Augustinum-Athleten gewinnen Gold- und Silbermedaille in Abu Dhabi

21. März 2019

Münchner Sportler erleben märchenhafte Tage bei den Special Olympics World Games in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Foto: Augustinum
Gute Laune in Abu Dhabi: Das deutsche Judo-Team mit Nationalcoach Alwin Brenner (vorne)

Grandioser Erfolg für Samuel Dietz und Lara Holzmüller bei den Weltspielen für Menschen mit geistiger Behinderung in Abu Dhabi: Die beiden Judoka aus der Talentschmiede von Alwin Brenner, Heilpädagoge bei der Augustinum Tagesstätte und Judotrainer bei den Sportfreunden Harteck in München, haben sich bei den Special Olympics World Games in den Arabischen Emiraten erfolgreich gegen ihre Kontrahenten behauptet und Gold und Silber gewonnen.

"Siegen durch Nachgeben"

Die beiden Athleten aus München waren gemeinsam mit vier weiteren Sportlern als deutsches Judo-Team in Abu Dhabi angetreten, wo am vergangenen Wochenende die Judo- Wettkämpfe ausgetragen wurden. Dabei kämpfen die Sportlerinnen und Sportler in unterschiedlichen Gewichts- und Leistungsklassen nach den Regeln des sogenannten ID- (für intellectual disabilitiy) Judo, bei dem zum Beispiel Hebel- und Würgetechniken verboten sind. „Siegen durch Nachgeben“ heißt das Prinzip, und das konnten Lara, Simon und ihre Teamkameraden hervorragend umsetzen. Insgesamt errang das deutsche Judo-Team zwei Gold-, vier Silber- und eine Bronzemedaille. Alwin Brenner, bereits zum dritten Mal als Trainer bei Weltspielen und in Abu Dhabi erstmals als Nationalcoach im Einsatz, zeigte sich entsprechend begeistert: „Wir sind alle absolut stolz auf unseren Medaillensatz. Super!“

Ebenfalls in Abu Dhabi dabei: Paul Kögler aus den Augustinum Werkstätten, der erst seit 2016 als Golfer an regionalen und nationalen Wettkämpfen von Special Olympics teilnimmt. Dennoch konnte er sich gut im internationalen Turnier behaupten und nach vier spannenden Runden mit knappem Abstand hinter dem Drittplatzierten den vierten Rang erreichen.

Großes Abenteuer für Sportler und Trainer

Aber nicht nur sportlich waren die Spiele ein großer Erfolg: Die internationale Atmosphäre, die herzliche Gastfreundschaft und die gelungene Organisation machten die Special Olympics für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis. Insgesamt waren bei den World Games 24 Sportarten mit Athleten aus 170 Ländern vertreten; die deutschen Judoka kämpften unter anderem gegen Sportler aus Usbekistan, Burkina Faso, Indien, Aserbaidschan und von der Elfenbeinküste. Daneben kam auch der Kontakt zum Gastgeberland nicht zu kurz: Der Besuch einer Schule, die Besichtigung des Meeresaquariums in Schardscha und eine Wüstensafari werden ebenso zu den bleibenden Eindrücken zählen wie der Besuch der Deutschen Botschaft in Abu Dhabi oder, wie Samuel Dietz es ausdrückt: „Das war das bisher beste Abenteuer in meinem Leben!“

Gelegenheit, die Augustinum-Judoka live zu erleben, gibt es in München bereits am kommenden Wochenende. Im Rahmen des Münchner Stiftungsfrühlings geben die jungen Athleten mit ihrem Trainer Alwin Brenner in der BMW-Welt Einblick in ihr Können:

Samstag, 23.03.19 BMW-Welt, Stiftungsforum, Am Olympiapark 1, 80809 München:
11.00 Geschicktes Fallen, Werfen, ein Kampf in Zeitlupe … – Judoka Vorführung
14.00 Uhr Trainieren für die Special Olympics – ein Judo-Schnupperkurs