Kultur-Highlights 2017



Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten

Wanderausstellung zum 500. Reformationsjubiläum

© Andreas Kuhn/Sigrid Mohr

Er gehört zu den am häufigsten dargestellten Persönlichkeiten der Weltgeschichte, und bis heute haben nicht nur Protestanten sein Konterfei vor Augen: Martin Luther ist wort- und bildmächtig bis in unsere Tage. Und doch hat sich sein Bild gewandelt – von den Cranach-Darstellungen aus der Frühzeit der Reformation bis hin zur Kommerzialisierung auf Kartenspielen, Schlüsselanhängern und Briefmarken.

Die zur Lutherdekade vom Verband kirchlicher Archive der Evangelischen Kirche in Deutschland konzipierte Schau macht auf 15 Bildwänden deutlich, dass jede Zeit ihren Luther gehabt hat. Die Ausstellung ist eine Einladung, Martin Luther 500 Jahre nach dem Thesenanschlag neu zu begegnen, Klischees zu überdenken und die Originalität des Reformators hinter dem jeweiligen Zeitgeist zu entdecken.

 

 

Beim Wort genommen!

Heitere Sprechstunden mit Rolf-Bernhard Essig

© Rolf-Bernhard Essig

Rolf-Bernhard Essig ist promovierter Germanist, diplomierter Historiker mit Schwerpunkt Reformation, Autor, Dozent und Entertainer. Seit er in der Radiosendung „Essigs Essenzen“ fast jede Frage rund um Sprichwörter und Redensarten beantwortet hat, tourt er in seiner Mission als Redensartenforscher erfolgreich durch Deutschland. Seine Auftritte, unter anderem auf der Veste Coburg, dem Erlanger Poetenfest und immer wieder in den Seniorenresidenzen des Augustinum, stehen im Zeichen gediegener und heiterer Wissensvermittlung.

Auch 2017 unternimmt er im Augustinum zahlreiche Exkurse ins weite Land der Redwendungen; unter anderem beschäftigt er sich bei „Alles in Luther?“ mit dem sprichwörtlichen Nachleben des Reformators. Sein Ziel ist es immer, Lust und Wissen zu verbinden, Philologie und Stil, Ernst und Spiel. Gerne bezieht Rolf-Bernhard Essig sein Publikum mit ein – Fragen sind ausdrücklich erwünscht!

 

 

Begeisternd. Glitzernd. Unverwechselbar.

Konzert mit dem Saxophonquartett "Sistergold"

„Sistergold“ – das ist weitaus mehr als die Summe von vier Saxophonen. Wir machen Sie mit vier Damen bekannt, die in der Musikszene schon längst kein Geheimtipp mehr sind: die studierten Musikerinnen verfügen über langjährige Bühnenerfahrung in verschiedensten Musik- und Theater-Ensembles. In raffinierten eigenen Bearbeitungen frischen sie bekannte Musikstücke auf und kleiden sie in ein neues Gewand. Brillanter Sound, glänzende Improvisationen und ausgetüftelte Eigenkompositionen verleihen ihren Konzerten die besondere Note. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit Swing, Klezmer, Pop und mehr!

 

 

 

 

Zukünftige Ballettstars tanzen im Augustinum

Das Bundesjugendballett von John Neumeier

© Silvano Ballone

Das Bundesjugendballett wurde im September 2011 von John Neumeier gegründet. Es ist beheimatet am Ballettzentrum Hamburg und fördert ein Ensemble aus acht internationalen Tanztalenten zwischen 18 und 23 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung für jeweils maximal zwei Jahre. Die Tänzerinnen und Tänzer sind offen für andere Tanzformen und verstehen sich als Vermittler zwischen Jugendkultur, Hochkultur und Bevölkerung, denn ihr erstes Ziel ist es, Menschen für das Ballett zu begeistern. Hierfür erfindet die Compagnie als kleines Ensemble ohne feste Spielstätte den Tanz stetig neu - an Orten, die fernab von jeder herkömmlichen Ballettgeographie liegen.

Das Augustinum Aumühle hat das Glück, die acht jungen Tänzerinnen und Tänzer auch mit ihrem aktuellen Repertoire wieder bei sich begrüßen zu dürfen. Die Karten sind im Vorverkauf ab 15. März am Empfang des Augustinum Aumühle erhältlich.

 

 

Die Mutter aller Innovationen

Beamer-Show von und mit dem Fotografen Thomas Herbrich

©Thomas Herbrich

Eine Frage: Welche Idee hat die Entwicklung unserer Kultur so beeinflusst wie keine andere? Ein paar Tipps geben wir Ihnen: Es handelt sich um einen Gegenstand, der zu Recht die Mutter aller Innovationen genannt werden kann. Er kostet nur wenige Cents und jeder hat ihn – wahrscheinlich sogar mehrfach – zuhause. Unsere gesamte (Schrift-)Kultur beruht auf ihm, er hat allen Erfindungen den Weg geebnet und den Alltag über viele Jahrhunderte geprägt. Ohne ihn gäbe es keine Tapeten, Gardinen oder Teppiche. Er ist nicht nur wichtig für die NASA, auch zum Flirten lässt er sich effektiv einsetzen. Sind Sie jetzt neugierig geworden?

Thomas Herbrich ist ein weltweit angesehener Fotograf, bekannt für sensationelle Bildbearbeitungen und Special Effects, auch für Hollywood-Blockbuster. Seine Vorträge über kulturhistorische Themen und seine Fotografie faszinieren Jung und Alt. Lassen Sie sich überraschen!

 

 

Ein Bauch spaziert durch Paris

Musikalische Lesung mit Vincent Klink

© Vincent Klink

Der Meisterkoch Vincent Klink geht auf kulinarische Entdeckungsreise und durchstreift die Welthauptstadt des guten Essens und der Kunst – Paris. Im charmanten Plauderton, den seine Leser so lieben, flaniert Klink durch Gegenwart und Vergangenheit, sucht nach Spuren von Malern, Dichtern, dem Savoir-Vivre und der Grande Cuisine. Zwischendurch greift er zum Bassflügelhorn und präsentiert mit den Musikern Eberhard Budziat an der Posaune und Boris Kischkat an der Gitarre Jazz vom Feinsten.

Sternekoch Vincent Klink betreibt in Stuttgart das Restaurant „Wilandshöhe“. Einem größeren Publikum wurde er bekannt durch die Fernsehsendungen „ARD Buffet“ und „Kochkunst“. Außerdem ist er Herausgeber, Verleger und Autor kulinarischer Literatur sowie Jazzmusiker. Ein echtes Käpsele eben!