Menschen im Augustinum

Foto-musikalische Reise mit Arthur Brand im Augustinum Schweinfurt

14. September 2012,

Arthur Brand, Bewohner des Augustinum Schweinfurt, ist Hobbyfotograf. Er teilt seine Freude für schöne Bilder in selbstgestalteten Vorträgen mit anderen. Jeder soll Spaß an seinen Fotos haben.

„Ich bin in den letzten Jahrzehnten als engagierter Fotograf durch das Land gereist“, erzählt Arthur Brand „und zeige meine Aufnahmen regelmäßig im Wohnstift.“ Seit sechs Jahren lebt der Rentner in seiner Wahlheimat Schweinfurt im Augustinum und hat inzwischen bereits 15 Diavorträge mit musikalischer Begleitung gehalten. Dabei kam der erste Beitrag eher durch einen Zufall zustande.

„Ich komme ursprünglich aus Frankfurt und habe dann hier in Schweinfurt mit meiner Kamera die schöne Landschaft entdeckt. Mit den Aufnahmen wollte ich meinen Freunden in Frankfurt meine neue Heimat zeigen“, erklärt Arthur Brand. „Einige Bewohner hier im Wohnstift wollten diese Bilder dann auch sehen. Und so kam es zu meinem ersten Vortrag.“ Dass Arthur Brand auch vorher schon ähnliche Präsentationen gehalten hatte, kam ihm dabei zugute.

Neben Landschaften gehören Blumen zu den Lieblingsmotiven des Hobbyfotografen. In seinen Vorträgen, die etwa eine Stunde dauern, zeigt Arthur Brand aber vor allem Bilder von seinen Reisen. „Mein letzter Vortrag hatte zum Beispiel das Thema ´Rund um England`. Und als nächstes fahre ich nach Madeira, wo wieder neue Bilder entstehen.“

Um die Faszination, die er selber bei seinen Reisen erlebt, auch seinen Zuschauern zu vermitteln, inszeniert er seine Diaschauen wie ein Regisseur: „Ich baue meine Vorträge gezielt auf“, sagt er, „und mache mir schon bei der Reiseplanung Gedanken darüber, wie ich meine nächste Präsentation gestalten möchte.“ Ein wichtiges Gestaltungselement ist dabei die Musik, mit der er die Veranstaltungen untermalt, allerdings nie so, dass die Bilder dadurch in den Hintergrund gedrängt werden.

„Ich halte meine Vorträge immer dann, wenn die Kulturreferentin des Augustinum mich ins Programm bringen kann“, sagt er, „aber manchmal wird schon gezielt gefragt, wann denn wieder was von mir zu sehen ist.“ Das macht natürlich ein wenig stolz, aber Arthur Brand geht es nicht um Bewunderung, sondern darum, seine Freude an der Fotografie mit anderen zu teilen: „Die Leute sollen Spaß daran haben. Genau wie ich!“ Und eben diese Freude ist es, die ihn wohl immer wieder aufs Neue die Kamera zücken lässt.