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77.000 km in zehn Jahren: Alexander John radelt täglich an der Ahr

20. November 2012,

Alexander John, Bewohner im Augustinum Bad Neuenahr, legt jeden Tag etliche Kilometer auf dem Fahrrad zurück - aus Spaß an der Bewegung und für seine Gesundheit.

„Die 77.000 Kilometer sind geschafft!“ Alexander John ist spürbar stolz, als er von seinem Rekord berichtet. Das Fahrradfahren ist die große Leidenschaft des Rentners, der seit sechs Jahren im Augustinum Bad Neuenahr lebt. Jeden Tag, bei Wind und Wetter, zieht es den Sportler hinaus auf sein Elektro-Fahrrad, das er sich vor zwei Jahren zugelegt hat.

„Mit 85 Jahren habe ich mir die Unterstützung eines kleinen Motors gegönnt. Man muss trotzdem immer treten, sonst geht der Motor nicht an, oder er geht wieder aus. Außerdem ist es auch sehr praktisch: Wir haben hier oft Westwind, und da war der Gegenwind manchmal so stark, dass ich von meinem Rad absteigen musste. Mit dem Elektro-Fahrrad ist das viel besser und angenehmer“, erklärt Alexander John.

Ganz nach seinem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung“ legt der aktive Bewohner täglich etliche Kilometer zurück: „Im Sommer fahre ich durchschnittlich 30 Kilometer, im Winter 20 Kilometer pro Tag.“ Seine übliche Runde führt ihn vom Augustinum die Ahr hinunter bis zum Rhein und wieder zurück. „Das ist eine sehr schöne Strecke. Sehr ruhig und im Winter immer gut gestreut“.

Doch die Leidenschaft des Fahrradfahrens hat neben dem Spaß und der Freude an der Bewegung für Alexander John noch einen ganz anderen Hintergrund. „Vor elf Jahren wurde ich von einem Lastwagen überfahren und erlitt etliche Brüche. Auf der rechten Seite hatte ich sämtliche Rippen gebrochen, dazu kamen vier Beckenbrüche und ein Oberschenkelhalsbruch, und ich wurde ins künstliche Koma gesetzt.

Als die Ärzte mich nach einiger Zeit zurückholten, haben sie mir gesagt, dass dies nicht möglich gewesen wäre, wenn ich nicht so eine sportliche Konstitution gehabt hätte. Neben den vielen Brüchen hatte auch meine Lunge großen Schaden genommen, weshalb ich an eine Lungenspezialistin überwiesen wurde, die mir diverse Apparaturen zeigte, die mir helfen sollten. Darauf hab` ich gesagt: Wissen Sie, Frau Doktor, da setz` ich mich lieber auf mein Rad, und das habe ich dann auch gemacht.“ Das Training macht sich bezahlt: „Heute ist meine Lunge wieder normal, und ich bin gesund“, sagt Alexander John.