Neues aus dem Augustinum

Medienberichte zu Augustinum-Immobilien

30. Mai 2015

Verschiedene Medien berichteten über Betrugshandlungen zu Lasten des Augustinum im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften. Hierzu die Mitteilung des Augustinum.

Das Augustinum sieht sich mit systematischen Betrugshandlungen zu Lasten des Augustinum im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften konfrontiert. Angestoßen durch ein anonymes Schreiben hat das Augustinum im Frühjahr 2014 eine renommierte Anwaltskanzlei mit internen Untersuchungen beauftragt und in der Folge Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München I gestellt. Bereits seit 2014 hat das Augustinum seine Bewohnerinnen und Bewohner immer wieder über die Vorgänge informiert.

Hintergrund ist der Verkauf von insgesamt 14 Wohnstiftsimmobilien des Augustinum an verschiedene Erwerbsgesellschaften einer norddeutschen Firma in den Jahren 2010 bis 2013. Die Verkäufe waren integraler Bestandteil einer Sale and lease back-Strategie, innerhalb derer die Immobilien durch das Augustinum zurückgemietet wurden. Eine zentrale Rolle in den Vorgängen nehmen der damalige, im Januar 2014 verstorbene Aufsichtsratsvorsitzende und langjährige Rechtsberater des Augustinum sowie der im Frühjahr 2014 aufgrund der Untersuchungen fristlos entlassene damalige kaufmännische Geschäftsführer des Augustinum ein. Sie handelten kollusiv mit der Geschäftsführung der Erwerberfirma und weiteren Beteiligten zu Lasten des Augustinum. Nach heutiger Überzeugung des Augustinum wurden die Immobilien unter Wert veräußert, um im Zuge von Weiterverkäufen Mehrerlöse in Millionenhöhe zu erzielen und zwischen den Beteiligten aufzuteilen. Zudem wurden Gelder – verschleiert durch eine zwischengeschaltete Schweizer Treuhandgesellschaft und fingierte Rechnungen – in illegaler Weise an die Beschuldigten transferiert.

Neben der Erstattung der Strafanzeige und zahlreichen weiteren zivilrechtlichen Schritten hat das Augustinum nahezu alle Verträge mit den Erwerberfirmen angefochten bzw. außerordentlich gekündigt, um die vollständige Rückabwicklung der Immobiliengeschäfte zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft München I hat zwischenzeitlich alle vormals im Eigentum des Augustinum befindlichen Grundstücke im Wege der Rückgewinnungshilfe beschlagnahmt; zudem hat das Augustinum die Grundstücke im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes grundbuchrechtlich gesichert.

Die gesunde wirtschaftliche Lage des Augustinum ist durch die Vorfälle auch bei maximaler Risikobetrachtung in keinster Weise gefährdet. Auf die Bewohner im Augustinum und den laufenden Betrieb der Wohnstifte haben die juristischen Auseinandersetzungen keinen Einfluss. Das Augustinum ist nach ersten gerichtlichen Beschlüssen und Urteilen zuversichtlich, dass die angerufenen Gerichte die Nichtigkeit aller betreffenden Transaktionen bestätigen werden und das Augustinum daher weiterhin Eigentümer der verkauften Immobilien ist.