Neues aus dem Augustinum

Medaillenregen für HPCA-Sportler

29. Mai 2012,

Die erfolgreichen Judoka und mutigen Fußballer des Heilpädagogischen Centrum Augustinum (HPCA) erzielen bei den Special Olympics in München ein herausragendes Ergebnis.

11 Goldmedaillen, 10 Silber- und 6 Bronzemedaillen – das ist das beachtiche Ergebnis, das die Judoka des Heilpädagogischen Centrum Augustinum (HPCA) bei den diesjährigen Special Olympics in München erzielten. Mit 45 Judoka und 11 Fußballerinnen und Fußballern ist das HPCA bei den nationalen Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung vom 20. bis zum 25. Mai angetreten. Die alle zwei Jahre stattfindenden Sommerspiele zählen mit rund 5.000 Athleten insgesamt zu einer der größten deutschen Sportveranstaltungen. 

HPCA stellt eine der stärksten Judo-Mannschaften

Die auch international erfolgreichen Judoka des HPCA waren bei den Special Olympics hervorragend aufgestellt. Sie stellten eine der stärksten Mannschaften der insgesamt 280 teilnehmenden Athletinnen und Athleten im Judo und kämpften in der Olympiahalle teilweise auf drei Matten gleichzeitig.  Nach der Eingruppierung in eine von drei Wettkampfklassen (WK I – III, je nach Grad der geistigen Behinderung) konnten die Judoka bereits am ersten Wettkampftag in der WK III sechs Mal den ersten Rang, fünf Mal den zweiten und drei Mal den dritten Platz erringen.

Ähnlich erfolgreich verliefen die Kämpfe in der WK II mit drei Gold-, vier Silber und einer Bronzemedaille. Bei der Siegerehrung am heutigen Schlusstag in der WK I schließlich gab es noch einmal einen ersten, einen zweiten und zwei dritte Plätze. Zusätzlich abgeräumt hat Roman Peter (24), der nicht nur in der Wettkampfklasse I bis 90 kg, sondern auch im Kata-Wettbewerb mit festgelegten Abfolgen verschiedener Techniken zusammen mit seinem Partner Masayoshi Yanagida siegreich war.

Judoka-Trainer Alwin Brenner spricht den Trainer-Eid

Hinter diesen Erfolgen steht die Arbeit von Alwin Brenner (51), Stufenleiter im HPCA, und seinem Team. Als Mitorganisator des Judowettbewerbs bei den Special Olympics sprach er bei der Eröffnungszeremonie den Trainer-Eid und zeigte bei den Wettbewerben auf beeindruckende Weise, wie Inklusion funktionieren kann. „Für mich ist es vor allem der Gedanke an Gemeinsamkeit, man kann das alles gar nicht allein machen“, so Brenner.

Zusammen mit den Sportfreunden Harteck, bei denen er sich ehrenamtlich als Abteilungsleiter Judo einsetzt, und unterstützt durch die Kollegen im HPCA hat er in 25-jähriger Arbeit ein herausragendes Team aufgebaut und seine Judoka bei den Wettkämpfen in München enthusiastisch begleitet.

Fußballteam des HPCA tritt gegen fünf Mannschaften an

„Lasst mich mutig mein Bestes geben“ – das Motto der Special Olympics wurde auch von den Fußballerinnen und Fußballern des HPCA bei den Spielen eindrucksvoll umgesetzt. Das gemischte Team der Otto-Steiner-Schule des HPCA trat in der Gruppe der U21-Spieler gegen fünf Mannschaften aus ganz Deutschland an.

Wie beim Judo gab es auch hier zuvor Klassifizierungswettbewerbe, um ein weitgehend einheitliches Niveau der insgesamt 17 Mannschaften in der jeweiligen Gruppe zu gewährleisten. Trotz nicht idealer Bedingungen – die Hälfte der Spieler war nicht älter als 15 Jahre und musste sich gegen körperlich großteils weit überlegene Gegner behaupten – haben sich die Spielerinnen und Spieler des HPCA wacker geschlagen und konnten am Ende neben knappen Niederlagen auch ein Unentschieden verbuchen.

Fußballer-Trainer Stefan Späth freut sich über Gemeinschaftsgefühl

Genauso wichtig wie die sportliche Leistung ist für Trainer Stefan Späth (57), Lehrer an der Otto-Steiner Schule, dass die Gemeinschaft seiner Schüler in den Tagen der Special Olympics weiter gestärkt wurde und mancher in diesen Tagen über sich hinausgewachsen ist.

Neben der Otto-Steiner-Schule für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung, deren Angebot von der Schulvorbereitung für Kinder ab 3 Jahren über Grund- und Hauptschulstufe bis hin zur Berufsschulstufe reicht, und der dazugehörigen Tagesstätte gehören eine Frühförderstelle, eine Förderstätte, verschiedene Wohngruppen und Werkstätten für Erwachsene zum Heilpädagogischen Centrum Augustinum. Das HPCA begleitet damit mehr als 800 Menschen jeden Alters mit geistiger Behinderung im Raum München.