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Kultur(t)raum Europa
Wo die Kunst erfunden wurde, Teil 2
Höhlenmalerei in Spanien und Frankreich

Donnerstag, 21. Februar 2019

Vortrag mit Lichtbildern von Ekkehard Jürgens

C) Ekkehard Jürgens

Die Vortragsreise führt nach Nordspanien und Südfrankreich, ins „Paradies der Prähistorie“. Hier wurden die meisten und die ältesten Felsbilder der Welt entdeckt. Sie sind – nach letzten Forschungsergebnissen von 2016 – bis zu 37.000 Jahre alt.

Gemalt wurden sie von umherstreifenden Jägergruppen, deren Vorfahren aus Afrika stammen. Ihre Lebensbedingungen im Europa der letzten Eiszeit waren extrem schwierig. Trotzdem brachten es die Künstler zu einer erstaunlichen Perfektion in Maltechnik und Bildgestaltung. Durch Konzentration auf drei ausgewählte Bilderhöhlen (Altamira, Lascaux und Chauvet) nimmt sich Kultur- und Medienwissenschaftler Ekkehard Jürgens Zeit für Merkwürdigkeiten im Detail. Einerseits überrascht die naturgenaue Beobachtung der eiszeitlichen Tierwelt. Andererseits staunt man über die kreative Stilisierung einzelner Figuren. Sogar räumliche Tiefendarstellung und visuelle Bewegungsformen finden sich in den frühesten Gemälden der Kunstgeschichte.

Am Schluss des Vortrags steht die Frage: Warum hat der Homo sapiens damit begonnen, seine Umwelt im Bild festzuhalten? Pointiert zugespitzt: Wozu überhaupt Kunst? Der Referent bringt dazu Thesen aus der internationalen Fachdiskussion mit.

Ort: Augustinus-Saal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag mit Lichtbildern
Vortragender: Ekkehard Jürgens

Stadt. Land. Fluss.
Kännchen & Ständchen
Einladung ins Wiener Kaffeehaus

Montag, 25. Februar 2019

Vortrag und Lesung von Dr. Renatus Deckert

Der Ruf des Wiener Kaffeehauses ist legendär. Seine Blütezeit erlebte es um die vorletzte Jahrhundertwende; damals gab es in der österreichischen Hauptstadt rund 600 Kaffeehäuser. Sie waren Treffpunkt und Büro zugleich für Literaten, Künstler und Intellektuelle. Hier wurden Nachrichten aus aller Welt mittels der kostenlos ausgelegten Zeitungen gehandelt und diskutiert, Revolutionen geplant, Memoiren, Romane und Symphonien geschrieben. Der Schriftsteller Stefan Zweig nannte das Kaffeehaus „die beste Bildungsstätte seiner Jugend“, der Schriftsteller und Literaturkritiker Alfred Polgar gar „eine Weltanschauung“.

Der Literaturwissenschaftler Dr. Renatus Deckert ist als Schriftsteller und Herausgeber tätig. Er trägt Anekdoten und augenzwinkernde Geschichten von passionierten Kaffeehausgängern wie Peter Altenberg, Karl Kraus, Joseph Roth und Arthur Schnitzler vor.

Ort: Augustinus-Saal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag/Lesung
Vortragender: Dr. Renatus Deckert

Internationaler Frauentag 2019
Komponistinnenportrait. Ein Liederabend mit Werken von Anna Teichmüller (1861-1940)

Donnerstag, 7. März 2019

Vortrag und Konzert des Deutschen Tonkünstlervereins (DTKV)

Claudia Bigos, Texte
Danuta Dulska, Sopran
Burkhard Bauche, Klavier

Am Vorabend des internationalen Frauentages erinnert die Musikwissenschaftlerin Claudia Bigos an die Komponistin der Spätromantik Anna Teichmüller: Geboren in Göttingen, Tochter eines Philosophieprofessors, Muse von Carl Hauptmann, Mitglied einer Künstlerkolonie im Riesengebirge. Wer war sie als Mensch? Wer war sie als Komponistin?

Ausgewählte Lieder, Ausschnitte aus Briefen und biografische Fakten zeichnen ein lebendiges Bild dieser besonderen Künstlerin. Danuta Dulska (Sopran) und Burkhard Bauche (Klavier) tragen ihre Lieder zum ersten Mal in Norddeutschland in Anwesenheit der Nachkommen der Komponistin vor. Tauchen Sie ein in die Welt einer Komponistin, deren Lieder es wert sind, wiederentdeckt zu werden.

Ort: Augustinus-Saal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 7 Euro
Veranstaltungsart: Moderiertes Konzert
Vortragender: Claudia Bigos, Danuta Dulska, Burkhard Bauche

Europa gestern und heute
Zentren europäischer Macht und Pracht
1. Teil: Venedig und Genua

Montag, 11. März 2019

Vierteilige Vortragsreihe von Prof. Dr. Ulrich Menzel

c) Benh Lieu Song_Creative Commons

Genua und Venedig waren im 13. und 14. Jahrhundert Rivalen um die Führungsrolle im Mittelmeer. Noch heute zeugen Bauten und Kunstwerke von ihrer einstigen Größe. Genua gehörte zum Hl. Röm. Reich deutscher Nation, Venedig bis 1187 zu Byzanz. Am westlichen Ende der kontinentalen und maritimen Seiden- und Gewürzstraßen organisierten sie den damaligen Welthandel. Im Frieden von Turin 1381 wurde Genua die westliche und Venedig die östliche Hälfte des Mittelmeers zugesprochen.

Genua orientierte sich über die französischen Alpenpässe nach Ostfrankreich und in die Niederlande, Venedig über den Brenner nach Süddeutschland. Beide Stadtrepubliken verfügten über erheblichen Kolonialbesitz und Handelsstützpunkte im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Beide waren die Vorreiter der nautischen und kommerziellen Revolution am Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit.

Der Vortragende ist emeritierter Professor für Internationale Beziehungen und Vergleichende Regierungslehre und war bis 2015 Lehrstuhlinhaber am Institut für Sozialwissenschaften der TU Braunschweig.

Ort: Augustinus-Saal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag
Vortragender: Prof. Dr. Ulrich Menzel

So klingt Europa!
Musette adrett – Französische Lebensart im Dreivierteltakt

Donnerstag, 14. März 2019

Moderiertes Konzert mit Bettina Born, Akkordeon solo

c) Matthias Seidel

In den Pariser Ballhäusern des späten 19. Jahrhunderts mischten sich Lieder aus der Auvergne mit Volksmusik italienischer Einwanderer. Als sich der Swing Manouche dazugesellte, entstand ein schwungvoller Tanz im Dreivierteltakt mit leicht melancholischer Note, der später sogar den Tango stark beeinflusste. Die Musette wurde zum Inbegriff der leichten französischen Lebensart. Wenn Musette, die Femme Fatale, bei Puccini im Quartier Latin ihren Walzer anstimmt, ist das sogar eine Hommage an das Verbotene, das Verruchte, den Skandal.

Die Akkordeonistin Bettina Born ist seit vielen Jahren bekannt für Programme mit Musettewalzern in der traditionellen Pariser Art bis hin zu Neuinterpretationen. In ihrem Konzert spielt sie ausschließlich eigene Kompositionen und verbindet sie in einer ganz persönlichen Note mit musikalischen Geschichten des Tangos.

Ort: Augustinus-Saal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Moderiertes Konzert
Vortragender: Bettina Born

Europa gestern und heute
Buntland
16 Menschen, 16 Geschichten

Dienstag, 19. März 2019

Lesung mit Lichtbildern von Oliver Lück

„Buntland“ ist eine Reise von Mensch zu Mensch. Es zeigt Deutschland, wie es in großen Teilen schon lange ist: Bunt. Zwei Jahre ist der Journalist und Fotograf durch Deutschland gereist. Er hat 16 Geschichten aus 16 Bundesländern mitgebracht: Eine ehemalige Lehrerin, die spät Englisch lernte, heute Geschichten schreibt und damit tausende Fans weltweit erreicht. Eine Umweltaktivistin, die ihren Protest zum Beruf gemacht hat. Eine achtköpfige Familie, die vor der Schulpflicht aus Hessen nach Portugal geflüchtet ist. Ein Mann, der mit den Ohren sieht. Ein Obdachloser, der davon lebt, dass er Kuscheltiere tauscht. Oder: Ein Mann aus Bayern, der drei fremden Rumänen sein vollgetanktes Auto lieh. Seine Nachbarn sagten: Du spinnst! Deinen Wagen siehst du nie wieder! Sie sollten sich wundern.

Oliver Lück stellt 16 Menschen und ihre Geschichten vor – und ein Land, das jeder kennt und das doch jedem unbekannt ist.

Ort: Augustinus-Saal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Lesung
Vortragender: Oliver Lück

Junge Talente musizieren

Montag, 25. März 2019

Konzert mit Schülerinnen und Schülern der Klasse Annika Mollat (Klavier), Städtische Musikschule Braunschweig

Die beliebte Reihe mit Konzerten der Städtischen Musikschule Braunschweig gehört längst zum festen Bestandteil unseres Kulturprogramms und wird auch in 2019 fortgesetzt. Wie gewohnt, hören Sie alle zwei Monate im Augustinum Braunschweig junge Talente – vom Steppke, der kaum ans Klavier heranreicht, bis zu Preisträgern von „Jugend musiziert“.

Am heutigen Abend spielen Schülerinnen und Schüler der Klasse Annika Mollat (Klavier) Werke von Ludwig van Beethoven, Claude Debussy, Heitor Villa-Lobos u.a..

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Städtischen Musikschule Braunschweig.

Ort: Augustinus-Saal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: Um eine Spende wird gebeten
Veranstaltungsart: Schülerkonzert
Vortragender: Schülerinnen und Schüler der Städtischen Musikschule Braunschweig

Europa gestern und heute
Das Europäische Parlament
Stimme der Bürger!?

Freitag, 29. März 2019

Live-Dokumentation von Ingo Espenschied

C) Dokulive

Alle fünf Jahre ruft das Europäische Parlament seine Bürger an die Urnen. Seit Jahrzehnten sinkt die Wahlbeteiligung, das Vertrauen in die europäische Volksvertretung ist gering. Zahnloser Debattierclub oder veritable Stimme der Bürger in Europa? Welche Rolle spielt das Europäische Parlament tatsächlich? Ein Blick hinter die Kulissen offenbart Erstaunliches.

Im Frühjahr 2019 finden die neunten Wahlen des Europäischen Parlaments statt. Seit 1979 wird es frei und direkt von seinen Bürgern gewählt. In Straßburg und Brüssel begibt sich Politologe Ingo Espenschied auf Spurensuche, spricht mit Abgeordneten verschiedenster Parteien und schaut den Parlamentariern wie auch der Verwaltung bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter.

Ein Blick zurück in die bewegte Geschichte des Europäischen Parlaments schafft zusätzlich Klarheit. Was als kleine, vor allem repräsentative Institution begann, ist im Laufe von mehr als 65 Jahren zu einem gewichtigen Political Player innerhalb der EU herangereift. Das Europäische Parlament ist heute nicht nur der Gesetzgeber in Europa – seine Geschichte ist auch Spiegel der europäischen Integration insgesamt.

Ingo Espenschied – Diplom-Politologe und Produzent, hat in Mainz, an der Pariser Sorbonne und der London School of Economics Internationale Politik studiert und gilt als ausgewiesener Experte für deutsch-französische und europäische Beziehungen.

Ort: Augustinus-Saal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 5 Euro
Veranstaltungsart: Live-Dokumentation
Vortragender: Ingo Espenschied

Augustinum Braunschweig

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Am Hohen Tore 4A
38118 Braunschweig

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