Ratgeber Betreutes Wohnen

Der Pflege-TÜV prüft stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste

7. Januar 2011,
Pflege-TÜV-VDEK

Der sogenannte „Pflege-TÜV“ soll Verbrauchern die Möglichkeit geben, die Qualität unterschiedlicher Pflegeeinrichtungen zu vergleichen. Seit 2009 führt der Medizinische Dienst der Krankenkassen dazu unangemeldete Qualitätsprüfungen in stationären Pflegeeinrichtungen und bei ambulanten Pflegediensten durch.

Bei ambulanten Pflegediensten werden 49 Einzelkriterien in drei Bereichen geprüft:

  • pflegerische Leistungen
  • ärztlich verordnete pflegerische Leistungen
  • Dienstleistung und Organisation

In stationären Einrichtungen werden 82 Kriterien in vier Bereichen geprüft:

  • Pflege und medizinische Versorgung
  • Umgang mit demenzkranken Bewohnern und anderen gerontopsychiatrisch veränderten Menschen
  • soziale Betreuung und Alltagsgestaltung
  • Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene

Die Gutachter bewerten die Einzelergebnisse mit Noten von sehr gut bis mangelhaft. Aus den Einzelnoten, die alle gleich gewichtet werden, werden Durchschnittswerte für die Bereiche errechnet, die die Gesamtnote von 1 bis 5 ergeben. Zusätzlich wird eine Bewohnerbefragung durchgeführt.

Umstrittenes Bewertungssystem

Das Notensystem des Pflege-TÜV ist sehr umstritten. Kritisiert wird vor allem, dass zu viel Wert auf Dokumentation und Administration gelegt wird und zu wenig Wert auf die Leistung, die beim Pflegebedürftigen tatsächlich ankommt. Auch die Gewichtung der Kriterien wird kritisiert.

Informationen über Einzelnoten

Die Ergebnisse der Prüfungen werden im Internet veröffentlicht, unter anderem auf der Plattform www.pflegelotse.de.

Hier finden Sie die Ergebnisse für die Ambulanten Pflegedienste in den Augustinum Seniorenresidenzen.