Ratgeber Leben im Alter

Mit Haustieren im Alter gesund bleiben

1. März 2013,

Tierische Freunde schenken nicht nur mehr Wohlbefinden im Alltag, sondern auf Dauer auch eine bessere Gesundheit.

Johannes Anstötz und Henry

„Tiere haben den Schlüssel zur Seele der Menschen“, sagt Graham Ford, erster Vorsitzender des Vereins „Tiere helfen Menschen“. Die Mitglieder des Vereins besuchen mit ihren Haustieren seit über 25 Jahren Alten- und Pflegeheime.

„Tierbesitzer sind im Schnitt einfach zufriedener“, so Ford. Johannes Anstötz, Bewohner im Augustinum Überlingen und Besitzer von Henry, einem Mischlingshund, ist da einer Meinung. „Henry versteht mich einfach. Wenn es mir nicht gut geht, kommt er zu mir.“

Herr Anstötz ist mit Tieren aufgewachsen und schätzt besonders die Freundschaft von Hunden. Henry gehört mit zur Familie. „Ohne das Tier würde es mir schwerer fallen, zurechtzukommen“, sagt Anstötz. Gerade nach dem Verlust eines Angehörigen, können Tiere trösten.

Tatsache ist, dass die Hausgenossen nicht nur Lebensfreude schenken, sondern auch zu seelischem Gleichgewicht verhelfen. So wurde wissenschaftlich bewiesen, dass durch Streicheln und Kraulen der Vierbeiner Stress und Ängste, die das Gemüt belasten können, vertrieben werden.

Wenn Frauchen oder Herrchen Gassi gehen muss, tut das der Gesundheit gut. „Um das Tier richtig zu halten, muss der Besitzer in Bewegung bleiben“, meint Ford. Ein täglicher Spaziergang bei jedem Wetter verbessert die Abwehrkräfte und den Kreislauf.

Die Auswahl des Hausgenossen sei trotz der zahlreichen Vorteile wohl überlegt. „Die Größe des Tieres sollte an die Möglichkeiten des Besitzers angepasst sein“, so Ford. Wer in der Stadt wohnt, oder wenig Grün in der Nähe hat, braucht einen Tierfreund, dem das nichts ausmacht.

„Ein Vorteil vom Leben im Augustinum ist, dass es dort Personal gibt, das den Hund gerne ausführt, falls es einmal nicht geht“, sagt Anstötz. Für ihn war das ein wichtiger Grund für den Umzug ins Augustinum.

Auch das Temperament des Vierbeiners ist entscheidend. Bei Hunden fällt die Lebendigkeit und Bewegungsfreude je nach Rasse unterschiedlich aus. „Es muss vor dem Anschaffen abgeklärt werden, wie viel Zeit die Pflege des Tieres – auch im Falle von Krankheit – in Anspruch nehmen kann“, rät Ford.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in das Leben mit Tieren hineinzuschnuppern. Tierheime freuen sich über einen Besuch oder eine Futterpatenschaft. Dabei können Sie einen kleinen monatlichen Beitrag für das Futter eines von Ihnen ausgewählten Tieres spenden.

Wer gerne mit Tieren in Kontakt ist, sich aber für keines endgültig entscheiden will, hat die Möglichkeit sich ehrenamtlich zu engagieren. Ob im örtlichen Tierheim als Helfer, oder bei Privatpersonen. Gerade zu Urlaubszeiten werden Aufpasser und Helfer beim Spazierengehen und Versorgen benötigt.

Auch Besuchsdienste, wie zum Beispiel der Verein „Tiere helfen Menschen“, helfen Ihnen gerne weiter. Im Internet finden Sie Informationen rund um das Thema Heimtiere auf der Seite „Tiere helfen Menschen“.