Menschen im Augustinum

Krimi-Autor Friedrich-Werner Möllenkamp im Augustinum Roth

24. Juli 2012,

Friedrich-Werner Möllenkamp, Bewohner des Augustinum Roth, schreibt Krimis und Romane, deren Schauplätze aus seinem spannenden Leben gegriffen sind.

Fünf Jahre ist es her, seit der promovierte Ingenieur und Energiewirtschaftler Friedrich-Werner Möllenkamp mit seiner Frau Gertrud in das Augustinum Roth einzog, und seine Begeisterung für das Haus ist ungebrochen. „Ich bin ein Förderer und Liebhaber des Augustinum und würde bei allem dabei sein, um das Augustinum zu unterstützen“, erklärt er seine Bereitschaft für ein Gespräch über sein Leben im Wohnstift Roth.

Hauptberuflich arbeitete Friedrich-Werner Möllenkamp als Berater für einheimische Konzerne und Gesellschaften in internationalen Energiewirtschaften, insbesondere in Südamerika und Südafrika. Als die Zeit kam, seine Reisetätigkeit einzuschränken, folgte er der Einladung eines Krebsforschers, sich für den biophysikalischen Teil einer neuen Therapiemethode einer Forschungsgemeinschaft in Freiburg anzuschließen.

Es faszinierte ihn, seine Erfahrungen mit neuen Technologien auf dem Schadstoff- und Sauerstoff-Sektor zum Nutzen der Menschen einzusetzen. Aus diesen Zeiten hat Friedrich-Werner Möllenkamp so viele Erlebnisse und Eindrücke gewonnen, dass er sie heute in Form von Kriminal- und Abenteuerromanen verarbeitet. „Ich habe vier Krimis und zwei Abenteuerromane geschrieben, die derzeit im Internet zu erwerben sind“, erzählt er. Insgesamt zählt sein Oeuvre bereits 32 Bücher, darunter eine in zehn Bänden erschienene Reihe „Frankfurter Krimis“ sowie zwei Theaterstücke.

In einem seiner jüngsten Abenteuerromane geht es um die Diamantensuche am Amazonas. Unter dem Namen „Die Barbudo-Akte“ (www.neobooks.com) erzählt Friedrich-Werner Möllenkamp die Geschichte eines Geologen, der nach seinem Studium eine Stelle in Brasilien antritt. Er soll für eine brasilianische Firma nach Gold, Schmuckgestein und insbesondere nach Diamanten suchen.

Doch dies ist kein Job wie jeder andere: Er wird in den brasilianischen Regenwald geschickt, wo er zusammen mit einheimischen Indianern ein einfaches, naturnahes Leben führt. Barbudo, der Bärtige, wie er von den Ureinwohnern genannt wird, muss sich einer Vielzahl von Herausforderungen stellen, um seine Aufgabe zu meistern. Dabei gewinnt er die Sympathie der Indianer und die Leidenschaft der schönen Moyra, mit deren Hilfe er einen sehr großen Diamanten findet. Diese Chance ergreifen die Indianer, um eine Werkstatt, eine Schule und eine kleine Klinik in ihrem Dorf zu errichten.

Wie in den meisten seiner Bücher nimmt Friedrich-Werner Möllenkamp auch in diesem Roman Bezug auf seine eigenen Erlebnisse und überzeugt durch seine Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten. „Ich bin selbst vier Jahre in Brasilien gewesen. Dort habe ich den Amazonas gesehen und bin im Regenwald gewesen“, erzählt der Autor. Internationale Energieprojekte, die ihn beruflich über Jahrzehnte beschäftigt haben, sind ein weiterer Hintergrund seiner Bücher, etwa in dem Roman „Das Nashorn-Projekt“, in dem ein Geothermie-Kraftwerk in Südafrika Schauplatz der Handlung ist.

So vielfältig wie sein berufliches Leben war, so vielfältig sind die Themen, die Friedrich-Werner Möllenkamp heute beschäftigen und derer er sich in immer neuer Form als Autor annimmt. Es gibt noch viele weitere Geschichten, die der 91-Jährige zu erzählen hat.