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Leserunde mit Gisela Brand im Augustinum Dortmund

29. August 2012,

Gisela Brand, Bewohnerin des Augustinum Dortmund, legt bei ihrer Leserunde Wert auf Abwechslung. Vielfalt und Neues ist das Rezept der seit 12 Jahren von ihr geleiteten Gruppe.

Das Augustinum Dortmund wurde im Oktober 1999 das neue Zuhause von Gisela Brand. Seit 12 Jahren leitet sie dort die Leserunde, die schon vorher eine wichtige Veranstaltung im Wohnstift war. „Vier Monate nach meinem Einzug fragte mich der damalige Leiter der Leserunde, ob ich diese Position übernehmen möchte. Und ich habe Ja gesagt“, erinnert sie sich; „die Leserunde ist eine Initiative, die ursprünglich für Bewohner gegründet wurde, die wegen einer Sehschwäche Schwierigkeiten beim Lesen haben, aber inzwischen kommen auch viele Bewohner, die noch gut sehen können.“

Die Leserunde gehört zu einer Vielzahl von Angeboten von Bewohnern für Bewohner im Haus, mit denen die gegenseitige Unterstützung in der Gemeinschaft gepflegt wird.

Als Leiterin der Lesegruppe ist Gisela Brand dafür verantwortlich, Vorleser, sogenannte Lektoren, zu finden und mit diesen zu entscheiden, welche Stücke gelesen werden. Dabei achtet sie besonders darauf, dass sich die Themen der Geschichten nicht allzu oft wiederholen. „Jeder darf sich natürlich dazu äußern, was er lesen möchte.

Allerdings sind die Werke der klassischen Literatur, die wir in unserer Jugend gelesen haben, sehr beliebt, und so kann es passieren, dass manche Texte mehrmals gewählt werden“, erzählt die Leiterin der Runde. Und genau das gilt es zu vermeiden. Immerhin ist Vielfalt das Rezept, Neues kennenzulernen. Um neue Lektoren zu finden, geht Gisela Brand ganz unkompliziert vor: „Ich spreche die Leute einfach an, auch die neuen Bewohner. Und einige sagen dann auch zu.“

Jeden Montag um 17.30 Uhr trifft sich die Leserunde für eine Stunde in der Simeonskapelle des Augustinum. „Dort haben wir alle gut Platz“, erklärt Gisela Brand. Das ist wichtig, denn die Leserunde ist für jeden Bewohner zugänglich. „Wir sind immer so zwischen 25 und 35 Personen“, meint Gisela Brand und findet, dass sich das wöchentliche Treffen zu einer angenehmen und entspannenden Nachmittagsrunde entwickelt hat.