die erste Demokratie auf deutschem Boden hatte jedoch mit zahlreichen Herausforderungen und Bedrohungen zu kämpfen. Hunger, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot bestimmten auch in Kassel den Alltag der Menschen, ebenso wie die Hoffnung auf bessere Zeiten.
Kunsthistorikerin Anne Fingerling wagt einen Blick in die aktuelle Ausstellung „1918 – zwischen Niederlage und Neubeginn“, die im Hessischen Landesmuseum und im Stadtmuseum hier in Kassel zu sehen ist. In einem Bilder-Vortrag wird die Zeit des Aufbruchs und der Hoffnung, schließlich des Niedergangs lebendig.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Bilder-Vortrag
Vortragender: Anne Fingerling

The Sixties
The man for the 60's -
John F. Kennedys tausend Tage

Mittwoch, 21. November 2018

Vortrag von Dr. Andreas Etges, LMU München

Vending Booth Photo of Jack and Jackie Kennedy, 1954 © Caroline B. Kennedy

Im Präsidentschaftswahlkampf trat John F. Kennedy als „Man for the 60's“ an. Doch inwieweit prägte er die 1960er Jahre tatsächlich? Mit Kennedys Amtsantritt im Januar 1961 verbanden sich große Hoffnungen. Die damit verbundene Aufbruchstimmung ging weit über die USA hinaus.

Der Vortrag zieht eine kritische Bilanz von Kennedys Amtszeit, die in einer Hochzeit des Kalten Krieges von schweren außenpolitischen Krisen (Mauerbau, Kubakrise) geprägt war. Zugleich musste Kennedy eine Antwort auf die immer drängendere Frage nach den Bürgerrechten für schwarze Amerikaner geben. Seine Ermordung nach „tausend Tagen“ Präsidentschaft im November 1963 verstärkte den Kennedy-Mythos, der mit bis heute fast ungebrochener internationaler Faszination anhält.

Dr. Andreas Etges ist Historiker am Amerika-Institut der LMU München. Er ist einer der führenden Kennedy-Experten, hat eine Kennedy-Biographie bei dtv veröffentlicht, größere Ausstellungen zu Kennedy kuratiert und war Berater für mehrere Fernsehdokumentationen. Gemeinsam mit Konrad Jarausch und Christian Ostermann hat er zuletzt „The Cold War: Historiography, Memory, Representation“, München: de Gruyter Oldenbourg 2017, herausgegeben.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag
Vortragender: Dr. Andreas Etges, LMU München

Künstlerpaare
Christo & Jeanne Claude

Dienstag, 27. November 2018

Vorlesung mit Kunsthistorikerin Dr. Ellen Markgraf

© Illustration: Christian Topp, München

Christo (*1935) gehörte zeitweilig zu den „Nouveau Réalistes“, jener Künstlergruppe, die sich um 1960 formierte und mit Werken aus Müll, Schrott, weggeworfenen Autoteilen und Plakatabrissen für Furore sorgten. Später realisierte er zusammen mit seiner Frau Jeanne Claude (1935-2009) Verhüllungsaktionen an Gebäuden und Großprojekte in Landschaftsräumen, Industrieobjekten oder bekannten Bauwerken. Dabei wird er als der Künstler beschrieben, sie als die Organisatorin. 1995 dementierten beide diese Arbeitsteilung. In Deutschland wurden das Künstlerpaar insbesondere durch die Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes im Jahre 1995 populär.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung | Bilder-Vortrag
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf

Claude Debussy und seine Freunde

Mittwoch, 28. November 2018

Eine Hommage zum Debussy-Jahr 2018 von dem
Duo Mattick–Huth

© Duo Mattick–Huth

Christian Mattick – Flöte und Sprecher
Mathias Huth – Klavier

Französische Musik des Impressionismus mit Texten von Claude Debussy und Marcel Proust

Große Veränderungen bahnten sich im Pariser Musikleben mit der Weltausstellung 1889 an. Durch sie wurde das Interesse an fremden, exotischen Kulturen geweckt. Angeführt von Claude Debussy, wandten sich die Komponisten vom spätromantischen Komponieren hin zu der farbenreichen, filigranen Musiksprache des Impressionismus. Das große Vorbild Debussys beeinflusste viele seiner Freunde und Schüler, sie machten ihn zu dem sanften Revolutionär, der der Musik das Tor zu neuen Welten öffnete – französische Eleganz, verbunden mit der Vielfalt der Stadt Paris zur Zeit Claude Debussys.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Moderiertes Konzert
Vortragender: Christian Mattick & Mathias Huth

Cuba - Rhythmus, Rum & Revolution

Freitag, 30. November 2018

Multivision von und mit Reisefotograf Pascal Violo

© Pascal Violo

Pascal Violo erzählt von schneeweißen Palmenstränden und üppigen Regenwäldern, von knarrenden Oldtimern und handgedrehten Zigarren, von wilden Voodoo Rhythmen und verführerischen Salsa Klängen. Im Vordergrund seiner Erzählungen steht jedoch immer die Begegnung mit den Menschen. In den Straßen Havannas mit ihrem langsam zerfallendem Charme, begegnet er Santeria Priestern und Schachmeistern, in der traumhaft anmutenden Naturlandschaft um Viñales sind es Begegnungen mit Tabakbauern & Künstlern, die ihm das Land näher bringen. Er präsentiert außerdem atemberaubende Naturaufnahmen und beeindruckende Städte-Portraits. In seinen Geschichten spürt man den Rhythmus eines Landes, das zwischen Revolution, Armut und ungebrochener Lebensfreude schwingt.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 9 Euro
Veranstaltungsart: Länderportrait | Multivision
Vortragender: Pascal Violo

Künstlerpaare
Lee Krasner & Jackson Pollock

Dienstag, 18. Dezember 2018

Vorlesung mit Kunsthistorikerin Dr. Ellen Markgraf

© Illustration: Christian Topp, München

Lange Zeit stand Lee Krasner (1908-1984) im Schatten des großen Malers Jackson Pollock (1912-1956), den sie zeitlebens unterstützte und immer wieder ermutigte, wenn er an seinen künstlerischen Fähigkeiten zweifelte. Die Lebens- und Ateliergemeinschaft erlebte Höhen und Tiefen. Erst nach dem Tod von Jackson Pollock und einer zu bewältigenden Krise konnte sich die Künstlerin stärker um ihre eigene Kunst kümmern und sich „nun leisten zu tun, was ich will“. Der Vortrag möchte einen Einblick geben in Leben und Werk des amerikanischen Ehepaares und der dazu gehörigen Strömung des „Abstrakten Expressionismus“.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vorlesung | Bilder-Vortrag
Vortragender: Dr. Ellen Markgraf

Schöne Bescherung!
Weihnachtliches im Hessischen Landesmuseum

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Bebilderter Vortrag von Kunsthistorikerin Anne Fingerling

Gemütliches Beisammensein, im Lichterglanz des Weihnachtsbaumes, am festlich gedeckten Tisch … - Jeder verbindet eigene Erinnerungen an das Fest der Liebe. Das Hessische Landesmuseum bewahrt in seinen reich gefüllten Depots auch allerlei Weihnachtliches, das in einer kleinen Sonderausstellung im Hessischen Landesmuseum zu sehen ist.

Die Kunsthistorikerin Anne Fingerling schmückt ihren Bild-Vortrag mit prächtigen Glaskugeln aus der Sammlung Volkskunde, verleiht wächsernen Engeln Flügel und berichtet von historischen Weihnachtsbräuchen.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Bilder-Vortrag
Vortragender: Anne Fingerling, Kunsthistorikerin

Ludwig Thoma: Heilige Nacht

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Lesung mit Franz Josef Strohmeier und
Zithermusik, live gespielt von Axel Rüdiger

(c)Franz Josef Strohmeier

Jetzt Leute, jetzt hörts einmal zua!
Mein Gesang is wohl ein wenig alt.
Es ist aber dennoch schön gnua
I mein, daß es euch allesammt gfallt.

So beginnt die wohl bekannteste Weihnachtsgeschichte im Süddeutschsprachigen Raum: Ludwig Thomas „Heilige Nacht“ – ein Klassiker der bayrischen Literatur.
Spätestens wenn die erste Strophe des ersten Zwischengesangs erklingt, dann ist der Zuhörer dem Zauber der Weihnachtslegende erlegen. Egal, ob er den bairischen Dialekt liebt oder ihn versteht, egal ob er mit der Geburt Christi etwas anfangen kann oder nicht. Seit Thoma vor beinah 100 Jahren die Idee hatte, die biblische Legende in einem oberbayerischen Dorf spielen zu lassen, hat der Text nichts von seiner Kraft verloren und bleibt mit seiner Kernaussage bis heute hochaktuell. So heimelig dieses Stück auch wirken mag, so kommt darin dennoch auf erschreckende Weise die Zerrissenheit der modernen Welt zum Ausdruck.

Im Zeitalter in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, der Zerfall der Mittelschicht immer weiter voranschreitet, die Altersarmut steigt, Familien aus den Ballungsräumen aufgrund unbezahlbarer Mieten wegziehen müssen, Flüchtlinge die Hilfesuchend nach Europa kommen und auf Menschen treffen die sich durch sie in ihrer materiellen Existenz bedroht fühlen – ist die Inhalt noch immer aktuell.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:30
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Lesung mit Live-Musik
Vortragender: Franz Josef Strohmeier & Axel Rüdiger

Cinema Augustinum | Musik zur Ehre Gottes
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium
Kantaten I – III und VI

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Konzertfilm – Eine Produktion von BR und ARTE in Kooperation mit der Internationalen Orgelwoche – Musica Sacra Nürnberg

Das Weihnachtsoratorium ist Johann Sebastian Bachs populärste geistliche Komposition. Es umspannt die biblische Geschichte von der Geburt Christi bis hin zur Anbetung durch die Heiligen Drei Könige. Von festlich-prachtvollem Jubel („Jauchzet, frohlocket“) bis zu stiller Kontemplation reicht das Ausdrucksspektrum. Ein Werk von ergreifender Schönheit, die noch unterstrichen wird durch die Lichtstimmungen bei dieser Konzertaufzeichnung im Münchner Herkulessaal der Residenz mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, der Akademie für Alte Musik Berlin und erstklassigen Solisten (Leitung: Peter Dijkstra). Zu jeder Kantate des Weihnachtsoratoriums werden immer wieder Meisterwerke aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen eingeblendet. So erzählen neben Johann Sebastian Bach auch Albrecht Dürer, Rembrandt, Rogier van der Weyden und eine neapolitanische Krippe aus dem 17. Jahrhundert das Weihnachtsoratorium. Das Konzert wird zum filmischen Museumsrundgang.

Regie: Elisabeth Malzer

Besetzung: Chor des Bayerischen Rundfunks, Akademie für Alte Musik Berlin,

Solisten:
Rachel Harnisch, Sopran
Anke Vondung, Alt
Maximilian Schmitt, Tenor
Christian Immler, Bass

Leitung: Peter Dijkstra

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Konzertfilm
Vortragender: Filmdauer: 108 Minuten

Gesichter Europas
Hans Christian Andersen – Streifzüge durch Europa

Samstag, 19. Januar 2019

Moderierte Lesung und Autorenportrait von Stephan Schäfer, Köln

Albert Küchler – Hans Christian Andersen, 1834

Längere Zeit an einem Ort zu bleiben, bedeutete für Andersen Erstarrung und Einengung. Ein Gefühl, in Dänemark heimisch zu sein, hat sich bei ihm zeitlebens nicht eingestellt.  Literarischer Niederschlag seiner „Zugvogelnatur“, die immer wieder zum Ausbruch kam, sind seine Reisen in allen Lebensaltern, durch große Teile Europas und bis nach Kleinasien und Nordafrika. Unter dem Motto „Streifzüge durch Europa“ werden in der Lesung Passagen seiner frühen „Schattenbilder einer Reise in die Sächsische Schweiz etc.“ und der 1840 begonnenen Reise durch Italien, Griechenland und das Donaugebiet ausgewählt. Als 58-jähriger bereiste Andersen dann erstmalig die spanische Halbinsel, deren Natur und Lebensart eine große Faszination auf ihn ausüben sollten.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Moderierte Lesung
Vortragender: Stephan Schäfer

Kunstgeschichte(n)
Eine Begegnung mit Edvard Munch

Mittwoch, 23. Januar 2019

Bilder-Vortrag von Kulturreferentin Anja Eckard (M.A.)

Edvard Munch - Selbstportrait mit Weinflasche, 1906

„Mein Leben ist merkwürdig gewesen …
fast wie ein Roman.“
Edvard Munch

Edvard Munch gilt als Wegbereiter der expressionistischen Malerei. Mit besonderer Intensität gestaltet er seelische Zustände und lebenszyklische Tragikmomente in seinen Bildern wie „der Schrei“, „das kranke Kind“ oder „Melancholie”. In diesem Bilder-Vortrag erhalten Sie einen Einblick in Leben und Werk des berühmten norwegischen Malers und Graphikers, dessen Todestag sich heute zum 75. Mal jährt.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Kunstvortrag
Vortragender: Anja Eckard (M.A.), Kulturreferentin im Augustinum Kassel

Virtuose Klangkunst aus Russland

Mittwoch, 3. April 2019

mit dem Exprompt Quartett

(c) Exprompt

Olga Kleshchenko – Domra
Alexey Kleshchenko – Balalaika
Evgenii Tarasenko – Kontrabass-Balalaika
Nikolai Istomin – Bajan (Knopfakkordeon)

Eindrucksvoll stellt Exprompt unter Beweis, welche überraschenden Möglichkeiten ein traditionelles Instrumentarium bieten kann, wenn Kreativität, Sicherheit des musikalischen Geschmacks und Mut zu neuen Ufern am Werke sind. Hinzu kommt die Fähigkeit der vier Akteure, Gefühle wie Lebensfreude, Trauer, Liebe, Melancholie musikalisch auszudrücken.

Im Programm „Frühlingsklänge aus Russland“ laden die vier Künstlern auf eine musikalische Reise durch die russischen Frühlingsfeiern ein, unter denen ein besonderer Platz der  „Maslenitza“  einnimmt. Auch klassische Werke in eigener Bearbeitungen stehen auf dem Programm: „Kavatine des Figaro“ von Rossini  und „Karneval in Venedig“ von Paganini oder „Russischer Tanz“ von Tschaikowski,  „Second Walzer“ von Schostakowitsch oder „Die Lerche“ von Glinka – Stücke, die echte Frühlingsstimmung wecken!

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 10 Euro
Veranstaltungsart: Konzert
Vortragender: Exprompt Quartett

Mark Twain: Bummel durch Europa

Mittwoch, 22. Mai 2019

Lesung und Autorenportrait von Stephan Schäfer, Köln

Mark Twain, 1907

Im Jahr 1878 verwirklichte Mark Twain seinen ehrgeizigen Plan, die „Alte Welt“ zu Fuß zu erkunden. Gemeinsam mit seinem Reisebegleiter Harris (seinem langjährigen Freund Joseph Twichell nachgebildet) ging es von Hamburg über Frankfurt, Heidelberg und den Schwarzwald in die Schweizer Alpen und nach Italien. Aus dem geplanten Fußmarsch wurde ein gemütlicher, von zahlreichen Pausen durchsetzter „Bummel durch Europa“. In seinem grandiosen Reisebericht reflektiert Twain in 50 Kapiteln immer wieder augenzwinkernd über die Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks; bisweilen nachdenklich, meist hochkomisch, dabei immer ungeheuer unterhaltsam.

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Moderierte Lesung
Vortragender: Stephan Schäfer, Köln

Gesichter Europas
Jacques Offenbach: Hoffmanns Erzählungen

Mittwoch, 19. Juni 2019

Oper einmalmal anders - Lachen, Weinen und Verstehen mit Richard Vardigans, Klavier und Erzählung

Jacques Offenbach – Foto von Félix Nadar, vor 1880

Als Basis für das Libretto diente ein, das auf verschiedenen Erzählungen E. T. A. Hoffmanns basiert, wie etwa „Der Sandmann“, „Rat Krespel“ und „Die Abenteuer der Sylvester-Nacht“. Aus diesem Schauspiel entwickelte Jules Barbier auf Wunsch Jacques Offenbachs das Opernlibretto. Kunst oder Liebe? Natürlich „Kunst“ denn die Liebe ist von Natur aus vergänglich. Daher ist es nur gut, dass Hoffmanns drei „Traumfrauen“ für ihn unerreichbar bleiben. Und möglicherweise sind die vier „Bösewichte“ doch nicht so böse, denn sie sorgen dafür, dass Hoffmann als Folge seiner Enttäuschungen in der Liebe, sich mit ganzer Kraft seiner Kunst widmen kann.

Fundiert und unterhaltsam, anspruchsvoll und amüsant, für Einsteiger und Eingeweihte skizziert Richard Vardigans mit fundiertem Opernwissen, pianistischer Virtuosität und seinem unverwechselbaren englischen Humor Hoffmanns Erzählungen – Jacques Offenbach zum 200. Geburtstag!

Ort: Festsaal
Uhrzeit: 17:00
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Moderiertes Opernportrait mit Klaviermusik
Vortragender: Richard Vardigans

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