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Advent ohne Stress: Immer mehr Senioren nutzen die Vorteile des Internets

Im Netz nach Weihnachtsgeschenken stöbern und weltweit Grußkarten via E-mail verschicken - nichts für Senioren? Im Gegenteil: Gerade für ältere Menschen bedeutet das Internet ein Plus an Unabhängigkeit und Lebensqualität.


München, 25. November 2008 - Weihnachten kommt unaufhaltsam. Besonders bei der anstrengenden Vorbereitung auf die Feiertage ist das Internet für viele Verbraucher längst unverzichtbar. Auch ältere Menschen gehen selbstverständlich virtuell auf die Jagd nach Weihnachtsgeschenken und Überraschungen für ihre Lieben. Die Generation 60 plus hat die Vorzüge des weltweiten Netzes längst für sich entdeckt, und zwar nicht nur als Einkaufsmöglichkeit in der Adventszeit. Die Zahlen sprechen für sich: In
diesem Jahr sind bereits 30 Prozent der 60- 79-Jährigen online.* Damit weist diese Altersgruppe die höchste Wachstumsrate an Internetnutzern
überhaupt auf.


Uwe Neumann ist einer der Senioren, die auch schon das Web 2.0 aktiv nutzen. "Unter dem Schlagwort Web 2.0 versteht man Anwendungen im Internet, bei denen die Nutzer selbst erstellte Inhalte wie Texte, Fotos oder Videos über das Internet verbreiten," erklärt der frühere Marketingexperte, der jetzt im Augustinum Hamburg wohnt. Er führt auf seiner Seite "Neumanns Welt" (http://www.neumann-blog.de/) ein Online-Tagebuch über sein Leben im Wohnstift, seine Nachbarn und über aktuelle Ereignisse. Was er
schreibt, wird von mehreren Tausend Lesern regelmäßig verfolgt. Neumann weiß deshalb auch aus eigener Erfahrung, welche Internet-Anwendungen von älteren Nutzern besonders gut angenommen werden. "Das Internet gibt älteren Menschen vor allem die Möglichkeit, ihr Leben länger selbstständig zu organisieren, auch wenn körperliche
Einschränkungen zunehmen", sagt Neumann. "Deswegen sind sie so froh darüber, besonders anstrengende Besorgungen und Weihnachtseinkäufe
bequerm online erledigen zu können."

Sogar Online-Banking sei bei Senioren - trotz Sicherheitsbedenken - mittlerweile verbreitet, erzählt er. Gerade für ältere Menschen ist es aber genauso wichtig, den Kontakt mit Familie und Freunden zu pflegen, auch wenn diese womöglich weit entfernt leben. Das funktioniert natürlich per E-Mail viel besser als früher mit Brief und Postkarte. Auch darin sieht Uwe Neumann einen Grund dafür, dass viele Senioren mittlerweile "online" sind.


Augustinum-Bewohner surfen und bloggen
Die Anbieter von Senioreneinrichtungen haben sich auf diesen Trend längst eingestellt. Für das Augustinum, Marktführer im Bereich des gehobenen Seniorenwohnens in Deutschland, sind schnelle Internetanschlüsse in seinen Appartments selbstverständlich: "Wir wissen, welche wichtige Rolle das Internet für viele unserer Bewohner mittlerweile spielt. Deshalb bieten wir in allen Wohneinheiten die Möglichkeit eines breitbandigen Internetanschlusses in Verbindung mit einem günstigen Zugangstarif an",
erläutert Christina Krahnke, Presseprecherin des Augustinum. "Zusätzlich unterstützen wir die Bewohner, die Lust haben, das Internet neu für sich zu
entdecken", fügt sie hinzu.


Der "Silver Surfer" als Zielgruppe
Bei allen Gemeinsamkeiten sieht Augustinum-Blogger Uwe Neumann auch gewichtige Unterschiede im Nutzungsverhalten von älteren und jüngeren Onlinern. Dazu gehöre vor allem eine stärkere Zurückhaltung, Persönliches im Internet preiszugeben, wie Neumann immer wieder feststellt: "Ich sehe, dass viele Leute, natürlich besonders viele Augustinum-Bewohner, meinen Blog regelmäßig lesen. Sie schreiben aber relativ wenige Kommentare auf meine Seite - ganz im Gegensatz zu anderen Blogs, wo ausführlich über alles Mögliche diskutiert wird." Neumann führt das vor allem darauf zurück, dass gerade ältere Menschen sich nur schwer an den offenen Diskussionsstil im Internet gewöhnen können. Sie erwarten offenbar persönliche Nachteile, wenn sie im Internet offen Kritik üben, mutmaßt der 74-Jährige.


Studien belegen darüber hinaus, dass ältere Internetnutzer Informationen anders verarbeiten als jüngere. Sie verweilen länger auf einzelnen Seiten und lassen sich auch nicht so stark von schnell wechselnden Online-Moden beeinflussen. Im Gegensatz zu den jugendlichen "Internet-Hoppern" sind sie nicht ständig auf der Suche nach neuen Angeboten, sondern bleiben bewährten Informationsquellen treu. Das heißt aber nicht, dass Senioren sich im Internet mit weniger zufrieden geben als jüngere Surfer, wie Uwe Neumann betont: "Die Älteren sind sich ihrer steigenden Bedeutung als Zielgruppe absolut bewusst. Sie verlangen deshalb von Angeboten für Senioren die gleiche Kreativität und Qualität, wie sie im Internet mittlerweile Standard ist. Alles, was diesen Anforderungen nicht entspricht, verschwindet einfach wieder."


*ARD/ZDF Online-Studie 2008 - Internetverbreitung: Größter Zuwachs bei Silver-Surfern
**Trendumfrage 2007 "Vernetzte Kunden - Wie Web 2.0 das Online-Shopping verändert", novomind AG in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handelsblatt.com


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