Kulturveranstaltungen

Ambitioniertes Kulturprogramm strahlt bis in die Region aus

Das Augustinum Bad Neuenahr versteht sich als ein Kulturträger der Region. Die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen im Theatersaal sind schon lange mehr als ein "Geheimtipp". Mit seinem anspruchsvollen Programm aus Vorträgen, Kino-, Konzert- und Theaterabenden unterscheidet sich das Augustinum Bad Neuenahr von einem herkömmlichen Seniorenheim.

Kontakt zum Kulturreferat

Madeleine Häusler
Tel.: 02641 / 81 - 899

Der aktuelle Veranstaltungskalender der Augustinum Seniorenresidenz Bad Neuenahr

Feuerwerk

Samstag, 29. Februar 2020

Werke der russischen Klassik von Tschaikowsky bis Frolov

© Ekaterina Kolodochka

Misha Nodelman, Violine
Markus Krebel, Klavier

Eine ganze Generation russischer Künstler wandte sich im Lauf des 19. Jahrhunderts der westlich geprägten Musik zu und machte Komponisten wie Pjotr Tschaikowsky, Sergei Rachmaninoff und Sergei Prokofieff weltweit populär. Auf dem Programm des Abends stehen zudem Werke der beiden zeitgenössischen Komponisten Rodion Shchedrin und Igor Frolov.
Aufgrund seines mühelosen meisterlichen Violinspiels gehörte Misha Nodelman bereits in jungen Jahren der russischen Musikelite an. Er ist erster Konzertmeister der Neuen Philharmonie Westfalen und mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Der Pianist Markus Krebel studierte bei Eckard Sellheim sowie in der Meisterklasse von David Levine, der sein wichtigster Lehrer war. Er konzertiert regelmäßig mit Solisten und Ensembles aus verschieden Orchestern.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 16:30
Eintritt: 15 Euro
Veranstaltungsart: Konzert

Entwicklungslinien
Wo die Kunst erfunden wurde, Teil 2

Mittwoch, 11. März 2020

Höhlenmalerei in Spanien und Frankreich

Malerei eines Steppenbisons in der Höhle von Altamira

Vortrag mit Lichtbildern von Ekkehard Jürgens, Kassel

Die Vortragsreise führt nach Nordspanien und Südfrankreich, ins „Paradies der Prähistorie“. Hier wurden die meisten und die ältesten Felsbilder der Welt entdeckt. Sie sind – nach letzten Forschungsergebnissen von 2016 – bis zu 37.000 Jahre alt. Gemalt wurden sie von umherstreifenden Jägergruppen, deren Vorfahren aus Afrika stammen. Ihre Lebensbedingungen im Europa der letzten Eiszeit waren extrem schwierig. Trotzdem brachten es die Künstler zu einer erstaunlichen Perfektion in Maltechnik und Bildgestaltung. 

Durch Konzentration auf drei ausgewählte Bilderhöhlen (Altamira, Lascaux und Chauvet) nimmt sich Kultur- und Medienwissenschaftler Ekkehard Jürgens Zeit für Merkwürdigkeiten im Detail. Einerseits überrascht die naturgenaue Beobachtung der eiszeitlichen Tierwelt. Andererseits staunt man über die kreative Stilisierung einzelner Figuren. Sogar räumliche Tiefendarstellung und visuelle Bewegungsformen finden sich in den frühesten Gemälden der Kunstgeschichte.

Am Schluss des Vortrags steht die Frage: Warum hat der Homo sapiens damit begonnen, seine Umwelt im Bild festzuhalten? Pointiert zugespitzt: Wozu überhaupt Kunst? Der Referent bringt dazu Thesen aus der internationalen Fachdiskussion mit.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 8 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag mit Lichtbildern

Im Rahmen der 5. Ahrweiler Freiheitswochen
Corinna Brüggentisch. Hausmusik

Freitag, 13. März 2020 - Donnerstag, 28. Mai 2020

Malerei

© Corinna Brüggentisch

Einführung: Rosemarie Bassi, Remagen

Corinna Brüggentisch (…) folgt keiner Inszenierung von Kindern als rosige Wonneproppen, von Eltern als zärtliche, geduldige, weiche Mütter- und Väterkörper. Stattdessen aktualisiert sie ihre Vorlagen im Malprozess, setzt sich in dieser intensiven Prozedur mit der familiären Rolle der Dargestellten auseinander, ihrem Beziehungsgefüge als verwandtschaftlichem Netz. Die gemalten Bilder sind dennoch keine Abrechnungen (…) Die Kinder werden stattdessen in einer emotionalen Komplexität gezeigt, die den tatsächlichen Erlebnissen von Kindheit viel gerechter wird, als das idealisierte Bild, das die Erwachsenen davon zeichnen. Nicht das Ablesen konkreter Emotionen am Gesichtsausdruck vermittelt diese Komplexität, sondern jene kühle Farbigkeit zum einen und zum anderen die Art und Weise, wie die Körper sich in diese Strandsituation einfügen, immer etwas verloren, immer etwas fehl am Platz. Corinna Brüggentischs Bilder sind (…) eine Auseinandersetzung mit der Konkurrenz der beiden Medien Fotografie und Malerei um die Interpretationshoheit über die Wirklichkeit.

Olga Moldaver, aus dem Vortrag zu ‚Corinna Brüggentisch: Badekappenmädchen‘

Ort: Galerie im Roten Flur
Uhrzeit: 19:30 bis 14:30
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Vernissage und Ausstellung

Kaleidoskop
Baltikum

Dienstag, 17. März 2020

Eine Reise durch Litauen, Lettland, Estland und Königsberg

© Dirk Bleyer

Live-Reportage von Dirk Bleyer

Eine Veranstaltung von Neissen-Events

Schon kurz nachdem die Mauer gefallen war, lockte es den National Geographic Fotografen Dirk Bleyer in diese lange Zeit nur schwer erreichbaren Gebiete. Die Baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie das heute russische Königsberger Gebiet haben vor allem eines gemeinsam: großartige, einsame und weithin unberührte Landschaften. Zahlreiche Seen, Flüsse und Moore laden ein zum Träumen und Genießen.
Auf den Spuren der Kreuzritter und der Hanse führte sein Weg vorbei an mächtigen Backsteinburgen, hinein in das wieder unabhängig gewordene Baltikum. In den Hauptstädten wurde er Zeuge des pulsierenden Lebens. Vilnius, Riga und Tallinn strotzen geradezu vor Vitalität und bestechen alle mit pittoresken historischen Stadtzentren. Das heute russische Königsberg ist beseelt vom Geist des Wiederaufbaus und der Besinnung an die alte großartige Geschichte.

Seit vielen Jahren bereist der Buchautor diese geschichtsträchtigen Regionen Europas. All seine Erlebnisse zeigt Dirk Bleyer in einer grandiosen Live-Multivision-Reportage. Durch das hervorragende Bildmaterial und das Zusammenspiel ausgewählter Musikstücke sowie Originaltonaufnahmen erwächst die Präsentation zu einem einfühlsamen Gesamtkunstwerk, zu einer beseelten Darstellung des heutigen Baltikums.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 17 Euro
Veranstaltungsart: Live-Reportage

Eine Veranstaltung von Neissen Events
Genial Verrückt!

Sonntag, 22. März 2020

Nichts reimt sich auf Mensch

© Dave Davis

Kabarett mit Dave Davis

Der Mensch: Genial und verrückt zugleich. Wir Menschen sind in der Lage, uns selbst auf den Mond zu schießen, aber gleichzeitig rasiert sich unsere Spezies die Augenbrauen ab, nur um sie wieder anzumalen. Wir glauben der Wissenschaft blind, dass es Atome gibt, können aber an keiner Wand mit dem Hinweis „Frisch gestrichen!“ vorbeigehen, ohne dies mit einem Fingerstreich geprüft zu haben.
Oder ganz persönlich gefragt: Wissen Sie, warum Sie so sind, wie Sie sind und ob Sie Ihrem heutigen Ich unverbesserlich ausgeliefert sind? Finden Sie Ihre Antworten in Dave Davis‘ fünftem Soloprogramm-Streich GENIAL VERRÜCKT! Davis interagiert in verblüffender Spontaneität mit seinem Publikum und lässt Sie in gewieftem Wort und geschmeidigem Gesang Ihre Einzigartigkeit entdecken. Denn nichts reimt sich auf Mensch!

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 18:00
Eintritt: 26 Euro
Veranstaltungsart: Kabarett

Entwicklungslinien
Erich Kästners literarische Kindheit

Montag, 23. März 2020

Vom Muttersöhnchen zum Jugendbuchklassiker

Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Jürgen Nelles

In Zusammenarbeit mit der KVHS 

Erich Kästners Ruf als Muttersöhnchen und als Musterschüler ist ebenso legendär wie sein Leumund als literarischer Anwalt von Kindern und Jugendlichen. Davon zeugen nicht nur zahlreiche Gedichte, sondern vor allem seine Kinderkrimis (Emil und die Detektive) sowie seine Jugendbücher (Pünktchen und Anton, Das fliegende Klassenzimmer, Das doppelte Lottchen u.a.). In allen kommt zum einen das Verständnis für die Sorgen und Probleme Heranwachsender zum Ausdruck und zum anderen das Plädoyer für Werte wie Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, Freundschaft und Vertrauen, Solidarität mit Schwächeren. Der reich bebilderte Vortrag führt das Leben und Schreiben Erich Kästners vor Augen und bringt bekannte und unbekannte Texte zu Gehör, die um menschliche Reifezeiten kreisen.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: frei
Veranstaltungsart: Vortrag mit Lichtbildern

Beethoven zum 250. Geburtstag
250 piano pieces for Beethoven

Freitag, 27. März 2020

Zeitgenössische Kompositionen, darunter eine Uraufführung

© David Kremser

Susanne Kessel, Klavier und Moderation

Bereits 2013, im Vorgriff auf das große Jubiläum, hat die international renommierte Bonner Pianistin Susanne Kessel insgesamt 250 Komponisten in 47 Ländern persönlich dazu eingeladen, jeweils ein Klavierstück zu schreiben, das sich auf Beethovens Musik oder seine Person bezieht. 250 Stücke sollten am Ende zusammenkommen – und 250 Stücke sind es tatsächlich geworden, denn alle eingeladenen Komponisten haben ein neues Werk in den Sparten Neue Musik, Jazz, Pop und Filmmusik eingereicht. Entstanden ist „der Mount Everest aller Hommageprojekte“, wie eine Musikzeitung schrieb.

An diesem Abend, der im Rahmen der 5. Ahrweiler Freiheitswochen stattfindet, spielt sie eine Auswahl der zeitgenössischen Kompositionen sowie Werke von Beethoven und seines Lehrers Christian Gottlob Neefe. Zu Gast sind u.a. die Komponisten Otfried Büsing und Bernd Hänschke.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 12 Euro, 5 Euro (Schüler/Stud.)
Veranstaltungsart: Konzert

Zu Fuß nach Rom

Dienstag, 31. März 2020

Auf dem Franziskusweg: Florenz - Assisi - Rom

© Martin Engelmann

Live-Reportage von Martin Engelmann

Im Jahre 1209 pilgert Franz von Assisi nach Rom, um von Papst Innozenz III. die Legitimation seiner Lebensweise zu erbitten. Seine Reise führt ihn durch die schönsten Gebiete Italiens und Franziskus entdeckt die Liebe zur Natur. Jahrhunderte später wird diese außergewöhnliche Landschaft abermals zur Inspirationsquelle für große Künstler und Denker: Leonardo da Vinci, Michelangelo, Dante oder Botticelli - die Meister ihrer Epoche.

Der Pilgerweg führt von Florenz über Assisi nach Rom. 567km voll einzigartiger Natur im grünen Herzen Italiens. Während die Städte der Toskana, Umbriens und Latiums die Besucher einladen, Kunst und Kultur hautnah zu erleben, locken die beschaulichen Dörfer am Land mit ihrer pittoresken Schönheit.

Martin Engelmann arbeitete über drei Jahre an seiner neuen Live-Reportage und hat sich mehrmals auf den Weg begeben. Er ist kein klassischer Pilger und auch nicht auf der Suche nach Gott. Es ist die Lust am Wandern, das Bedürfnis, neue Energie zu tanken und sich dem Rausch an Natur und Kultur hinzugeben, die ihn antreibt. In magischen Bildern berichtet er von seiner Reise. Sie führt ihn viele Jahrhunderte in die Vergangenheit, auf einen Weg, an dem jedes Kunstwerk wie ein Meilenstein am Wegrand steht, um daran zu erinnern, dass die Schönheit der Landschaft die Inspiration und somit die Wiege der Kultur ist.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 10 Euro
Veranstaltungsart: Live-Reportage

Beethoven zum 250. Geburtstag
Erste Versuche

Freitag, 5. Juni 2020

Beethovens frühe Klavierwerke

© Stefan Häusler

Jamina Gerl, Klavier

Vor der Entstehung der großen Klaviersonaten in den Wiener Jahren unternahm der junge Beethoven bereits vielversprechende erste Kompositionsversuche, stilistisch noch ganz den Einflüssen der Frühklassik verhaftet. Die renommierte Pianistin Jamina Gerl beleuchtet seine frühen Bonner Jahre unter dem Einfluss seines ersten Lehrers Christian Gottlob Neefe und nimmt dabei auch gleichaltrige Kollegen wie Anton Reicha und Joseph Woelfl in den Blick. 

Sie hören 9 Variationen über einen Marsch, zwei Stücke für Klavier, fertiggestellt von Ferdinand Ries, die „Kurfürstensonate“ in f-Moll, Präludium durch alle Dur-Tonarten op. 39 Nr.1 in C-Dur sowie Sonate Nr. 6 F-Dur op. 10 Nr. 2. Zudem hören Sie das Adagio molto aus den Etudes Op. 30 Nr. 10 von Anton Reicha und die Klaviersonate Op.6 Nr.1 in A-Moll von Joseph Woelfl.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 12 Euro
Veranstaltungsart: Konzert

Beethoven zum 250. Geburtstag
Entwicklungslinien

Samstag, 11. Juli 2020

Klaviersonaten aus den Jahren 1799 bis 1803

© Werner Schuering

Soheil Nasseri, Klavier

Der Pianist Soheil Nasseri, einer der einfallsreichsten und eigenwilligsten Solisten seiner Generation, ist ein Liebling des Publikums, wird aber auch von Kritikern weltweit mit enthusiastischem Lob bedacht. Vor der Entscheidung, seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin zu verlagern, hat er allein in den großen Konzerthallen New Yorks zahlreiche Konzerte mit nahezu allen Klaviersonaten Beethovens gegeben.

Keine andere Gattung im Œuvre Beethovens lässt einen so tiefen Einblick in seine Entwicklung und seine Arbeitsweisen zu wie seine Klaviersonaten: Sie hören Nr. 8 in c-Moll op. 13 „Grande Sonate Pathétique“, Nr. 17 d-Moll op. 31 Nr. 2 „Der Sturm“ und Nr. 21 op. 53 „Waldstein“, zudem – ein reizvoller Vergleich – den ursprünglichen Mittelteil von op. 53, den Beethoven später als separates Andante Favori WoO 57 veröffentlichte.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 12 Euro
Veranstaltungsart: Konzert

Beethoven zum 250. Geburtstag
Der Geist des Werkes

Freitag, 28. August 2020

Beethovens 5. Sinfonie in der Klaviertranskription von Franz Liszt

© Eugeniusz Szczesniak

Mariusz Drzewicki, Klavier

Beethovens Fünfte ist ohne Zweifel eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik. Franz Liszt hat eine Klaviertranskription der „Schicksalssinfonie“ geschrieben, die zu den technisch anspruchsvollsten Klaviermusikstücken gehört, die je geschrieben wurden und viel zu selten zu hören ist. „Mein Ziel ist erreicht, wenn ich den Geist des Werkes erfasse und so zur Erkenntnis der großen Meister und zur Bildung des Sinnes für das Schöne beitrage“, schrieb Liszt.

Es spielt Mariusz Drzewicki, ein hochgeschätzter Gast, ein brillanter Klaviervirtuose und großer Interpret: Seine Ausbildung absolvierte er an der Musikhochschule in Lodz, wo er inzwischen zum Leiter des Fachbereiches Klavier ernannt worden ist, sowie in Meisterkursen herausragender Pianisten wie Victor Merzhanov und Rudolf Buchbinder.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 12 Euro
Veranstaltungsart: Konzert

Beethoven zum 250. Geburtstag
Unerhört Beethoven

Samstag, 19. September 2020

Musik-Klavier-Kabarett mit Michael Sens

© Jelena Ocic

Michael Sens, Musiker und vielfach mit Preisen ausgezeichneter Kabarettist, feiert mit Ihnen eine unerhört grandiose 250. Geburtstagsparty für Ludwig van Beethoven. Mit sinnreichem Humor, musikalischer Virtuosität an Klavier, Violine und Gitarre, bemerkenswerten Gesangsleistungen und der Kunst der Wortbeherrschung erweckt er den Meister wieder zum Leben. Er gibt ihm die Möglichkeit, noch einmal zu sprechen, zu lachen und – was für den Komponisten vermutlich am Wichtigsten ist – gut zu hören.

Zeitzeugen stimmen mit ein in das Geburtstagsständchen, sinnieren über sein vielseitiges Wirken und nicht zuletzt darüber, wie sich die Nachwelt an ihm bediente. In einer Parallele zwischen damals und heute verwebt Sens die Zusammenhänge zwischen Kunst und Politik zu einem festlichen Abend.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 15 Euro
Veranstaltungsart: Musik-Kabarett

Beethoven zum 250. Geburtstag
Konrad Beikircher

Dienstag, 13. Oktober 2020

#Beethoven - dat dat dat darf!

© Dominik Reichenbach

Im Alter von drei Jahren hat der kleine Konrad eine Schellackplatte auf den Küchenboden fallen lassen: Beethovens Klaviersonate „Pathétique“, gespielt von Wilhelm Kempff. Alle Anwesenden fielen ins Koma... Ein Leben lang hat Beethoven ihn seitdem begleitet. Für ihn ist er der unberührbare Titan, ein Held der Menschheit und ein rheinischer Republikaner von Grund auf. – im Alltag jedoch glücklicherweise ein ganz normaler Mensch und alles andere als ein Fackelträger abendländischer Moral.

Der bekannte Kabarettist, Autor und Musik-Kenner Konrad Beikircher, tiefsinniger Menschenbeobachter und inbrünstiger Menschenfreund, trägt Kurioses, Bewegendes und Komisches aus dem Leben des großen Komponisten zusammen. Seien Sie versichert: Er wird Ihnen nichts als die Wahrheit erzählen – wenn auch in seinen eigenen Worten.

Eine Veranstaltung von Neissen-Events. Ticket VVK über www. neissen-events.de

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 25 Euro
Veranstaltungsart: Musik-Kabarett

Beethoven zum 250. Geburtstag
Ein letztes großes Klavierwerk

Samstag, 21. November 2020

Die Diabelli-Variationen und ihr Einfluss auf Franz Schubert

© Nancy Horowitz

Hanna Bachmann, Klavier

Wenn eine erst 27-Jährige die Diabelli-Variationen so spielt wie Hanna Bachmann, so nennt man das selbst in Zeiten der Inflation von „Wunderkindern“ eine Entdeckung. Die vielfach ausgezeichnete Österreicherin widmete sich bereits während ihres Studiums am Salzburger Mozarteum vornehmlich Beethoven, mit dem sie am Bonner Beethovenfest 2015 debütierte. Bei einem Vorspiel beeindruckte sie selbst den Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko, der sie in höchsten Tönen lobte.

Vor den Diabelli-Variationen op. 120, Beethovens letztem großes Klavierwerk, hören Sie die vier Impromptus op. 90, D 899 von Franz Schubert, die nur vier Jahre später entstanden. In diesen lyrischen Kompositionen wird spürbar, wie sehr Schubert um Alternativen zum Beethovenschen Sonatentypus rang.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 12 Euro
Veranstaltungsart: Konzert

Beethoven zum 250. Geburtstag
Fortschritt durch Rückbesinnung

Dienstag, 1. Dezember 2020

Beethovens Streichquartette und ihre adeligen Widmungsträger

© Beethoven-Haus Bonn

Vortrag von Michael Schwalb 

Beethovens Streichquartette zeugen von einer permanenten experimentellen Weiterentwicklung. Ist die Serie der ersten Quartette noch im Schatten Haydns und Mozarts komponiert, so sind die letzten Werke kühne und unvergleichlich freie Geistesschöpfungen. Wie in einem kompositorischen Laboratorium befreit er die noch junge Gattung des Streichquartetts von allen historischen Voraussetzungen und gründet sie auf ganz neuen und grundstürzend eigengesetzlichen Prinzipien.

In seiner Widmungsstrategie ist Beethoven hingegen äußerst konservativ: Er, der in seiner antiaristokratischen Haltung den Geistesadel über den Geburtsadel stellt, dediziert nahezu alle seine Streichquartette adligen Wiener Freunden. Michael Schwalb, Musiker, Autor und Rundfunkredakteur beim WDR, erörtert die Bedeutung der Streichquartette und ihrer Widmungen für Beethovens Werk.

Ort: Theatersaal
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 6 Euro
Veranstaltungsart: Vortrag
Kultur-Seniorenresidenz-Augustinum-Bad-Neuenahr

Augustinum Bad Neuenahr

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Am Schwanenteich 1
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

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