Drei Generationen Augustinum

22. August 2019

Mutter, Sohn und Enkel: Familie Reuter lebt und arbeitet in den Seniorenresidenzen

Der Sohn ist Direktor der Residenz in Schweinfurt, ein Enkel macht dort Freiwilligendienst, und die Mutter lebt im Augustinum Dießen: Gleich drei Generationen der Familie Reuter sind mit dem Augustinum verbunden. Eigentlich sogar vier Generationen, wenn man es ganz genau nimmt. „Meine Großeltern lebten im Augustinum Schweinfurt, so habe ich das Haus überhaupt kennengelernt“, erzählt Marcus Reuter, der heutige Direktor der Seniorenresidenz. Als er 2006 im Vertrieb anfing, ging er schon einige Jahre als Angehöriger aus und ein. „Ich bewarb mich damals, weil ich den Umgang mit den Menschen als außergewöhnlich herzlich und angenehm empfand, vor allem bei der Pflege“, erzählt er. Der hauseigene Pflegedienst kommt bei Bedarf rund um die Uhr in die Wohnung der Bewohnerinnen und Bewohner, und versorgt sie umfassend.

Die Atmosphäre überzeugte auch die Mutter von Marcus Reuter. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie im Winter 2018 mit 74 Jahren ins Augustinum ein. Allerdings nicht nach Schweinfurt, sondern nach Dießen am Ammersee: „In den See hat sie sich direkt verliebt“, erzählt ihr Sohn. „Sie fühlt sich unheimlich wohl. Sie erlebt genau die Herzlichkeit, die sie von Schweinfurt schon kannte.“ Waltraud Reuter nutzt die Freizeitmöglichkeiten und hat schon Freundschaften geknüpft. „Sie hat ganz neu angefangen und sie sagt immer, dass sie das Gefühl hat, befreit zu sein“, so Marcus Reuter. „Ich erreiche sie eigentlich so gut wie gar nicht telefonisch“, fügt er lachend hinzu.

Wenn ihm nach Familienanschluss im Haus ist, muss er allerdings nicht lang suchen. Sein Sohn Julian, 17, absolviert derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst im Haus. Er will sich zum Rettungssanitäter ausbilden lassen, ist aber noch nicht volljährig. „Ich muss die Zeit überbücken, und mir macht es Spaß handwerklich zu arbeiten“, erzählt er. „Ich wollte auf keinen Fall in ein Büro.“ Bis Ende August ist er als Bufdi in der Haustechnik eingesetzt, wechselt Glühbirnen, kümmert sich um technische Geräte von Bewohnerinnen und Bewohnern und frischt den Garten auf. „Ich habe auch viel Kontakt mit Bewohnern, wir unterhalten uns viel und inzwischen kennt man sich“, erzählt Julian. Seinen Vater sieht er meist nur beim gemeinsamen Arbeitsweg, was dem Sohn nicht gänzlich unrecht ist. „Ich will ja auch nicht bevorzugt werden, das ist mir wichtig.“ Direktor Reuter, dessen älterer Sohn auch schon am Empfang und in der Haustechnik aushalf, empfindet es als positiv, mit dem Sohn in einem Haus zu arbeiten. „Ich lerne ihn noch mal ganz anders kennen“, erzählt er. Gesprächsstoff hat die Familie Reuter jedenfalls genug: „Das Augustinum ist immer ein Thema.“