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Sommerkino: Unterwegs in Europa
Augenblicke: Gesichter einer Reise

Sonntag, 18. August 2019

Dokumentation/ Kunstfilm, Frankreich 2017

Foto: Cine Tamaris

Frankreich 2017, 94 Minuten
mit Agnès Varda und JR

Einstimmung von Kulturreferent Malte Frackmann

In Kooperation mit dem Filmring Reinbek

Die 89-jährige Regisseurin und Filmikone Agnès Varda und der durch Graffiti und geklebte Wandbilder bekannt gewordene Künstler JR, 33 Jahre alt, brechen zu einem gemeinsamen Projekt in die französische Provinz auf: In „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ begeben sich die beiden in ihrem einzigartigen Fotomobil auf eine Reise durch Frankreich, bei der sie allerlei Geschichten erleben und die Gesichter der Menschen, die ihnen begegnen, in überlebensgroßen Bildern festhalten – vom Briefträger über den Fabrikarbeiter bis zur letzten Bewohnerin eines Straßenzugs in einem ehemaligen Bergbaugebiet. Die riesigen Porträts werden an Fassaden, Züge und Schiffscontainer gemalt, die Landschaft wird dadurch zur Bühne für die Kunst. Während ihrer Reise entsteht zwischen dem Streetart-Fotografen und der Nouvelle-Vague-Regisseurin eine Freundschaft, die Kunst verbindet die beiden sehr viel stärker, als ihr unterschiedliches Lebensalter sie trennt.

Die Kunst-Dokumentation ist eine der letzten Arbeiten von Agnès Varda, die im Februar, kurz vor ihrem Tod, auf der Berlinale für ihr Lebenswerk geehrt wurde. „Augenblicke“ lebt von ihrem Einfühlungsvermögen, ihrem Faible für das ländliche Frankreich, ihrer Menschenliebe – und von der Zusammenarbeit mit ihrem kongenialen Partner JR, mit dem sie die besonderen Momente und Begegnungen kreiert.

Ab 18:45 Uhr können Sie sich mit einem Glas Pastis auf die französische paysage einstimmen.

Ort: Theater
Uhrzeit: 19:30
Eintritt: 6 Euro

Sommerkino unter freiem Himmel
Ich bin dann mal weg

Freitag, 23. August 2019

Drama/ Komödie, Deutschland/ Spanien 2015

Foto: Warner Bros.

Deutschland/ Spanien 2015, 92 Minuten
mit Devid Striesow, Martina Gedeck, Katharina Thalbach, Annette Frier 

Einstimmung von Filmexperte Sven Bradly

Hans-Peter, genannt Hape, ist ein deutscher Komiker und Entertainer. Nach einem Zusammenbruch auf der Bühne ist er zwar erleichtert, dass es sich nicht etwa um einen Herzinfarkt, sondern “nur” um einen Hörsturz mit anschließender Gallenblasen-Operation handelt, aber die vom Arzt verordnete Ruhe erträgt er zu Hause trotzdem nur schwer. Also verwendet der Mann sein halbes Jahr Auszeit für eine große Unternehmung: Zum Erstaunen seiner Agentin will er den Jakobsweg gehen, beginnend in Frankreich, bis ins spanische Santiago de Compostela.
Bereits der Start gestaltet sich schwierig, denn das Pilgerleben ist entbehrungsreich und anstrengend. Doch schon bald begegnet Hape sympathischen Weggefährtinnen - und irgendwie auch sich selbst.

Die gleichnamige Buch-Verfilmung basiert auf Hape Kerkelings Bestseller-Reisebericht „Ich bin dann mal weg – meine Reise auf dem Jakobsweg“, der in den Jahren nach der Veröffentlichung deutlich gestiegene Pilgerer-Zahlen in Santiago de Compostela zur Folge hatte (der sogenannte „Kerkeling-Effekt“). Der Komiker wird verblüffend realistisch verkörpert von Schauspieler Devid Stresow.

Ab 19:30 Uhr können Sie sich mit einem Glas Sangría auf die spanische Pilgerreise einstimmen.

Ort: im Park des Augustinum Aumühle
Uhrzeit: 20:30
Eintritt: 6 Euro

Sommerkino spezial
La Valse de l'Adieu

Freitag, 30. August 2019

Stummfilm mit Klavierbegleitung

Frankreich 1928, etwa 90 Minuten
mit Pierre Blanchard, Marie Bell, Georges Deneubourg

Einstimmung von Filmhistoriker und Chopin-Biograf Jean-Yves Patte

Übersetzung: Rolf Nerlich

Klavier: Elizaveta Ivanova

Frédéric Chopin schrieb den „Abschiedswalzer“ (Op. 69, Nr. 1) im Jahr 1835 für seine ehemalige Verlobte Maria Wodzinska. Der Film zeigt Szenen dieser unglücklich endenden Beziehung zwischen den beiden unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten angehörigen Liebenden.

Der aufwändig gedrehte Stummfilm mit erstklassigen Schauspielern war eigentlich ein Misserfolg: Ausgerechnet ein Musikfilm wurde als Stummfilm gedreht, obwohl bereits im Jahr zuvor der Tonfilm seinen Durchbruch feierte. Bei einem Brand in der Vorführkabine des „Cinéma Balzac“ in Paris wurde die vermeintlich letzte Filmrolle 1929 zerstört – erst jetzt, 90 Jahre später, konnten große Teile des Films rekonstruiert werden. Der „Retter“ Jean-Yves Patte, der jahrelang und schlussendlich erfolgreich nach weiteren Filmkopien gesucht hat und die Rekonstruktion aus diesen Fragmenten geleitet hat, ist anwesend und wird einführende erläuternde Worte sprechen. Die Musikpassagen werden am Flügel von Elizaveta Ivanova gespielt.

Ort: Theater
Uhrzeit: 19:00
Eintritt: 16 Euro

Augustinum Aumühle

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Mühlenweg 1
21521 Aumühle

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