Erntezeit im Sommer

13. August 2019

Es blüht und reift in der Gärtnerei Hollern - einem Betrieb des Augustinum

Jetzt im Sommer schmeckt der italienische Caprese-Salat aus Tomaten, Mozzarella und Basilikum am besten. Tomaten sind auch eine Spezialität der Gärtnerei Hollern, die um diese Jahreszeit aussieht wie ein Garten Eden. Paradeiser heißen die Tomaten in Österreich. In den Gewächshäusern des Augustinum-Betriebs in Unterschleißheim gibt es sie jetzt in allen Farben und Formen. Und Basilikumpflanzen, deren Größe und Menge Hobbygärtner vor Neid erblassen lässt. Außerdem hängen da rote, gelbe, grüne und sogar lila Paprika, Auberginen, Gurken und grüne Bohnen. Am Boden gedeihen Brokkoli und Zucchini und für Salatfreunde Kopfsalat, Postelein und großblättrige Kresse. Ein Kräuterduft liegt in der Luft. Draußen im Freiland kündigen Kartoffel- und Kürbispflanzen an, dass es im Herbst noch weiter gehen wird mit der Ernte.

Wertvolle Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Jetzt biegen sie sich wieder vor frischer Ware, die Bio-Marktstände, an denen die Gärtnerei Hollern das ganze Jahr über fünf Tage die Woche verkauft. Vorbei ist die Zeit, in der es vor allem Lagergemüse wie Karotten und Kartoffeln gab, Kraut und Feldsalat. Frisch aus der Region und Bio-zertifiziert nach den strengen Naturland-Kriterien, das schätzen die Kunden besonders, und dass Menschen mit Behinderung hier eine sinnvolle Arbeit finden.

„Wir haben viele Tätigkeiten, die die Beschäftigten gut ausführen können wie pflanzen, Unkraut jäten oder das Gemüse für den Verkauf verpacken. Die Arbeit, bei der man viel Platz und Ruhe hat, ist sehr beliebt“, erklärt Gärtnermeister Helmut Reschenhofer, Leiter der Gemüseabteilung in der Gärtnerei Hollern. Wer es kommunikativer möchte, fährt Dienstag bis Samstag mit auf den Markt und hilft beim Be- und Entladen und beim Verkauf.

Eine funktionierende Gradwanderung

Die Kombination aus professioneller Großgärtnerei und Werkstätte für Menschen mit Behinderung erfordert eine ausgefeilte Logistik. Die Arbeit der Beschäftigten muss koordiniert und gleichzeitig das Ernte-Soll erreicht werden. Außerdem gibt es, wie in jedem Meisterbetrieb, Auszubildende, die angeleitet werden müssen. Unter der Leitung von Helmut Reschenhofer bewirtschaftet die Gemüseabteilung der Gärtnerei Hollern rund 25.000 Quadratmeter Freiland und 2.600 Quadratmeter Glas- und Folienhäuser. 

In München verkauft die Gärtnerei Hollern ihr Bio-Gemüse auf folgenden Wochenmärkten:

Dienstag, 12-18 Uhr: Maxvorstadt, Josephsplatz
Mittwoch, 8-13 Uhr: Au, Maria-Hilf-Platz
Mittwoch, 14-18 Uhr: Harlaching, Mangfallplatz
Donnerstag, 10-18 Uhr: Schwanthaler Höhe / U-Bahn
Donnerstag, 14.30-18 Uhr: Neubiberg, Umweltgarten
Freitag, 7.30-13 Uhr: Laim, Fürstenrieder, Ecke Agnes-Bernauer Straße
Samstag, 8-13 Uhr: Schwabing, Gabelsberger-, Ecke Türkenstraße