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Gymnastik im Augustinum Aumühle

26. Juli 2012,

Die Teilnehmer der Gymnastikgruppen im Augustinum Aumühle halten sich seit 25 Jahren mit unterschiedlichsten Übungen für Körper und Geist gepaart mit Fröhlichkeit und motivierender Musik fit.

Im Januar feierten die Gymnastikgruppen des Augustinum Aumühle ihr 25-jähriges Jubiläum. Es gab viele Gründe, fröhlich und stolz zu sein, denn schließlich treffen sich die Teilnehmer seit vielen Jahren ein- bis zweimal in der Woche, um gemeinsam alle Bequemlichkeit zu überwinden und Körper, Geist und Seele zu trainieren.

Vor 25 Jahren begann die studierte Tanzpädagogin Sonne Leddin, einen ersten Gymnastikkursus im Augustinum Aumühle mit vier Damen aufzubauen. Ihre Motivation dafür ergab sich zum einen durch die örtliche Wohnnähe, aber auch durch Ihr Interesse, neben ihrer Tätigkeit in der eigenen „Aumühler Tanzwerkstatt“ neue Ideen speziell für die Bedürfnisse von Senioren zu erarbeiten – nach dem Motto „Bewegung kennt kein Alter“: Ein Unterrichtsprogramm, das sowohl weiche, musisch betonte Übungen als auch reines Körpertraining beinhaltet.

„Es musste eine Unterrichtsform sowohl für Damen als auch für Herren gefunden werden, in der Kondition, Koordination, Balance und Elastizität der Muskeln und Gelenke aktiviert werden“, berichtet Sonne Leddin. „Dass ich mich mit meinen Ideen für das Augustinum entschied, lag aber auch an der persönlichen Beziehung zu der Umgebung des Hauses. Dort, wo ich zum 25-jährigen Jubiläum mit ‚meinen’ Damen mit Sekt, Kaffee und Kuchen gefeiert habe, saß ich als Kind am gleichen Platz im damaligen Aumühler Kindergarten und trank mit einer großen Kinderschar Kakao“, erinnert sich Sonne Leddin.

Viele Senioren haben Angst vor Verletzungen und dem Verlust ihrer Bewegungsfreiheit. Unsicherheiten und Ängste durch das regelmäßige Training abzubauen, ist das wichtigste Ziel im Unterricht, das Thema „Mobilität im Alter“ trat im Laufe der 25 Jahre bei vielen Bewohnern immer mehr in den Vordergrund. Heute nehmen 40 Damen und zwei Herren an den verschiedenen Kursen teil, die das Augustinum seinen Bewohnern kostenlos anbietet.

Doris Mangold ist seit ihrem Einzug in das Haus vor drei Jahren Mitglied der Fitnessgruppe und freut sich jedes Mal auf diese Stunde: „Es gibt unterschiedliche Übungen mit  Hanteln, Pilatesbällen, Stäben, Stretchbändern, Massagebällen, Ringen und Tüchern, aber auch freie Bewegungen durch den Raum. Frau Leddin gestaltet das Training immer sehr schön und mit viel Eifer“, so Doris Mangold.

Die Freude ist aber auch ganz auf der Seite der Trainerin, die das neue Gymnastikstudio des Augustinum durch Farben, Spiegel und Geräte liebevoll mitgestaltet hat, denn, so ihre Erfahrung, „in einem Raum mit freundlicher Atmosphäre trifft man sich gerne“. Wichtig ist ihr auch, „dass die Seele in den Morgengymnastikstunden nicht vergessen wird. Fröhlichkeit und  motivierende Musik schaffen eine harmonische Unterrichtsbasis, in der sich die Muskeln aufschließen können. Wir lachen viel, und es tut gut, Probleme des Alltags einfach mal beiseite zu schieben.“

Doris Mangold berichtet, dass sich die Gruppen großer Beliebtheit erfreuen. Auch Bewohner mit Bewegungseinschränkungen sind bei den Gymnastikgruppen willkommen. In der Sitzgymnastik findet jeder die Möglicht für ein körpergerechtes, vielseitiges Training, um die Beweglichkeit von Muskeln und Gelenken zu erhalten und zu verbessern. „Es ist bewundernswert, mit welch großem Engagement jeder mitmacht, und es begeistert mich immer wieder, dass einige Damen bereits 90 Jahre und älter sind. Was für eine Leistung!“, meint Sonne Leddin.

Solange die Damen und Herren im Augustinum so interessiert die Gymnastikideen annehmen, möchte Sonne Leddin weiterarbeiten – „mit großer Bewunderung und Anerkennung gegenüber allen, die sich bemühen; bis ins hohe Alter beweglich zu bleiben“. Das gemeinsame Bewegungserlebnis belebt dabei nicht nur körperliche Energien, es schafft auch ein inneres Wohlbefinden. „Das ist immer ganz toll“, bestätigt Doris Mangold und freut sich auf ihre nächste Stunde:„Morgen ist es wieder soweit, das möchte ich nicht verpassen!“