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Augustinum-Athleten im Olympia-Fieber

4. März 2019

Drei Athleten des Augustinum fliegen zu den Special Olympics World Summer Games 2019.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen; Trainingsanzüge und T-Shirts mit dem Bundesadler auf der Brust machen sich prächtig, es kann losgehen: Judoka Lara Holzmüller und Samuel Dietz von der Augustinum Tagesstätte und Golfer Paul Kögler aus den Augustinum Werkstätten sind bereit für die Special Olympics World Games. Die Olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung finden vom 14. März an in Dubai und Abu Dhabi statt. Eine Woche lang werden 7.000 Athletinnen und Athleten aus 170 Ländern in den Vereinigten Arabischen Emiraten zur weltweit größten inklusiven Sportveranstaltung zusammenkommen und sich in 24 Einzel- und Mannschaftssportarten messen. Das deutsche Team startet mit 163 Athleten, hinzu kommen noch gut 60 Trainer und Betreuer.  

Foto: Das Augustinum-Judo-Team für Abu Dhabi (von links): Samuel Dietz, Lara Holzmüller, Marina Müller (Coach) und Alwin Brenner (Headcoach); Foto: Augustinum

Für die beiden Judoka und den Golfspieler aus dem Augustinum ist ihre erste Teilnahme an den Special Olympics World Games eine verdiente Ehre. Alle drei haben sich bereits bei nationalen und internationalen Wettbewerben hervorgetan und intensiv auf das Turnier vorbereitet; die Judoka zuletzt bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften, wo Lara Holzmüller Zweite und Samuel Dietz Erster wurde. 

Die Vorfreude ist groß 

„Wir freuen uns sehr auf diese besonderen Olympischen Spiele, auf die weite Reise, die sportlichen und freundschaftlichen Begegnungen und auf neue Freunde aus der ganzen Welt. Und natürlich wollen wir für Deutschland eine Medaille gewinnen!“, so unisono die Aussage der Athleten, die bereits im Januar bei einem Einkleidetreffen in Fulda die komplette deutsche Mannschaft kennenlernen konnten. 

Da vor den sportlichen Wettbewerben ein Host Town-Programm stattfindet, bei dem die Teilnehmer vorbereitende Trainings absolvieren und die Kultur des Gastgeberlandes kennenlernen können, startet die deutsche Delegation bereits am 8. März in die Emirate. „In der ersten Woche sind wir zur Eingewöhnung im Emirat Sharjah und sehr auf das Programm gespannt. Es wird ein Abenteuer werden, und wir werden sicherlich auch neben dem Sport viel sehen, seien es die Dünen der Wüste oder das höchste Gebäude der Welt.“, fasst Judo-Headcoach Alwin Brenner die Stimmung in seiner Mannschaft zusammen. 

Ein ausgezeichneter Trainer 

Für Brenner, Heilpädagoge in der Augustinum Tagesstätte und Judotrainer bei den Sportfreunden Harteck in München, ist es bereits die dritte Teilnahme bei den Special Olympics World Games. Schon in Athen (2011) und Los Angeles (2015) war er mit seinem Team erfolgreich; dieses Mal ist er als Cheftrainer für die komplette deutsche Judo-Mannschaft verantwortlich: besondere Ehre, aber auch logische Konsequenz seines jahrzehntelangen Engagements im Judo für Sportler mit geistiger Behinderung, das 2012 bereits mit der Auszeichnung zum Trainer des Jahres vom Deutschen Judo-Bund gewürdigt wurde. 

Für die Wettkämpfe sieht Brenner, der neben Lara Holzmüller und Samuel Dietz zahlreiche weitere Kinder und Jugendliche in der Augustinum Tagesstätte trainiert, seine Athleten gut aufgestellt, Medaillen seien durchaus möglich. Dass Deutschland Gastgeber der nächsten Special Olympics in vier Jahren ist, dürfte eine zusätzliche Motivation sein.