Menschen im Augustinum

Asienkenner und Musikliebhaber Dr. Bernhard Großmann

31. August 2012,

Dr. Bernhard Großmann, Bewohner des Augustinum Hamburg, ist vielgereister Asienexperte und besitzt über 8.000 Musikaufnahmen. In Vorträgen berichtet er über fremde Länder und das Reich der Musik.

Nach jahrelangen Auslandsaufenthalten ließ sich Dr. Bernhard Großmann 1999 im Augustinum Hamburg nieder. Insgesamt 24 Jahre lebte der Volkswirt und frühere Mitarbeiter am Institut für Außenhandel und Überseewirtschaft der Universität Hamburg in Tokyo, wo er 21 Jahre als geschäftsführender Direktor der Deutschen Industrie- und Handelskammer und drei Jahre als Direktor des vom Auswärtigen Amt unterhaltenen Deutschen Kulturinstituts tätig war.

Bis heute begleitet ihn die Faszination für das ferne Japan. Doch auch die Musik war ihm immer sehr wichtig. Und beide Leidenschaften teilt er heute gerne durch Vorträge mit den Bewohnern des Augustinum. „Ich halte einmal im Monat einen Vortrag über klassische Musik. Und zwar über Musik, die den meisten nicht so geläufig ist“, erklärt Bernhard Großmann und erzählt, dass er etwa 8.000 Musikaufnahmen besitzt, die er zum Teil auch während seiner Zeit in Tokyo aufgenommen hat.

Zu den Musikbeiträgen kommen Veranstaltungen, in denen er über fremde Länder berichtet, natürlich nur über solche, die er aus eigener Anschauung kennt. „Ich bin viel gereist und habe außer der Mongolei jedes Land in Süd-, Südost- und Ostasien besucht. Allein 17 Mal war ich in Indien und kannte mich besser aus als der Taxifahrer. Der wunderte sich immer, wo ich hin wollte, und kannte vieles selber nicht“, sagt Bernhard Großmann.

Auf vielen Reisen begleitete ihn ein Führer, und mit einem gemieteten Auto besuchte er auch die verstecktesten Gegenden seiner Reiseziele. „Ich habe mehr gesehen als ein normaler Tourist“, sagt er und vermittelt auch in seinen Vorträgen das Besondere, das nicht jeder kennt: „Ich spreche beispielsweise über die Buddhatempel und -höhlen, die eher unbekannt sind, oder ich zeige die Kaisergräber in China, auch die, die man sonst nur selten sieht.“

Viele Reisen hat Bernhard Großmann zusammen mit seiner Frau unternommen, die die fremden Eindrücke auch fotografisch festgehalten hat. So ist sein Appartement im Augustinum heute mit vielen Tausend Dias gefüllt, die er gerne für seine Vorträge verwendet. „Ich habe eine sehr große Wohnung genommen, in der meine Musikaufnahmen, meine Bücher, Bilder und Dias Patz finden. Und dennoch ist es sehr voll“, beschreibt er seine Wohnung, die im Haus längst den Namen „Großmann-Museum“ bekommen hat.

Sein nächster Vortrag soll die Zuhörer wieder in das Reich der Musik entführen. „Ich werde über E.T.A. Hoffmann sprechen, der neben und vor seinem literarischen Wirken auch als Komponist und Kapellmeister tätig war“, kündigt Bernhard Großmann das kommende Referat an. Grundsätzlich dauern seine Veranstaltungen ungefähr eine Stunde, und besonders die Diavorträge erfreuen sich großer Beliebtheit im Augustinum Hamburg.