Menschen im Augustinum

Engagement im Kirchlichen Beirat im Augustinum München-Nord

25. Juni 2012,

Iddem Schreckenberger ist eines von neun Mitgliedern des Kirchlichen Beirat im Augustinum München-Nord. Der ökumenische Beirat trägt mit Ideen, Themen und Andachten zum religösen Wohnstiftsleben bei.

Schon die alten Griechen wussten, dass man sich nicht nur um die Gesundheit seines Körpers, sondern auch um die seiner Seele sorgen sollte, um sich dauerhaft wohlzufühlen. In den Wohnstiften des Augustinum ist die Seelsorge daher fest verankert – das Haus in München-Nord hat sogar, als einziges der bundesweit 22 Augustinum Wohnstifte, einen Kirchlichen Beirat.

Die für drei Jahre gewählten Bewohner dieses Gremiums tragen mit Ideen, Themen und Fragestellungen zum religiösen Leben im Wohnstift bei, geben Anstöße für Gottesdienste, Andachten und Gesprächskreise.

Geleitet wird der Kirchliche Beirat von den katholischen Pastoralreferenten Gertrud Gnau und Hannspeter Bauer sowie der evangelischen Pfarrerin Dr. Inken Mädler. Die Seelsorgerin betont, dass die Mitglieder des Kirchlichen Beirats oft auch Themen einbringen, die für das Haus wichtig sind, und die die Bewohner bewegen. „Die Mitglieder wirken außerdem in den Gottesdiensten als Lektoren oder Mesner mit, sie sind tatkräftige Helfer bei den Sammlungen der Diakonie und der Caritas und gestalten den jährlichen Weltgebetstag im Haus.“

Der Kirchliche Beirat besteht aus neun Mitgliedern. „Es gibt ungefähr 11 oder 12 Personen, die sich zur Wahl aufstellen lassen, und in einer geheimen Abstimmung wird dann der Beirat gewählt“, erzählt Iddem Schreckenberger, die bei diesen Wahlen schon seit geraumer Zeit das Vertrauen der Bewohner genießt. Vor 12 Jahren zog sie ins Augustinum München-Nord und ist seitdem eine wichtige Ansprechpartnerin im Haus geworden.

„Wir sind ein ökumenischer Beirat der Bewohner, und es ist ein gutes Miteinander“, sagt Iddem Schreckenberger und berichtet weiter: „Einmal im Monat kommen wir zusammen. Vor diesen Treffen können die Bewohner mit Anregungen für religiöse Angebote und Wünschen für die Gottesdienste zu uns kommen. Sie können sich aber auch jederzeit sonst an uns wenden, und wir versuchen immer mit bestem Wissen und Gewissen, für sie dazusein und auf ihre Wünsche einzugehen.“

Das soziale Engagement der zuvorkommenden Bewohnerin geht aber noch weiter. So ist sie jeden Mittwoch mit Gertrud Gnau oder Inken Mädler zu Besuch im sogenannten Treffpunkt, in dem Bewohnerinnen und Bewohner, die an Demenz erkrankt sind, betreut werden. In Gesprächen knüpft Iddem Schreckenberger an vertraute Themen wie Haustiere oder vergangene Reisen an, um Erinnerungen an frühere Zeiten zu aktivieren.

„Wir verwenden auch viel Material, um die Gespräche anschaulicher zu gestalten. Die Bewohner werden hier sehr gut betreut, und der Treffpunkt ist eine sehr schöne Gemeinschaft“, sagt die engagierte Rentnerin. Vertrauen und Gemeinschaftssinn, das sind die Begriffe, mit denen sich das Engagement von Iddem Schreckenberger im Treffpunkt und im Kirchlichen Beirat im Augustinum München-Nord am besten beschreiben lässt.