Die TschabaDinos: mit Rhythmus durchs Leben

2. August 2012

Die Percussiongruppe "TschabaDinos" des Augustinum Bonn bringt ein neues Taktgefühl ins Wohnstift. Die Mitglieder leben ihre Freude an der Musik und dem großen rhythmischen Gemeinschaftsgefühl.

Kultur der Vielfalt bedeutet auch, die Vielfalt der Möglichkeiten, die das Augustinum bietet, auszuschöpfen und zu genießen. Die Percussiongruppe des Augustinum Bonn, deren rhythmische Klänge das Haus an jedem letzten Mittwoch im Monat erfüllen, genießt die Vielfalt des Rhythmus’, und das nun schon seit sechs Jahren.

Percussion (vom lateinischen percussio = Erschütterung) wird in der Musik als Überbegriff für das Spiel von Schlag- und Effektinstrumenten verwendet. Diese urtümlichste Form des Musizierens hängt stark von regionalen Elementen ab. Die TschabaDinos im Augustinum Bonn lassen sich aber auch von exotischen Rhythmen nicht abschrecken, sondern nehmen diese als besondere Inspiration: Mit Samba, Chachacha und Tango genießen sie einmal im Monat ihre Liebe zur Musik und haben dabei jede Menge Spaß.

Christa Weiß, die seit 2005 im Augustinum Bonn lebt, war von Anfang an dabei und berichtet: „Wir treffen uns an jedem letzten Mittwoch im Monat von 10.00 bis 11.30 Uhr. Das ist viel zu wenig, aber dadurch freuen wir uns alle immer sehr auf diesen Tag.“ Mit mehr als 20, überwiegend weiblichen Mitgliedern gehören die TschabaDinos zu einer der größten Gruppen im Augustinum Bonn.

Ansgar Buchholz, Mitarbeiter der Musikschule Bonn und Leiter der TschabaDinos, hat mit hohen, mittleren und tiefen Kongas, Basstrommeln, Rasseln, Tamburins, Kuhglocken und Klanghölzern ein neues Taktgefühl ins Wohnstift gebracht, berichtet Christa Weiß. Mit viel Freude an der Musik, aber auch mit einem großen Gemeinschaftsgefühl genießen die Mitglieder der TschabaDinos ihre Treffen.

Diese beginnen mit dem gemeinsam gesprochenen Rhythmus „tschaba-dini, tschaba-dini – dini-tschaba, dini-tschaba“. Daraus hat sich auch der Name der Trommelgruppe entwickelt; TschabaDinos wurde auch als ironische Anspielung auf das Alter der Mitglieder gewählt. Die meisten Teilnehmer der Gruppe haben inzwischen ihr Instrument und ihre Rolle gefunden.

Da gibt es die  „Agogo-Bell-Girls“ und die „Queens of Kongas“, ein Bewohner arbeitet mit der nicht leicht zu spielenden Triangel, und eine andere Bewohnerin hat für sich das Tamburin entdeckt. „Wer sich einmal für den Rhythmus begeistert hat, der ist heute noch dabei“, sagt Christa Weiß.

Hin und wieder haben die TschabaDinos auch öffentliche Auftritte, auch im Fernsehen waren sie schon zu bewundern. Bereits kurz nach ihrer Gründung wurde die Band 2006 vom Deutschlandfunk zu einem ersten Live-Konzert gebeten. Zwei Jahre später kam die Einladung zum sogenannten Gipfeltreffen der Schlagzeuger in der Bundeskunsthalle in Bonn, wo die TschabaDinos als Vorgruppe großer Stars wie Alex Acuna und Peter Erskine auftraten.

Als die TschabaDinos ihre Stücke beendet hatte, gab es tosenden Applaus, und Alex Acuna verneigte sich mit den Worten: „I`d love to play with you!“ Seitdem werden die TschabaDinos regelmäßig zur „Drums Summit“ in die Bundeskunsthalle eingeladen, und auch auf dem Bonner Markt haben sie schon gespielt.